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Porsche Carrera


So nicht ganz der Serie entsprechend . . .


kfz-tech.de/YPo3

Es ist höchste Zeit, einmal der Bezeichnung 'Carrera' nachzugehen. Sie hat ihren Ursprung in der erfolgreichen Teilnahme an der Carrera Americana. Im Spanischen bedeutete es ursprünglich 'Straße', wandelte sich dann aber zu 'Rennen' bzw. 'Wettfahrt'.

Aber auch das ins Deutsche abgeleitete Wort für 'Karriere' kommt hier zum Ausdruck, also z.B. im eigenen Beruf besonders erfolgreich zu sein. Der Fa. Porsche ist diese zusätzliche Bedeutung sicher nicht unangenehm, speichert sie doch Gründe, warum man sich ein solches Fahrzeug leisten kann.

Auch heute noch gibt es diese Bezeichnung bei Porsche-Fahrzeugen, inzwischen mit einer leichten Inflation am Heck von 911-Fahrzeugen. Zwischendurch zierte sie sogar das Heck von 924-Varianten. Den Startpunkt der Vergabe für Serienfahrzeuge bildet der Oktober 1955.

Es ist der erste Aufschlag des Fuhrmann-Motors im 356 A, damals noch mit 1,5 Liter und 74 kW (100 PS). Spätestens mit dem 356 B erhielten Wagen mit diesem Motor als 1,6 Liter und 85 kW (115 PS) die Bezeichnung, mit den Zweiliter sogar 'Carrera 2' genannt.

Viel später taucht die Zahl hinter dem 'Carrera' noch einmal auf, diesmal aber nicht auf den Hubraum des Motors hinweisend, sondern der Zahl der angetriebenen Räder, also als 'Carrera 2' und 'Carrera 4'. Da war die Bezeichnung aber schon längst vom 911er übernommen worden.

Anfänglich war man nach dessen Einführung beim 911 sehr zurückhaltend mit der Vergabe der Bezeichnung. Sie blieb Fahrzeugen vorbehalten, die im Motorsport agierten. Erst mit dem Paukenschlag des 911 Carrera RS 2.7 als Leichtbau-Coupé mit Heckflügel (Entenbürzel) kehrte er zurück.

Ab Modelljahr 1990 war beim 964 nicht mehr nur die Topversion mit der Bezeichnung 'Carrera' versehen, sondern auch die Standardversion, einfach der Typenbezeichnung '911' hinzugefügt. Eigenartig, weil es zu der Zeit schon neben dem 'RS' auch den 'Turbo' gab.

Das wurde noch 'schlimmer' mit dem 996 ab 1997, bei dem die Bezeichnung auch mit der Basismotorisierung kombiniert wurde. In dieser Generation gab es immerhin schon den 'GT3'. Und genau das ändert sich dann wieder ab dem Jahr 2000.

Der Porsche 911 Carrera (992) ist inzwischen wesentlich leistungsfähiger geworden, übertrifft die S-Version und sogar den Turbo der 80er Jahre. 'Carrera S' heißt er dann mit stärkeren Bremsen und oft mit Performance Paket als Serie.

Jetzt gibt es auch einen Carrera 4 oder 4S mit zusätzlichem Frontantrieb und sogar den Carrera Touring mit weniger Gewicht und Ausstattung, dafür aber auch sportlicher ausgelegt und den Carrera GTS mit endgültig mehr Leistung und ein halbes Rennauto.


Die Fahrzeuge mit der Bezeichnung 'Carrera' sind heute anders eingestuft. Sie symbolisieren Alltag und gleichzeitig eine gewisse Sportlichkeit, unter der aber die Alltagstauglichkeit nicht leiden darf, also ein 'normaler' Porsche für Straße und Reisen.


Daneben gibt es den Turbo. Der steht für maximale Performance. Hier ist die Leistung eines 'Supercars' gepaart mit Alltagstauglichkeit. Biturbo-Aufladung und Allrad sind serienmäßig, das Drehmoment ist 'aus dem Stand' heraus schon sehr hoch.


Ganz anders dagegen der GT3. Hier wird auf Komfort deutlich verzichtet, ein 'Rennwagen für die Straße'. Auf maximale Power durch Aufladung wurde bewusst verzichtet und stattdessen erhielt ein hochdrehender Saugmotor den Vorzug. Geringes Gewicht, Aerodynamik und Kurvenperformance sind gefragt.








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