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  Räder - Normung



Vermutlich hatten Sie an dieser Stelle eine geschichtliche Einleitung erwartet, aber die Normung spielt beim Reifen wie bei keinem anderen Teil des Kraftfahrzeugs eine so entscheidende Rolle, dass die Annahme wohl berechtigt ist, viele Nutzer dieses Buches benutzen es auch als Nachschlagewerk. Ohne lange Vorrede fangen wir gleich damit an.


Hier das Rad in einer ungewöhnlichen Perspektive. Nein, komplett in der Mitte durchgeschnitten ist es nicht, der Reifen ja, die Felge nein. Letztere hat ein Tiefbett, wodurch der Reifen überhaupt erst montiert werden kann. Zwischen Tiefbett und überstehendem Rand (Felgenhorn) ist der Sitz des Reifens nach vollendeter Montage.

Hier setzt auch das Maß dF an, das bei Reifen und Felge natürlich gleich sein muss. Hat also der Reifen die Bezeichnung 205/55 R 16, dann könnte diese bei der Felge 6J x 16 lauten, wobei dieser Felgen- oder innere Reifendurchmesser in Zoll angegeben wird. Zu Millimetern kommt man durch Multiplikation mit 25,4. Das ergibt in diesem Fall etwa 406 mm.

Die 6 in der Spezifikation der Felge steht für die sogenannte Maulweite, ein Begriff, der sehr gut den Abstand zwischen den beiden Felgenhörnern beschreibt. Der ist nicht genormt, muss aber einigermaßen passen. Ein Reifen 255/55 R 16 auf einer Felge 4J x 16 würde ungewöhnlich eingeschnürt wirken und ein Reifen 155/55 R 16 auf 8J x 16 unmontierbar verbreitert.

Sie merken schon, die erste Zahl bei der Reifenbezeichnung kennzeichnet die Breite des Reifens. Und damit wir uns nicht zu sehr daran gewöhnen, diesmal in Millimetern. Aber was ist die Breite? Das Bild oben zeigt es, hinterlässt allerdings Fragen. Natürlich würde der Reifen auf einer breiteren Felge auch breiter sein. Deshalb ist die jeweils dem Reifen bei der Breitenmessung zuzuordnende Felge genormt.

Wenn Sie allerdings beim Reifenhandel die einzelnen Größen checken, werden Sie immer eine '5' am Ende der ersten Zahl vorfinden. Wir sprechen von sogenannten Rastermaßen. Alle Reifen von 200 bis 209 mm Breite erhalten die Kennzahl '255'. Das erleichert die Vorratshaltung, die ohnehin immer komplexer wird.

Und was hat es mit den immer wieder vorkommenden '55' hinter dem Schrägstrich auf sich? Der kennzeichnet das Höhen-Breiten Verhältnis. Also wäre der 255er Reifen ungefähr 255 mm mal 0,55 gleich etwa 140 mm hoch. Dieses Verhältnis erreicht zurzeit unglaubliche Werte. Vermutlich ist bei 0,25 ein Ende der Fahnenstange erreicht, denn bei Werten darunter ist der Reifen wohl nicht mehr montierbar.

So, jetzt müssten Sie eigentlich die Höhe des Reifens mit der Bezeichnung 255/55 R 16 bestimmen können. Sie müssen allerdings die 140 mm doppelt nehmen, weil ein Rad ja oben und unten aus Reifen besteht. Dazu noch die 406 mm Felgendurchmesser ergibt 686 mm.

Das ist ein reichlich theoretischer Wert, denn natürlich drückt sich der Reifen am Fahrzeug selbst deutlich ein. Nehmen wir als davon mit 343 mm die Hälfte, dann ist das immer noch nicht der Wert, den man von der Mitte der Radnabe bis zur Fahrbahn messen würde.

Es kommt noch schlimmer, denn auch der Wert bleibt nicht konstant. Weil sich der Reifen mit zunehmender Raddrehzahl durch Zentrifugalkräfte aufpumpt, wird dieser Halbmesser (Radius) umso größer, je schneller das Fahrzeug fährt. Dem hat man Einhalt geboten und sich auf 60 km/h geeinigt. Der, jetzt als dynamisch bezeichnete Halbmesser wird also aus der zurückgelegten Strecke und den Anzahl der Radumdrehungen bestimmt.







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