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Psychologie - Tesla Fans 2



Greta Thunberg, die junge schwedische Aktivistin in Sachen Klimaschutz, weilt gerade in USA. Es bleibt allerdings die Frage, wie sie wieder nach Hause kommt. Stellt Sie sich irgendwo an den Atlantikstrand und wartet, bis wieder ein Segelschiff sie mit nach Europa nimmt? Sie merken schon, Umweltschützer stehen unter besonderer Beobachtung, vermutlich sogar von Leuten, die sich um diesen einen Dreck scheren.

Selbst einer der prominentesten Grünen gerät in die Kritik, weil er eine Freizeittasche aus einem PVC trägt mit den 'giftigsten Weichmachern, die man sich vorstellen kann' (Zitat Michael Braungart). Nun wollen wir letzterem nun wirklich nicht unlautere Motive unterstellen, aber doch gerne auf ein paar wenige eklatante Missverhältnisse auf unserem Planeten hinweisen.

So sind Tesla Fans und besonders Besitzer/innen fast ausnahmlos stolz darauf, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Hier wagt leider kaum jemand, denen ein eigentlich abweichendes Verhalten vorzuwerfen. Da ist nicht allein die schon gestellte Frage, warum diese so oft ihr Auto wechseln und z.B. die in Deutschland übliche Nutzungsdauer von 9,5 Jahren bei weitem verfehlen. Vermutlich antworten sie umgekehrt, nämlich die Elektromobilität preiswerter unter die Leute zu bringen.

Alles gut und schön, aber warum musste schon das erste wirkliche Tesla-Modell mit der Bezeichnung 'S' so sehr in Richtung Beschleunigung konzipiert werden? Da reichten dann zwei Antriebe noch nicht einmal aus. Auch die Motoren wurden frisiert, beides zu Lasten der Reichweite. Ist es nicht das Gegenteil von Umweltfreundlichkeit, mit Porsche konkurrieren zu wollen?

Auch Elon Musks Pläne eines Lebens auf dem Mars hören sich ein wenig so an, als ob ein paar Begütetere diesen Planeten verlassen könnten, wenn er denn genügend heruntergewirtschaftet sei, natürlich mit recycelbaren Raketen. Auch das Transportsystem Space-X hört sich nicht nach Verträglichkeit a la Kutschenzeit an. Es geht vielmehr um Geschwindigkeit. Ob das weniger Energie verbraucht, ein System Tag und Nacht luftleer gepumpt zu halten?

Da zetern Leute landauf landab über die Preise bei Tesla, um dann im nächsten Video mit ihren Fans den Bestellvorgang für ein Model Y durchzugehen. Wohlgemerkt, das ist nicht das kleinste käufliche E- Modell und das billigste auch nicht. Auch machen sie nicht vor den zwei Motoren halt und vor dem angekündigten Autopiloten schon gar nicht. Man gönnt sich ja angeblich sonst nichts.

Plötzlich werden auch große Geldausgaben hoffähig. Es gibt ebensolche Kauftipps für das Model X, in Deutschland auch nach massiver Preissenkung nicht unter 90.000 € zu haben. Vor nicht allzu ferner Vergangenheit konnte man für diesen Preis in DM umgerechnet ein einfaches Einfamilienhaus erwerben. Würden sich solche Leute auch outen, wenn es um den Kauf einer E-Klasse oder eines 5er BMW ginge?

Selbst die Regierung findet immer neue Möglichkeiten, Geld auszugeben. Ist das noch gerecht, wenn erst ab 100.000 € Brutto-Jahreseinkommen eine Zuzahlung zum Aufenthalt von nächsten Verwandten im Alterheim erfolgen soll. Das sind über 8.000 € im Monat. Auch wenn es brutto gerechnet wird, doch eine Menge Geld, oder? Können Sie sich vorstellen, wie rasant demnächst die Gruppe der knapp 100.000 € Verdienenden wächst?

Zurück zu Tesla, denn das Treiben dort hat eine noch viel beängstigendere Komponente. Noch nie hat man eine so große Gruppe wirklich nicht unbedarfter Menschen mit sehr großem Männeranteil gesehen, die so enthusiastisch jede noch so kleine Kleinigkeit bei einem Hersteller feiern. Die Auftritte von Elon Musk treiben einem bisweilen die Besorgnis ins Gesicht. Ist das noch normal, oder hat das schon Hype-Qualität?

Zweifellos ist bei Tesla in letzter Zeit mancher Fehler passiert, aber man konstatiert mit Staunen, wie selbst intelligente Menschen darüber hinweggehen. Natürlich trifft das nicht auf alle Tesla Fans zu und manche versuchen mit klugen Gedanken gegenzuhalten. Aber eines scheint alle zu vereinen, nämlich die Unmöglichkeit, sich von dieser Marke irgendwann einmal abzuwenden, so schlimm es auch käme.

Nein, totale Nüchternheit ist überhaupt nicht verlangt, Begeisterung für die Art der Fortbewegung mit einem Elektroauto sogar erwünscht. Aber die Auftritte von Musk zur Präsentation eines neuen Modells erreichen schon fast den Grad, als wäre der Erlöser auf die Erde zurückgekehrt. Das wäre vor einem Publikum voller unbedarfter Menschen noch nicht einmal das Problem, aber diese Auftritte werden in geschliffenem, aber hoch emotionalem Englisch in eigens dafür geschaffenen Videos nachgestellt.







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