Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z



  F7     F9


 Buchladen

 Aufgaben/Tests

 Formelsammlung

 Motoröl-Finder




  Physik - Hydraulik 3



Es ist ungeheuer schwer, die Anwendung der Hydraulik auch nur für den Kfz-Bereich einzugrenzen. Im Kapitel Hydraulik 1 sind wir von Bau-Notwendigkeiten nach dem Krieg ausgegangen. Jetzt schauen wird uns an, wo denn im Kraftfahrzeug überall Flüssigkeiten vorhanden sind bzw. welche hinzukommen.


Das ist z.B. bei der Verschrottung eines Fahrzeugs bedeutsam. Da werden dann die verschiedenen Öle aus Motor, Getriebe und Achsantrieb abgelassen und getrennt entsorgt. Zusätzlich können andere Bauteile noch Öl enthalten, z.B. die Lenkung samt hydraulischer Unterstützung (Bilder oben) und auf jeden Fall die Schwingungsdämpfer (Bild unten).


Ziemlich lang sind die Wege, nach denen inzwischen das Kühlmittel verfolgt werden muss (Bild unten ein Bus). Durch Zusätze von Frostschutz, nachträglich hinzugefügten Dichtmitteln und solchen, die Undichtigkeiten erkennbar machen, muss es vielleicht ebenfalls entsorgt werden. Ganz bestimmt ist dies für Kältemittel der Fall.


Dann ist da natürlich der Tank und mit ihm eine Einspritzanlage (Bild unten), bei der zumindest der Kraftstofffilter eine größere Menge enthält. Beinahe hätten wir die Bremsanlage vergessen, deren Flüssigkeit ja auf jeden Fall vom Öl getrennt aufgefangen werden muss, weil es auf diese Weise leicht zu recyceln ist.


Die Hydrodynamik des Motoröls (Bild unten) an der Kurbelwelle hatten wir schon erwähnt. Hydrostatisch kommt es mit deutlichen Regelungseigenschaften bei der Motorsteuerung vor. Auch seine Trennung von dem in das Kurbelgehäuse vordringenden Druck ist durchaus eine Herausforderung.


Öl im Automatikgetriebe ist wohl mit Abstand am ähnlichsten einer normalen Hydraulikanlage unterwegs. Da gibt es ein Reservoir, woraus es gepumpt wird, eine Menge Regelventile (Bild unten), garniert mit Kupplungen, die inzwischen auch schon einen variablen Kraftschluss herstellen. Früher haben Automatiken sogar vollkommen ohne Elektronik funktioniert.


Nicht vergessen darf man dabei den Drehmomentwandler (Bild unten vom Stadtbus), der ja zurecht als 'hydrodynamisch' bezeichnet wird, nicht ganz einfach zu erklären. Aber auch eine einsame, durch enormes Motordrehmoment hoch belastete Hinterachse kann interessant sein, wenn sich über ihr ein Ölkühler befindet, dessen Durchfluss nicht durch eine Pumpe, sondern durch Zahnräder gewährleistet wird, die Öl unter Druck in dafür ausgerichteten Taschen schleudern.


Die Bilder ganz oben zeigen z.T. die hydraulische Servolenkung, wo nun wirklich das Steuermodul am Eintritt der Lenksäule und die Druckunterstützung für die jeweilige Lenkrichtung deutlich werden. Den Schwingungs- oder Stoßdämpfer gibt es für verschieden tiefgreifende Hydraulik. Im einfachsten Fall ist er durch die Bewegungen des Aufbaus seine eigene Pumpe, die z.B. bei Beladung für eine geänderte Federhöhe der Hinterachse sorgt.


Und dann geht das über eine magnetisierbare Flüssigkeit (Bild oben) oder diverse Ventile fast unübersehbar weiter. Man kann so eine Dämpfung sogar im Takt von Millisekunden verhärten. Für manche Eigner/innen wird es erst dann interessant, wenn das Fahrzeug entweder nah am Boden kauert oder wie wild zu tanzen beginnt. Das sind wegen der vielen nötigen Energie die Vorläufer der E- Autos.


Nein, ein Ende finden wir hier nur schwerlich, gibt es doch (auch in zwei Richtungen) ausfahrbare Stützen für Kranfahrzeuge und z.B. Wohnmobile. Die brauchen dann keinen extra horizontal ausgerichteten Stellplatz mehr zu suchen. Besonders nah ist allerdings heute jedem Auto die Bremshydraulik, fast unsichtbar, aber mit großer Wirkung, inzwischen auch auf das Fahrwerk. Übrigens, hier ist man stolz darauf, mit fast jeder neuen Generation kompakter zu werden.

Bei Rallyewagen spart man mit eingebauten Wagenhebern Zeit.

Haben wir jetzt annähernd alles? Bestimmt nicht, obwohl wir bewusst je ein Beispiel aus der Landwirtschaft und dem Lkw-Bereich für später vorhalten. Denn inzwischen gibt es sogar Studien, mit welchen Widerständen Kühlmittel den Motor durchströmt, besonders befördert durch die Tatsache, dass Pumpen elektrisch werden und dann jedes kW zählt.








Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller