Trennstellen

kfz-tech.de/YM935
Es könnte sein, dass uns das Thema noch auf die Füße fällt. Deshalb schon einmal andenken. Vielleicht fallen uns ja im Laufe der Zeit noch einzelne Probleme auf, und hoffentlich die Lösungen dazu.
Worauf Sie mit Sicherheit bisher noch nicht gekommen sind, so eine Anlage braucht Strom, umso mehr, je mehr Züge gleichzeitig unterwegs sein sollen. Deshalb können wir an dieser Stelle die
Schattenbahnhöfe schon einmal abhaken.
Denn hier soll nach unseren Planungen immer nur ein Zug unterwegs sein. Allerdings dürfen wir nicht nur den Strom für fahrende Züge betrachten, sondern auch die von diesem abgezweigten Ströme. Dazu aus
dem Bereich Straßenverkehr ein Beispiel.
Er wird ja ebenso über DCC gesteuert wie die Eisenbahn, allerdings getrennt von dieser. Wie im vorigen Kapitel ausgeführt, werden aber auch Leitungen zu den Häusern unter der Fahrbahndecke verlegt, was
eigentlich wiederum nicht ganz richtig ist.
Denn z.B. die Beleuchtung wird ebenso wie die Fahrzeuge gesteuert. Das bedeutet, wenn der Fahrdraht unter der Straße sowohl Signale als auch Power enthält, reicht es, diesen anzuzapfen, über einen
Decoder auszuwerten und einzelnen Beleuchtungsgruppen zuzuordnen.
Es wird also keine neuen Leitungen hin zu neuen Projekten geben. Das wiederum belastet allerdings die Stromaufnahme. Wäre nicht so schlimm, wir haben ja genug davon. Stimmt nicht, weil im Falle einer
Kollision oder eines Entgleisens Kurzschlüsse mit enormen Stromstärken entstehen können.
Im Moment orientieren wir uns an dem einst in unserem Besitz befindlichen ICE2 von Märklin. Da hatte das Netzteil 2 Ampere. Wir fühlen uns mit unseren nachgekauften Labornetzgeräten bei 2 A besonders
sicher, müssen aber noch testen unter welchen Bedingungen diese aufrecht erhalten werden.
Unser Thema sind die Trennstellen. Die werden nötig, je mehr so ein Teilnetz belastet wird. Angedacht ist, über eine Trennstelle hinweg zwar den Geber für die elektrische Leistung zu wechseln, aber die
gleichen Signale aufzuaddieren. Die Frage ist, geht das, wenn dort Verbindungen entstehen?
Das ist ja sehr leicht möglich, z.B. durch die sehr breiten Schleifer an den Autos bzw. Bussen. Bei der Eisenbahn ist es noch schlimmer, weil die Kontaktstellen gleich mehrfach vorhanden sind. Was passiert,
wenn man zwei solcherart gestaltete Netze miteinander verbindet?
Bei unseren zwei Kehrschleifen unten im tiefsten Schattenbahnhof und oben am Ende der Hauptstrecke haben wir entschieden, den Zug jeweils anzuhalten und dann mit dem umgepolten Signal weiter fahren
zu lassen. Umpolen heißt hier natürlich nicht, Plus und Minus zu vertauschen.
Das liefert das Gleis ja nicht, sondern eher ein dem Wechselstrom ähnliches Signal. Nur würde es nach unserer Meinung nicht funktionieren, dem gleichen Zug über die miteinander verbundenen Schleifer das
Ursprungs- und das umgepolte Signal zu geben.
Also kommt bei Kehrschleifen der gesamte Zug auf eine abgetrennte Strecke, die schaltet vom vorigen Signal auf das kommende und dann wird der Zug wieder angefahren. Wir wollen und können unseren
Lokdecodern nicht beibringen, wie sie das automatisch umstellen können.
| Ob der Zug dazu wirklich anhält, wir werden sehen. |
Eine Frage bleibt allerdings. Was passiert, wenn ein Zug oder ein Auto von einem Sektor in den anderen fährt, beide kurzzeitig miteinander verbindet und dabei nicht sozusagen umgepolt wird? Wir haben im
Moment noch kein eigenes lauffähiges digitales System, werden es aber ausprobieren.
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