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1950 Porsche 356



Boxer-Vierzylinder, Hubraum (Bohr. * Hub) 1.086 cm3 (73,5 mm * 64,0 mm), 1.286 cm3 (80,0 mm * 64,0 mm), 1.488 cm3 (80,0 mm * 74,0 mm), Verdichtung, 7,0 : 1, 6,5 : 1, 7,0 : 1, Motorsteuerung OHV, Gebläsekühlung, 70 Nm bei 2800/min, 81 Nm bei 2500/min, 102 Nm bei 3000/min, Leistung 29 kW (40 PS) bei 4200/min, 32 kW (44 PS) bei 4200/min, 60 kW (60 PS) bei 4400/min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Manuell-Viergang, Radstand 2.100 mm, Radaufhängung vorn, Kurbellenker, Drehstabfeder, Teleskopdämpfer, Radaufhängung hinten, Pendelachse, Drehstabfeder, Teleskopdämpfer, Bremsen, Trommeln, 230 mm, Lenkung, Spindel, Räder, 5.00 - 16, Länge 3.880 mm, Breite 1.660 mm, Höhe 1.300 mm, Leergewicht 745-830/810-830* kg + Fahrer(in), 140 km/h, 145 km/h, 160 km/h, Kaufpreis, - , 10.200 DM (1952), Bauzeit, 1950 - 1954, *Cabrio.


Schnell hat man erkannt, dass ein Mittelmotor-Porsche zwar sehr sportlich, aber auch recht unpraktisch und zudem mit Rohrrahmen auch teuer wäre. Deshalb geht es ab 1950 zurück zu den Anfängen. Man ist von Gmünd in Österreich nach Stuttgart zurückgekehrt, wo schon 1931 Porsche als Konstruktionsfirma existierte.


Weil das damalige Werk von den Amerikanern besetzt ist, quartiert man sich bei der gegenüberliegenden Karosseriefabrik Reutter ein, die man irgendwann später übernimmt. Die Zahl '356' steht für das nicht ganz exakt weitergezählte Projektmanagement der ursprünglichen Firma. Irgendwo darin müsste auch der VW-Käfer zu finden sein.


Man wird diese ersten Stahl-356 aus Stuttgart später der 'Vor-A' Serie zuordnen. Dabei ist der 1100er der ersten beiden Jahre spezifisch recht leistungsfähig, hat immerhin 12 kW (16 PS) mehr als der, von dem er abstammt. Das hat der VW-Käfer erst als 1300er 1965 erreicht. Die ersten Exemplare verfügen auch noch nicht über den Ölfilter und damit größeren Ölhaushalt.


Der Porsche hat sogar 0,5 mm weniger Bohrung, um in der sportlichen Konkurrenz unter die 1.100 cm3 zu kommen, allerdings eine rollengelagerte Kurbelwelle Und die zwei Vergaser mit dem geänderten Ansaugsystem sind von Anfang an dabei. Zu erkennen ist der Pre-A an seinem Knick in der Windschutzscheibe, zunächst zwei- später einteilig.


Wie schwierig die Produktionsverhältnisse sind, zeigen die Produktionszahlen von ca. 370 im ersten, noch unvollständigen Jahr 1950, gut 1.200 1951, ca. 1,250 1952, fast 2.000 1953, ca. 1.350 1954 und 2.450 1955, zusammen gut 8.620. Ende 1951 hat die Firma schon über 200 Mitarbeiter. Der erste Kaufpreis soll knapp unter 10.000 DM gelegen haben.


Die Stoßstangen sind zwar gut der Front und dem Heck angepasst, aber die Pre-A-Modelle sind deutlich an der geringen Spurweite im Verhältnis zur Karosserie erkennbar, die Räder vermögen die Kotflügel nicht ausreichend zu füllen. Ein Zeichen des ersten Baujahres: kleine runde Blinker befinden sich über rechteckigen Rückleuchten. 1952 erhält das Cabrio eine größere Heckscheibe.


Die erste Serie verfügt über das längs geteilte, unsynchronisierte Getriebe des Käfers, das erst später durch ein quer geteiltes mit Porsche-Synchronisation ersetzt wird. Der 1,5L-Motor kommt 1951 im Cabrio, erhält als 1500 S sogar 51 kW (70 PS) und zusätzlich ein 1300 S mit 44 kW (60 PS). Ab Ende 1954 werden dann die zweiteiligen VW-Kurbelgehäuse durch dreiteilige ersetzt, ab 1,3 Liter mit geschmiedeter Gleitlagerwelle.


Unten sehen Sie einen Nachteil des 356, der knappe vordere Gepäckraum. Da kommen Spezialanfertigungen von Taschen bzw. Koffern gerade recht. Bei den ganz frühen Versionen war auch noch zusätzlich ein Lattenrost im Gepäckraum nötig, weil die vordere Haube zu Undichtigkeiten neigte.








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