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1957-62 Porsche Formel 1/2



Modell 718/804, Boxer-Vierzylinder, Hubraum (Bohr. * Hub), 1.498 cm3 (85,0/66,0 mm * 66,0/54,6 mm), Verdichtung, 9,8/10,0 : 1, obenliegende Nockenwellen, V-förmig hängende Ventile, Gebläsekühlung, 2 Doppelvergaser, Trockensumpf-Schmierung, Ölkühler vorn, Drehmoment, 146/153 Nm bei 6.300/7.200/min, 77/132 kW (150/180 PS) bei 7.800/9.200/min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Sperrdifferenzial, Manuell-Sechsgang, synchronisiert, Radstand 2.100/2300 mm, Gitterrohrrahmen, Radaufhängung vorn: Kurbellenker/Doppelquerlenker, Dreh-/Schraubenstabfedern, Teleskopdämpfer, Radaufhängung hinten: Doppelquerlenker, Schraubenfedern, Teleskopdämpfer, Trommelbremsen v/h, Spindellenkung, Räder, v/h 5.50 - 15/6.00/6.50 - 15, Länge 3.700/3.600 mm, Tankinhalt 100 Liter, 250/- km/h, Leergewicht 417/455 kg,1957-1960/1961-1962

Zwei bei genauerem Hinsehen doch recht unterschiedliche Modelle, übrigens auch vom Erfolg, den sie jeweils hatten. Ab ca. 1957 entsteht der 718 RSK, etwas später als 718 RS bekannt. Eigentlich müsste die Fa. Porsche mit dem Bau von Monopostos Erfahrung haben.

Denn das allererste Auto nach dem Krieg war wohl der von Cisitella gebaute, mit Porsche-Technik versehene ebenfalls mit 1,5 Liter aber auch noch aufgeladen für Piero Dusio 1949. Diesmal also ein Auto konzipiert für die 1,5-Liter-Formel 2, gerade erst ins Leben gerufen.


Wie schon erwähnt, ist der 718 von seinem ersten Rennen auf dem Nürburgring Ende 1957 an sehr erfolgreich. Erst 1959 nimmt man allerdings offiziell an der Formel 2 teil. Der Wagen hat weitere technische Verbesserungen erfahren und das wird auch so bleiben.

Erst beim vierten Rennen in Aintree gelang Porsche der erste Sieg in dieser Saison. Mit 12 Punkten kommt man bei den Herstellern 1959 auf den dritten Platz. 1960 läuft noch viel besser, denn zusammen mit Cooper landet man mit jeweils 26 Punkten auf dem ersten Platz.

Es ist an dieser Stelle zu schwierig zu erklären, aber durch Reglement-Übernahmen findet sich Porsche1961 auf einmal in der Formel 1 wieder, ohne dass am Auto eigentlich viel geändert werden musste. Es ist wohl bei gleichem Hubraum nur die erlaubte Zylinderzahl erhöht worden.


So entsteht der Achtzylinder Typ 753, natürlich auch mit 1,5 Liter Hubraum. Die oben genannte Leistung gilt als noch leicht untertrieben. Der Radstand ist verlängert, vermutlich wegen der zwei Zylinder mehr und es gibt an dem Auto keine Drehstabfedern mehr (später doch wieder).

Und obwohl es den 718 in einem späteren Stadium mit Scheibenbremsen gegeben hat, setzt man beim ersten 804-Prototypen noch auf Trommelbremsen. Beim Vergleich der Fahrzeuge sollten Sie verstärkt auf die Höhe hinter dem Fahrer achten.

Hier schleppte das alte Modell immer noch den Gebläsekasten des Vierzylinders mit sich. Auch der Fuhrmann-Motor änderte daran nicht viel. Zum Käfer hin fehlte z.B. im 718 nur der Ölkühler. Der ist auch beim 804 vorne hinter einer entsprechenden Öffnung angeordnet.

Das liegende Gebläse ermöglicht eine viel weniger hohe und insgesamt stimmigere Karosserie. Sie ist auch nicht aus Aluminium, sondern aus GFK. Eigentlich wirkt der Wagen so, als könnte er zumindest ebenso erfolgreich wie der 718 sein.


Nein, er ist es nicht. Er stand während der ganzen Saison 1961 nicht zur Verfügung. Gleichzeitig konnte sich der 'alte' 718 gegenüber der Konkurrenz nicht halten, so sehr man z.B. durch Umstellung auf Benzineinspritzung indirekt und später auch direkt wohl mehr Leistung herausgeholt hat.

Beim Debut des neuen 804 kommt auch noch ein Unfall hinzu. Immerhin gelingt Dan Gurney in Frankreich der erste Sieg des 804. Allerdings holt er beim für Porsche so wichtigen Rennen auf dem Nürburgring nur den dritten Platz.

Porsche gibt diesen Teil des Rennsports auf, hat schließlich auch anderweitig genug zu tun. Eine kluge Entscheidung, denn weiter wird hier der Kampf zwischen den äußerst erfolgreichen Briten und Ferrari toben, wo man sich ab 1964 sogar für 1,5 Liter verteilt auf 12 Zylinder entscheidet.








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