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 1960 Porsche 356 B 1600 GS Carrera GTL Abarth
Boxer-Vierzylinder, Hubraum (Bohr. * Hub), 1.966 cm3 (87,5 mm * 66,0 mm), Verdichtung, 9,8 : 1, obenliegende Nockenwellen, V-förmig hängende Ventile, Gebläsekühlung, 2 Doppelvergaser,
Drehmoment, 126 Nm bei 5.500/min, 118 kW (130 PS) bei 6.200/min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Manuell-Viergang, Radstand 2.100 mm, Wendekreis 11,0 m, Radaufhängung vorn: Kurbellenker, Drehstabfedern,
Teleskopdämpfer, Radaufhängung hinten: Pendelachse, Drehstabfedern, Teleskopdämpfer, Scheibenbremsen v/h, Spindellenkung, Räder, 5.60 - 15, Länge 3.876 mm (vermutlich ohne Auspuff), Tankinhalt 80 Liter, 230
km/h, Leergewicht 800 kg,
Produziert: 20, Kaufpreis: 25.000 DM, 1960
Das italienische Design merkt man ihm auch heute noch an. Er sticht heraus aus der Masse der 356er. Da kann selbst der Dreikantschaber nicht mithalten, der als eine Art legitimer Nachfolger gilt.
Ende der 1950er Jahre kommt der normale Porsche 356 als Rennwagen an seine Grenzen. Das Problem ist nicht der Motor, in der Rennversion als Sechszehnhunderter sogar bis zu 100 kW (135 PS) stark,
sondern die Aerodynamik.
Der 356 mit seiner die Räder breit überspannenden Karosserie und wegen der Höhe einer zu großen Querschnittsfläche konnte sich z.B. in Le Mans gegen Ferrari, Alfa Romeo oder Lotus nicht durchsetzen.
Außerdem war das Gewicht der Karosserie zu hoch.
Da Porsche ja ohnehin die Karosserien nicht selbst baute, konnte man deren Fertigung auch anderweitig vergeben. Traditionell hatte man sehr gute Kontakte nach Italien. Carlo Abarth griff zwar diesmal nicht in die
Motortechnik ein, organisierte aber das Zustandekommen des Neuen.
Zum Dank taucht er im Namenszug als 'Gran Turismo Leichtbau Abarth' auf. Der Entwurf wird Franco Scaglione zugeschrieben. Gebaut wurden die Wagen bei Ugo Zagato in
Turin und bei Abarth und in Stuttgart nachgearbeitet.
Wie bei den ersten Fahrzeugen von Porsche kehrt man für dieses Fahrzeug zum vollständigen Aluminiumbau zurück. Es wird nicht nur leichter, sondern auch schmaler und deutlich flacher mit einem fast
tropfenförmigen Dach, nach vorne deutlich verlängert.
Man schätzt, dass diese Abarth-Version ca. 100 bis 120 kg weniger Gewicht hat als ein vergleichbarer 356er. Der nach hinten unglaublich weit herausragende Sebring-Rennauspuff soll gegenüber dem normalen
Sportauspuff ca. 5 kW (7 PS) gebracht haben.
Angeblich war der Neue gegenüber den 356er Renn-Carreras auf der Mulsanne-Geraden fast 20 km/h schneller. Schon im ersten Versuch gewinnen Herbert Linge und Hans-Joachim Walter in Le Mans die GT-
1600-Klasse.
Weitere Klassensiege auch bei der Targo Florio, auf dem Nürburgring, in Goodwood und bei der Europa-Bergmeisterschaft folgen. Besonders zeichnet sich der Wagen dadurch aus, dass er in seiner Klasse oft
auch deutlich Kollegen besiegt. 20 echte GTL Abarth werden insgesamt gebaut. Kosten bei äußerst karger Ausstattung, damals ein kleines Vermögen.
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