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1962 Porsche 356 Carrera 2



Boxer-Vierzylinder, Hubraum (Bohr. * Hub), 1.966 cm3 (92,0 mm * 74,0 mm), Verdichtung, 9,5 : 1, OHV, Gebläsekühlung, 2 Doppelvergaser, Drehmoment, 162 bei 4.600/min, 96 kW (130 PS) bei 6.200min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Manuell-Viergang, Radstand 2.100 mm, Wendekreis 11,0 m, Radaufhängung vorn: Kurbellenker, Drehstabfeder, Teleskopdämpfer, Radaufhängung hinten: Pendelachse, Drehstabfedern, Teleskopdämpfer, Scheibenbremsen v/h, Spindellenkung, Räder, 5.60 - 15, Länge 4.010 mm, Breite 1.664 mm, Höhe 1.308 mm, cW -Wert 0,34, Tankinhalt 52,5 Liter, Leergewicht 950 kg + Fahrer(in), 210 km/h, 1962 - 1965.

Der 356 Carrera 2 ist einer der faszinierendsten und seltensten Porsche überhaupt. Besonders als 356 C Cabrio wurde er wohl nur etwas über dreißig Mal gebaut, von den Coupés gibt es ungefähr 100. Es hat den Carrera 2 auch als 356 B gegeben.

Der Carrera 2 war z.B. in USA etwa doppelt so teuer wie ein normaler 356. Auch als 1964 der 911 herauskam, existierte sogar ein ziemlicher Preisunterschied zu diesem. Über die Besonderheiten des Fuhrmann-Motors haben wir schon gesprochen.


Besonders selten sind die ersten Scheibenbremsen des Carrera 2, eine Entwicklung zusammen mit ATE. Sie sahen aus, als wären sie aus den Trommelbremsen entwickelt worden, hatten von innen greifende Bremszangen.

Porsche gab an, dadurch einen besonders großen Durchmesser der Bremsscheiben realisieren zu können. Allerdings scheint die Konstruktion die ungefederten Massen erhöht zu haben. Später erhielt der Carrera 2 als 356 C vier 'normale' Scheibenbremsen.

Gegenüber dem ersten 911 ist er trotzdem ein ganz anderes Auto geblieben, trotz gleichem Hubraum und gleicher Leistung. Er ist der technische Höhepunkt der 356-Baureihe, am Ende seiner Entwicklung im Gegensatz zum 911, der erst am Anfang derselben steht.

Fahrleistungen für die damalige Zeit beachtlich.

Die Leistungswerte sind beachtlich, die man mit dem 356 erreicht hat, aber auch zu einem bestimmten Preis. ChatGPT sagt, der Motor sei so kompliziert gewesen, dass viele Werkstätten ihn nicht gern anfassten. Seine Wartungskosten seien legendär gewesen.

Der Carrera 2 war deutlich leichter als der 911 mit sechs Zylindern, eher schmal, immer mit einer etwas zu großen Überdeckung der Kotflügel besonders vorn versehen, hatte eine direkte Lenkung, wirkte eher 'mechanisch', wie ein Rennwagen mit Straßenzulassung.

Der 911er war allein schon vom Motor her anders. Sechs Zylinder und sieben Hauptlager versprachen eine leistungsreiche Zukunft. Er war größer, komfortabler und hatte mehr Platz. Mit einem Wort, er kam deutlich moderner daher.

Allerdings hielt die Kundschaft lange Zeit nicht gerade am Carrera 2, wohl aber am 356 C fest. Porsche sah sich gezwungen, den 912 nachzuschieben, der die Kunden mit dem alter 356-Motor und 66 kW (90 PS) zu einem deutlich geringeren Kaufpreis abzuholen.









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