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  Psychologie - Autos teurer?



Ja natürlich sind unsere Autos teurer geworden. Nein, wir nehmen jetzt keine Bilanzen auf, in denen noch DM-Zeiten auftauchen. Wir trauen der Umrechnung und dem statistischen Bundesamt erst recht nicht. Gefühlt hat der Euro das Leben deutlich verteuert, sich nach der Umstellung einen Schluck aus der Pulle genommen.

Und dann noch einen kräftigen zweiten, jetzt, wo so viele Umweltauflagen endgültig in die Autos eingebaut werden müssen und Strafen drohen. Aber man muss vorsichtig sein, denn ein gestiegener Neupreis kann auch durch größeren Spielraum bei den Rabatten begründet sein. Oder er kann nach gnadenlosen Rabattschlachten zur Wiedergesundung eingeführt werden.

Es kann allerdings auch sein, dass dieses alte System mit den oben zitierten Schlachten und endlosen Verhandlungen endet. Denn VW ist gerade dabei, Festpreise einzuführen und dem Handel nur noch einen Bonus zu zahlen. Wenn das Schule macht, gehen dann die Preise runter? Man darf wieder einmal zweifeln.

Es gibt allerdings auch eine Menge verkehrter Argumente. Z.B. wenn es um den Verbrauch geht. Da sind die entscheidenden Vorteile gegenüber früher schon lange ausgespielt. Wie lange ist es her, dass der Diesel diesen entscheidenden Sprung nach unten gemacht hat? Er ist nur erträglicher und wesentlich sauberer geworden, aber der Verbrauch ist im Grunde so geblieben.

Der Benziner war schon länger umweltfreundlich, hat aber trotz umfangreicher Maßnahmen kaum an Spritersparnis zugelegt, 10 Prozent vielleicht. Wie gesagt, frühere Zeiten sind hierbei ausgeblendet. Woran liegt das mangelnde Fortkommen? Komfort und Sicherheit haben eindeutig zugenommen. Die Auto sind nicht nur gewachsen, sondern durch zahlreiche Einbauten sogar noch schwerer geworden.

Brauchen wir eigentlich den ganzen Komfort?

Man argumentiert dagegen, dafür seinen die Antriebe ja auch stärker geworden. Das ist aber kein Argument für Mehrverbrauch, sondern eins für Ersparnis. Denn ein stärkerer Motor kann bei den immer noch im Prinzip gleichen Autobahngeschwindigkeiten im Prinzip in mittlerer Teillast betrieben werden. D.h. die Mehrleistung wird in den seltensten Fällen ausgenutzt.

Wenn Bänker/innen erklären sollen, dass der Wert einer Aktie nicht steigt, sprechen die immer von 'Seitwärtsentwicklung'. Wir kommen von einem bestimmten Stand nicht herunter, besonders, wenn man nicht die geschönten Zahlen der Hersteller, sondern die aus der Praxis nimmt. Den Vogel bei der Differenz schießen die PlugIn-Hybride ab.

Und es geht so weiter. Bei den E-Autos wird viel zu sehr auf die Reichweite geschaut. Da steckt zwar der Verbrauch mit drin, ist aber durch übermäßig viel Batteriekapazität ausgleichbar. Tesla fällt da auf, weil man sich einerseits bemüht, durch cW-günstige Autos Strom zu sparen, ihn aber durch Verluste beim Laden und allein schon über Nacht massenhaft uu verlieren scheint.

Auch VW ist kein Musterknabe. Man kann mit dem ID.3 offensichtlich nicht konstant 130 km/h fahren, bereut es beim Laden, weil man mit 100 oder 110 km/h überproportional viel weitergekommen wäre. Wir brauchen auch hier staatliche Vorgaben, weil es noch lange bis zu 100 Prozent erneuerbarer Energie dauernd wird und die dann auch noch nicht verschleudert werden sollte.

Womit wir letztlich wieder bei den Preiserhöhungen wären. Ich weiß nicht, ob Sie in letzter Zeit das Preischaos an den Ladesäulen verfolgt haben. Manche Fahrer/innen von E-Autos verbringen viel im Internet, nicht nur nach Routen mit möglichst schnellen und doch bezahlbaren Ladepunkten, sondern auch in Foren auf der Suche nach derzeit günstigen Ladekarten.

Durch den derzeitigen Run auf die E-Autos läuft vielleicht schon Mitte 2021 die Förderung aus. Dann kommen manche deutschen Hersteller gerade erst auf den Markt. Was ist denn dann mit den Preisen?







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