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 Zur Sache



Das soll jetzt hier so eine Art Bashing bestimmter YouTuber werden, natürlich mit dem Risiko, dass man uns vorwirft, auf diese Art und Weise gegen mögliche Konkurrenz vorzugehen, um das eigene Mütchen über das Sommerloch zu kühlen. Unnötig zu erwähnen, dass dies nicht der Grund für diesen Artikel ist.

Auch dass wir mit in diesem Monat 21 Jahren auf dem Buckel schon viele haben kommen und gehen gesehen und wissen, wie wichtig es ist, das eigene Ding zu machen, wird niemanden davon abhalten, uns so etwas vorzuwerfen. Sei es drum. Wir können andererseits auch nicht verschweigen, was uns bewegt, nur weil wir die Folgen fürchten.

Äußerer Anlass sind das Treffen nicht nur der Fans von E-Autos vor kurzem auf dem Messegelände in Hannover und die Reaktionen darauf. Es soll bei dem hier geplanten Bashing aber nicht nur um die E- Mobilität gehen, auch andere YouTuber könnten in die Linie der Kritik geraten, niemand natürlich persönlich angegriffen werden.

Eigentlich ist gegen Treffen überhaupt nichts zu sagen. Wer trifft sich nicht alles in der Öffentlichkeit. Und auch Werbung dafür ist absolut OK. Was aber unterscheidet diese wachsende Zusammenkunft zum Thema E-Mobilität von anderen, z.B. der GTI-Fans am Wörthersee? Es ist eine Art von Heiligenschein, die von hier ausgeht.

Die Fan-Gemeinde nimmt zu großen Teilen für sich in Anspruch, der Umwelt etwas Gutes zu tun und feiert sich bei solchen Treffen auch ein wenig selbst. Zusätzlich werden noch Unentschlossene fest unter die Arme genommen. Dabei soll jetzt hier natürlich nicht davon ausgegangen werden, dass dabei nur positive Botschaften ausgestreut werden.

Etwas zu unkritisch sind uns diese Botschafter einer neuen Zeit aber mit der Tatsache, dass sie eindeutig zu früh sind. Das müssen sie zwar auch sein, um die Bewegung bis zum eigentlich richtigen Zeitpunkt überhaupt ins Rollen zu bringen, aber es wird uns zu wenig kommuniziert. Wo hätten Sie von einem der viel Redenden schon einmal so etwas gehört?

Da ist vom 'Rucksack' eines E-Autos die Rede, aber nicht davon, dass beispielsweise Mercedes, wenn man dort dafür sorgt, dass möglichst alle Käufer ihrer E-Autos mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden, diesen natürlich von vielleicht sinnvollerem Gebrauch abzieht. Es sind halt im Moment im Mittel höchstens 50 Prozent vorhanden.

Man hat bei den E-Youtubern/innen den Eindruck, dass hier nach dem Kauf eines solchen Autos sämtliche Dämme brechen. Da verwandelt sich umweltgerechtes Verhalten in das genaue Gegenteil. Insgesamt hat sich der Spritverbrauch zwar gesenkt oder ist nach Corona nicht wieder angestiegen, aber diese Gruppe bekommt sich nicht mehr ein.

Unglaublich, was man unter dem Rubrum des 'Tests' nicht alles verkaufen kann. Mal eben 1.000 km Langstrecke, kein Problem. Dabei wissen wir langsam, wie viel wir der neusten Generation an E-Autos an Reichweite je nach Beanspruchung zutrauen können. Die selbsternannten Tester/innen sollten sich schlicht klarmachen, dass dies meist höchst unnötige Extras sind.

Natürlich kann jede(r) mit seinem frisch erworbenen Auto zum Spaß so viel fahren, wie er/sie will. Aber sich danach das Mäntelchen oder Mützchen einer besonderen Tat für die Umwelt anziehen, das hat schon ein gewisses Geschmäckle. Und ein ganz wichtiger Aspekt ist die Bezahlung für dieses Tun. Natürlich wird man uns an dieser Stelle auch wieder bezichtigen, neidisch zu sein.

Könnten wir auch, denn wir verdienen mit unseren Seiten bei vielleicht ähnlicher Reichweite deutlich weniger. Sind wir aber nicht, was uns jetzt ohnehin niemand glauben wird. Aber schauen Sie einmal, wo besagte YouTuber/innen dieses Geld anlegen, natürlich in ein neues E-Auto. Darf man an dieser Stelle eigentlich anmerken, dass manche von ihnen die Bafa-Prämie schon mehrfach kassiert haben?

Nein, sie ist aller Überlegung nach nicht dafür gedacht. Nur haben die Väter und Mütter den Konstruktionsfehler gemacht, dass man das Auto nur ein halbes Jahr behalten muss. Jetzt können Sie sagen, dass es ja danach weiter lebt, aber nach unserer Meinung bitte durch echte Wünsche von Käufern/innen initiiert und breiter gestreut, als nur in die Taschen sich immer weiter automäßig verbessernder E-Youtuber.

Wohlverstanden, es kann jede(r) staatliche Unzulänglichkeiten bei der Vergabe von Subventionen ausnutzen, sofern er/sie das im gesetzlichen Rahmen tut. Aber da ist wieder das schon erwähnte Mäntelchen, mit dem man sich insgesamt wohl positioniert in den Dienst der Umwelt stellt. Dabei ist das nichts anderes als das Frönen eines ganz normalen Drangs nach Konsum.

Nochmals wohlverstanden: Solange E-YouTuber Videos von Tests während ganz normaler Fahrten veröffentlichen, die sie ohnehin durchführen würden/müssten, dürfen sie ruhig ein wenig Eigenwerbung machen und stolz sein auf Besucher, die sie dabei an Land ziehen. Sie dürfen erst recht stolz sein, wenn sie von diesen bei solchen Treffen angesprochen werden.

Aber nicht diejenigen, die inzwischen an einem fast nicht mehr zu toppenden Wert ihres Testwagens angekommen sind und z.T. Tests desselben auch noch als solche für potentielle Käufer verbrämen. Unterwegs kommen dann des Öfteren noch die Verbrenner in deren Garage zu Vorschein, die Ihnen nachgewiesen werden. Wäre da nicht dieses Erlöser-Image, sie hätten es von vornherein erwähnt.

Überhaupt dieses 'freundliche' Du, aus einem in der Regel umsonst zur Verfügung gestellten Auto mit höchster Ausstattung, wobei oft genug der kritische Blick etwas abhandenkommt. Denn die Tendenz ist eindeutig eher auf Richtung 'Hinzunehmen' als 'Weglassen' gerichtet. Kann jemand das überhaupt beurteilen, wenn er/sie nicht das entsprechende Geld dafür auf den Tisch legen muss?

Und doch gelten solche 'Tester' nicht als Influencer. Immerhin müssen sie ihre Sendung dann als Werbung kennzeichnen, wenn sie dazu den geldwerten Vorteil z.B. eines Herstellers erhalten haben. Aber nehmen die meisten von ihnen diesen Vorteil überhaupt noch wahr oder inzwischen als selbstverständlich?

Da werden die Edlen plötzlich zu Unedlen, indem sie vielleicht Leuten Autos an den Hals quatschen, die sich diese überhaupt nicht leisten können. Und dabei fehlt die vollständige Information meist völlig. Es gibt z.T. sogar sehr ausführliche Daten, aber nur über die gezeigte Version. Kaum ein Wort über die günstigeren, geschweige denn über dabei mögliche Sparmöglichkeiten.

Wir haben schon viel darüber geschrieben, wie die verschiedenen 'Tester/innen' miteinander konkurrieren und wie die Hersteller durch Selektieren dies befeuern. Überhaupt zeigt deren übermächtige, aber in den Videos unsichtbare Präsens deutlich, wie sehr man auf solche Leute setzt und sich gleichzeitig aufwendige Werbung spart.







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