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Sehr spezifisches Problem 2



In unserem vorigen Kapitel zu diesem Problem 'Sehr spezifisches Problem 1' haben wir zwar eine Menge von Problemen gelöst, aber eigentlich mit einem noch ungelösten geendet. Das war die Frage der Beeinflussung von DCC-Loks vor Signalen.

Alles wurde ursprünglich ausgelöst durch die Entscheidung, eben gerade nicht die Züge einzeln durch einen zentralen Computer durch die Anlage zu führen, sondern, viel unkomplizierter, einfach nur zu starten und durch das Schienennetz fahren zu lassen.

Also welchen Zug aus dem Schattenbahnhof wollen wir auf der Präsentationsebene sehen, anklicken und dann selbstständig aus diesem Bahnhof hinaus sich auf Strecke begeben lassen, immer einen Block zwischen sich und dem vorigen Zug freilassend?

Nur noch zusätzlich Weichen und Signale stellen. Wir sind so spät dran mit der Realisierung unserer Anlage, bedingt durch Photovoltaik, Wärmepumpe und diverse Reparaturen, dass wir Vereinfachungen sehr gut brauchen können.

Bleibt die Frage offen, wie lässt man einen beliebigen Zug vor einem Signal auf Rot einigermaßen vorbildgerecht bremsen. Nein, die analoge Lösung mit langsamem Wegnehmen des Fahrstroms geht hier nicht, nur wenn wir schlagartig bremsen wollten.

ChatGPT hatte eine raffinierte Lösung, auf die wir so nicht gekommen wären, und die geht so: Man hat ja bei DCC eine wechselnde Polarität von sagen wir +18 V zu -18 V. Hier sollte jetzt eine der beiden Phasen so verändert werden, dass nur noch z.B. +18 V in diesem Fall -16 V gegenüberstehen.

Dies sollte unser selbstgebauter Decoder erkennen und entsprechend beginnen zu bremsen. So etwas wäre also eine zu den verschiedensten Zwecken auf der Anlage einsetzbare Lösung, einem beliebigen Decoder eine Nachricht von außen zukommen zu lassen. Muss man sich merken.

Uns hingegen ist die Lösung zu aufwendig, besonders im Hinblick auf mögliche Beschränkungen an unseren ATtiny. Wir haben uns daran erinnert, dass wir ja eine Abstandsregelung vorsehen wollen, hauptsächlich für den Straßenverkehr.

Es sollen also auch hier beliebige Fahrzeuge auf die Strecke gebracht werden können, die dann mit einer einigermaßen feinfühligen Abstandskontrolle hintereinander herfahren. Bei der Eisenbahn brauchen wir das eigentlich nicht, denn wir haben ja das Blocksystem mit Signalen.

Jedoch sind mit den Signalen die Ampeln im Straßenverkehr vergleichbar, die wir dort natürlich einsetzen wollen. Z.B. muss ja von einem Platz, wo die Autos gesammelt sind, an dem wir noch arbeiten, laufend welche in den fließenden Verkehr eingefädelt werden können.

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, wir wollen im Prinzip die Systeme für den Straßenverkehr und die Eisenbahn angleichen. Und jetzt kommt der Clou. Es soll egal sein, ob da ein verlassener Waggon auf der Schiene steht oder ein Signal bzw. eine Ampel auf Rot steht.

Letztere erhalten zusätzlich eine Infrarot-LED, die das gleiche Licht ausstrahlt wie das Heck des Waggons reflektiert. Das nehmen ein oder zwei IR-Sensoren vorne am Zug oder am Fahrzeug auf und der ATtiny hat gefälligst darauf zu reagieren.







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