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911 - 1968
911 T/L/S B-6, 1991 cm3, 80,0 mm * 66,0 mm, Kurbelwelle 8-fach gelagert, 8,6/9,0/9,8 : 1, 2 Dreifachvergaser, OHC, Kipphebel,
Radialgebläse, Trockensumpf, 8 Liter, Spulenzündung, 157/175/179 Nm 4200/5200/5200/min, 81/96/118 kW (110/130/160 PS) bei 5.800/6100/6.600/min, Heckmotor, Hinterradantrieb, Sperrdifferenzial (optional), Manuell-
Fünfgang, halbautomatisches 4G-Getriebe (optional), Radstand 2.21 m, McPherson, Schräglenker, Drehstabfedern, Stabilisatoren (911 S), Zahnstange, Sicherheitslenksäule, (innenbelüftete) Scheiben, Ein-/Zweikreis,
Feststellbremse Trommeln in hinteren Scheiben, selbsttragende Karosserie, Länge 4,16 m, Breite1,61 m, Höhe 1,32 m, 4,5/5,5/5,5-Zoll-Felgen, 61,5 Liter, 1.020/1.020/1.080 kg + Fahrer/in, 200/218/225 km/h, Modelljahr
1968, 19.305/20.980/24.000 DM.
Der Wagen dürfte zu den eher unbekannten 911ern gehören, eine Art Zwischenmodell, nur im Modelljahr 1968 produziert. Der 911 S ist im Modelljahr 1967 als Spitzenmodell hinzugekommen. Mit ihm wurde
der 911 von der Höchstgeschwindigkeit her der Schnellste deutscher Produktion.
Bei den Daten oben beziehen wir uns auf die Auslieferungen in Deutschland. Die nach Nordamerika können abweichen. Alle drei 911er werden noch mit je zwei Dreifach-Vergasern betrieben. Allerdings
stammen die inzwischen nicht mehr von Solex, sondern von Weber.
Der 911 S hat nicht nur eine höhere Verdichtung, sondern auch eine höhere Nenndrehzahl. Dazu werden die Kolben und Pleuel verstärkt, die Ventile vergrößert, die Zündkerzen, Steuerzeiten und
Düsenbestückungen der Vergaser entsprechend angepasst.
Der Wagen hat jetzt Koni-Dämpfer, Stabilisatoren, innenbelüftete Scheibenbremsen und statt Stahl- jetzt Leichtmetallfelgen. Damit die Drehzahl nicht über 7.200 bzw. 7.400/min steigen kann, hat der Verteiler
einen durch Fliehkraft auslenkenden Drehzahlbegrenzer.
Gewisse Änderungen im Innenraum lassen den neuen 911 S wertiger erscheinen, u.a. durch Teppich-Fußmatten, verkleidetes Armaturenbrett und mehr Gummi auf Stoßstange, deren Hörner und Seitenleisten.
Handschuhfach und Schalthebelknauf werden verändert.
Wir erwähnen das so ausführlich, weil sich der 911 L als Profiteur der neuen Dreiteilung entpuppt, eigentlich mit dem 912 sogar eine Vierteilung. Neben diesem versteht sich der 911 Touring ebenfalls
als Einstiegsmodell. Aus dem früheren 911 wird jetzt der 911 L.
Da möchte man die Kunden hinhaben, der 911 L soll als der 'normale' 911 gelten. Während der Motor bis auf die Vergaser keineswegs neu ist, erhält die Luxus-Version die innenbelüfteten
Scheibenbremsen des 911 S. Alle drei Exemplare konnten für ca. 1.000 DM die Sportomatic erhalten.
Interessant sind die neuen Türgriffe (Bild oben), eins der neuen Sicherheitsmerkmale. An den Fondsitzen sind jetzt Gurte möglich, die Windschutzscheibe ist aus Verbundglas, das Armaturenbrett gepolstert.
5,5-Zoll-Felgen und Zweikreis-Bremsanlage runden das Bild ab.
Fazit: den 911 l gibt es nur in diesem einen Jahr. Er gilt als Brücke zum späteren 911 E wird deutlich vom T-Einstiegsmodell abgesetzt, der von der Ausstattung her eher mit dem 912 vergleichbar ist. Er hat
als unverkennbares Merkmal die 'Elefantenhaut'-Optik auf dem Armaturenbrett.
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