Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Buchladen
 F7 F9



Nutzen des Selbstbaus



So langsam nerven auch die neu gekauften Sachen ein wenig, ebenso wie die für weniger Geld aber doch sehr wertvollen und entsprechend filigranen Dinge. Da müssen auch Erwachsene erhöhte Vorsicht walten lassen.

Sie nehmen eine Lok mit Kunststoffgehäuse und allen möglichen Anbauteilen einschließlich Geländer in die Hände und schon bricht etwas ab. Viel Aufwand es zu suchen und wieder anzukleben oder vollkommen neu zu drucken.

Modellbau sollte doch ein Spiel bleiben, Entspannung bringen und nicht des Öfteren erhöhte Aufmerksamkeit. Wir haben schon berichtet, wie schwierig die Einschätzung ist, ob es möglich ist, den neuem Märklin-ICE unfallfrei in drei Teile zu zerlegen.

Klar, wer so etwas jeden Tag macht, entwickelt schnell ein Gefühl dafür, wie stark er/sie ziehen darf. Der Laie traut sich deutlich weniger, hat einfach keine Einschätzung, wann da etwas bricht. Auch fürchtet er Abnutzung innerhalb der Kupplungen.

Und dann die riesigen Kartons, die man die ganze Zeit irgendwo verstauen muss. Natürlich nicht auf, sondern besser im Schrank, weil man nicht weiß, ob man den Staub nachher wieder rückstandslos entfernen kann. Es ist wirklich eine Qual.

Wie schön ist dagegen der Selbstbau. Man kauft möglichst nur Motor und Getriebe hinzu, da kann dann auch nichts dran passieren. Sollte aber jemals an der Hülle etwas abbrechen, dann fertigt man das ohne größere Probleme nach.

Einen aufzubewahrenden Karton gibt es erst gar nicht. Staub schadet nicht. Kriegt man den nicht mehr entfernt, bezeichnet man das Teil als 'extra gealtert' oder behandelt es, wie im vorigen Abschnitt beschrieben.

Der Zug, weil historisch, kommt Ihnen doch noch immer ein wenig zu kurz vor, na dann bauen Sie halt noch einen Waggon dazu. Sie haben neuere und bessere Informationen bezüglich des Aussehens und können jetzt auch Schiebetüren. Dann konstruieren Sie halt ein neues Gepäckwagen-Gehäuse.

Oder umgekehrt, das Exemplar, dem Sie nacheifern wollen, hat zwei Schiebetüren, die aber etwas zu leicht öffnen. Sie haben jedoch, außer im Bahnhof, noch nie einen fahrenden Gepäckwagen mit offenen Schiebetüren gesehen. Dann konstruieren sie eben einen mit festen Türen und freuen sich über die Vereinfachung der Konstruktion.

Für den Selbstbau macht ein Blick in den neusten Märklin-Katalog gleich doppelt Spaß. Ich gebe zu, wir hängen noch weit zurück, aber wenn wir dereinst aus dem Gröbsten raus sind, schauen wir dort Modelle an und haben fast das Gefühl, uns beinahe alles aus dem Katalog leisten zu können.

Auch kann man nie sonderlich betrogen werden, wenn die Anlage dereinst verkauft wird, auch wenn man selbst nicht mehr dabei ist, denn sie hat ja auch viel weniger gekostet. Und die Werkzeugmaschinen müssten sich dann längst amortisiert haben, können auch nicht so gnadenlos abgewertet werden wie eine alte Modellbahn.

Erstaunlich auch, was man z.T. für wenig Geld für eine Qualität bekommt. Noch vor zwei Wochen sahen wir ein Video, wo jemand eine neue V 200 von Märklin erworben hat, in einem exzellenten Design. Diese neuen Mattlacke sind ja ohne Fehl und Tadel, jeder kleinste Pinselstrich würde auffallen.

Kurze Zeit später wird uns das Gehäuse oben angeboten. Vielleicht sieht man es auf dem Bild nicht so gut wie in einem Video, aber auch dieses hat einen Lack bzw. einen Fotodruck in höchster Qualität. Niemand wollte es haben, so ist es uns für schlappe 27 € einschließlich Versand in die Hände gefallen.

Es ist im Gegensatz zu den Gehäusen unserer BR 101 und 185 aus Metall. Bauen wir zwei Drehgestelle ein mit je einem Motor, haben wir ein Unikat, das es so nicht gibt, zugstark bis zum Abwinken. Ja, die Pantographen fehlen noch, aber glauben Sie ernsthaft, dass wir den Preis eines Exemplars mit guter Qualität und 'nur' einem Motor auch nur annähernd erreichen?







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller