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1963 Porsche 356 B Carrera GS/GT



Boxer-Vierzylinder, Hubraum (Bohr. * Hub), 1.966 cm3 (92,0 mm * 74,0 mm), Verdichtung, 9,8 : 1, obenliegende Nockenwellen, V-förmig hängende Ventile, Gebläsekühlung, 2 Doppelvergaser, Drehmoment, 167 Nm bei 5.000/min, 118 kW (160 PS) bei 6.900/min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Manuell-Viergang, Radstand 2.100 mm, Wendekreis 11,0 m, Radaufhängung vorn: Kurbellenker, Drehstabfedern, Teleskopdämpfer, Radaufhängung hinten: Pendelachse, Drehstabfedern, Teleskopdämpfer, Scheibenbremsen v/h, Spindellenkung, Räder, 5.60 - 15, Länge 4.010 mm, Tankinhalt 80 Liter, 235 km/h, Leergewicht 825 kg, 1963

Wegen der Homologation durch den 356 B musste dieser Carrera GS/GT sich karosseriemäßig an dessen Maße halten, konnte also nur von der Ausformung her beim Luftwiderstand ein paar Punkte gutmachen. Sonst hätten selbst von diesem Carrera GS/GT 500 Stück gebaut werden müssen.

So kommt also eine der seltsamsten Bauformen heraus, die je auf das Chassis eines 356 gesetzt wurden. Die Bezeichnung 'Dreikantschaber' wurde ihm wohl wegen der eigenartigen Verlängerung des Glashauses nach hinten verliehen. Zur selben Zeit hat es so einen ähnlichen Versuch bei der Konzeption des 911 gegeben.

Aber das hier war gewiss kein Versuch, wie beim 911 aus einem 2+2 einen Viersitzer zu machen. Es ist ein reines Renngerät mit nur zwei dünnen Schalensitzen und spartanischer Inneneinrichtung und Scheiben aus Plexiglas. Wo immer möglich, wurde Gewicht gespart, gegenüber dem normalen Coupe knapp 200 kg.

Der Fuhrmann-Vierzylinder kommt hier mit 118 kW (160 PS) wieder zu seiner vermutlich höchsten Blüte. Die Kurbelwelle ist gleitgelagert. Der Motor hat über eine Trockensumpfschmierung immerhin acht Liter Öl, das Bordnetz 12 Volt, bei 356 keineswegs selbstverständlich.

Auf dem Video sieht man den Fuhrmann-Motor endlich einmal mit Sebring-Sportauspuff und einem dafür erstaunlich sanften Leerlauf. Der Erfolg bei der neu geschaffenen GT-Weltmeisterschaft ist ein Beweis für die Wirksamkeit des abrupten Endes im hinteren Dachbereich.

Es hat insgesamt nur zwei Exemplare dieses Fahrzeugs gegeben. Die waren ohnehin eine Übergangslösung zum nicht rechtzeitig fertig gewordenen 904 Carrera GTS. Man konnte also bei den handgeformten Karosserien mit dem Kamm-Heck Erfahrungen sammeln.

Der Dreikantschaber war kein gescheitertes Experiment, sondern der letzte und zugleich modernste Porsche 356 und der erste Vorbote der 904-Generation.









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