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Entsorgung von Reifen



kfz-tech.de/YRa16

Die Entsorgung von Altreifen ist eigentlich kein Problem. In der Regel bleiben sie dort, wo man auch die neuen Reifen kauft bzw. sich montieren lässt. Reifen im Internet, wenn nicht direkt auf Felgen montiert, stellen ohnehin ein Problem dar.

Selbst montieren, z.B. mit Montiereisen, ist schon problematisch. Man kann leicht die Felge oder den Reifen selbst beschädigen. Bei der Frage der Auswuchtung und der Frage der eventuell nötigen Kalibrierung der Drucksensoren hört der Spaß endgültig auf.

Dagegen ist die Frage der Entsorgung der Altreifen ohne Neukauf interessant. Hier schwanken die Preise von 5 € und mehr, die zu zahlen sind, bis zu realistischen 1 bis 2 € pro Reifen an Einnahmen, wenn man sich umsieht und den richtigen Betrieb findet.

Grundsätzlich ist die korrekte Entsorgung sehr wichtig. Jedes Jahr fallen über 650.000 Tonnen Reifen-Schrott an, wenn man die Reifen aller Fahrzeuge zusammenfasst, wozu natürlich auch z.B. Fahrräder und Flugzeuge gehören.

Unverständlich, dass unter solchen Umständen die illegale Entsorgung zunimmt. Man zählt in Deutschland ca. 150 gemeldete Fälle. Dabei gibt es genügend Entsorgungskanäle: Export, Runderneuerung, stoffliche Verwertung, thermische Verwertung oder chemische Verwertung der Bestandteile.

Den Nachweis für die ordnungsgemäße Entsorgung bitte aufbewahren.

Die gesetzlichen Regelungen, auch mit bestimmten Quoten zur Wiederverwendung, setzen die Entsorgungsbetriebe allerdings unter Druck. Eventuelle Billiganbieter auch, z.B. solche aus dem Ausland. Jedenfalls die relativ einfache Umwandlung in Sportgeräte scheint nicht mehr erlaubt zu sein.

Illegale Entsorgung im großen Stil -> Bußgelder bis 100.000 Euro.

Ein möglichst hochgestecktes Ziel beim Recycling wäre, dass ein Reifen eben nicht in Teile geschnitten und verbrannt, auch nicht zu im Prinzip minderwertigeren Produkten umgewandelt wird, sondern zu einem möglichst großen Anteil wieder zu einem Reifen wird.

Denn alles andere würde ja bedeuten, dass der Recycling-Prozess irgendwann doch zu Verbrennung führen würde. Ein Weg dahin wird z.B. über eine Feinvermahlung beschritten. Die kann dann Feinmehl bis hinunter zu einer Dicke von nur 0,4 mm erzeugen.

Da kann man dann wirklich davon ausgehen, dass z.B. Gummi bzw. Ruß, Stahl und Textil exakt voneinander getrennt sind und aufgefangen wieder zu den Bestandteilen eines Reifens werden können. Man hat sogar schon Kraftstoff aus gecycelten Reifenteilen gemacht, sehr aufwendig, aber möglich.

Immerhin enthält so ein Reifen vom Gewicht her im Durchschnitt 45-50 % Gummi (Natur- und Synthesekautschuk), 20-25% Ruß 15 - 20% Stahl und 5 -10 % Textil. Leicht zu erkennen, dass dies, wenn man sie den voneinander trennen kann, wesentliche Grundstoffe sind.

Und wenn das Energie kostet, dann muss man eben umso früher desto besser für besonders regenerative Energien sorgen. Die werden irgendwann gratis sein, bis auf geringe Unterhaltskosten.


kfz-tech.de/YRa27







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