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 1981 Porsche 944
Reihen-Vierzylinder, Bohr. * Hub, 2.479 cm3 (100,0 mm * 78,9 mm), Verdichtung, 10,6 : 1, 98 ROZ, Massenausgleich, 2 Wellen, Motorsteuerung OHC, 2 Zahnriemen, Hydrostößel, 2 Ventile je
Zylinder, Motronic, Drehmoment, 205 Nm bei 3000/min, 120 kW (163 PS) bei 5800/min, Frontmotor, längs, Transaxle-Bauweise, Manuell-Fünfgang, Dreigang-Automatik (optional), Radstand 2.400 mm, Aufhängung vorn,
McPherson, Aufhängung hinten, Schräglenker, Drehstabfederung, Bremsen v/h, Scheiben, innenbelüftet, 185/70 VR 15 oder 215/60 VR 15/16, Unterdruck-Bremskraftverstärker, Länge 4.200 mm, Breite 1.735 mm, Höhe
1.245 mm, cW-Wert, 0,35, Leergewicht ab 1.180 kg, Zul. Gesamtgewicht 1.500 kg, Dachlast 75 kg, 0-100 km/h in 8,4 s, 220 km/h, Kaufpreis, ab 38.900 DM, ein Jahr später 40.430 DM, Bauzeit 1981 - 1991.
Die schon oft erzählte Geschichte von dem unehelichen Kind 924 und dessen Lastwagenmotor ersparen wir uns. Es muss also ein von Porsche entwickeltes Aggregat in den Wagen, dann auch bei Porsche
produziert. Eigentlich müsste das ein V6 sein, aber es gibt den größeren Bruder 928.
So entwickelt sich die sehr seltsame Geschichte, an deren Ende Porsche, bekannt für sehr sportliche bzw. renntaugliche Motoren, den größten Vierzylinder der Geschichte bauen wird. Dann wird der Wagen
allerdings nicht mehr 944 heißen.
Aber wer glaubt, man habe den V8 des 928 quasi durchgesägt um daraus den 944-Motor herzustellen, der irrt sich. Er müsste als halber V8 um 45° nach rechts geneigt sein, es sollen aber 30° gewesen sein.
Er hat zwar den gleichen Hub, aber eine viel größere Bohrung.
Anders sind die 2,5 Liter als die Hälfe von 4,5 Liter auch nicht erklärbar. Insgesamt ist im Zylinderabstand schon der Keim für die späteren 3 Liter Hubraum gelegt. Wichtig in dem Zusammenhang, die Erwähnung
der beiden gegenläufigen Lanchester-Wellen.
| Angeblich ruhiger laufend als ein Sechszylinder. |
Allerdings ist er wie der 928-Motor durchgehend aus Leichtmetall, aus dem an den Open-Deck Zylindern das harte Silizium besonders herausgearbeitet wird und dessen Kolben eine Eisen- oder Chromschicht
aufweisen. Die Brennräume ermöglichen durch Quetschkanten die hohe Verdichtung.
| Hohe Verdichtung bringt niedrigeren Verbrauch. |
Viel mehr Elektronik regelt diesen Motor. Vorneweg ein Klopfsensor, der im Rahmen der Motronic die Zündung zurücknehmen kann. Dazu gehört eine L-Jetronic (928: K-Jetronic). Beide sind noch Vorläufer der
Benzin-Einspritzungen mit Lambdaregelung.
Der Wagen ist mit einem Kaufpreis zwischen 924 und 911 SC einer der größten Verkaufserfolge von Porsche überhaupt. 30.000 davon waren schon verkauft, da waren sie noch nicht gebaut. Vermutlich auch
deshalb die rasche Preiserhöhung.
| 1983 51 Prozent der gesamten Porsche-Produktion. |
Die Karosserie des 944 ist weniger aus dem 924, sondern eher dem 924 Carrera GT-Prototyp von 1979. Darauf deuten die breiten, weit nach unten gezogenen Kotflügel hin. Die charakteristische Front
unterstützt diese Aussage von Porsche.
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