Nachtrag

Wir beziehen uns auch hier auf das Video aus dem vorigen Kapitel und kommen noch kurz auf das Thema Motivation zurück. Ja, Tagebuch schreiben kann helfen, es muss ja nicht so ausführlich sein wie bei
uns. Vielleicht helfen ja auch nur Stichworte.
Denn erstaunlicherweise braucht man bisweilen Informationen, wie man an dieser oder jener Stelle beim Bau der Anlage gedacht hat, die man gerne wieder aufgreifen möchte, an die man sich aber nicht mehr
erinnern kann.
Wir haben mit unseren Büchern sogar noch eine besondere Idee, nämlich irgendwann bestimmte Themen wie die Elektronik, den Straßenbau, die Reparatur oder Geschick bei Ebay in besonderen Büchern zu
extrahieren. Wie gut, dass Einstellen von Büchern kostenlos ist.
Kommen wir zum uns am wenigsten betreffenden Punkt der Videos, der Temperatur. Der Raum mit der Anlage ist durch die Hanglage des Hauses an drei Seiten unter der Erde. Die vierte Seite schaut durch
große Fensterscheiben nach Süden.
Beheizt wird er nie und ich selbst schlafe auch ab und zu dort, allerdings mit geöffneter Tür nach draußen und herabgelassenen Rollläden. Unterschiedliche Wärmeausdehnung scheint kein Thema zu sein. Die
im Video gezeigten Fugen zwischen Schienen sind für uns inakzeptabel.
Kommen wir zur Belastung mit Staub. Wir haben den alten Staubsauger behalten, obwohl sein Lärm unerträglich wurde. Er ist jetzt unter der Drehmaschine fest installiert, kann also jederzeit für die Abfuhr von
Spänen aktiviert werden.
Grundsätzlich sind wir damit in unserer Werkstatt getrennt vom Raum der Anlage. Soll diese abgesaugt werden, wechseln wir zu einem Staubbeutel, den wir am Ende vor der Entsorgung aufschlitzen und
sorgfältig durchsuchen. Grundsätzlich ist auf der Anlage alles fest, also z.B. kein Streumaterial.
| Wir könnten sogar eine Winterlandschaft herstellen und später absaugen. |
Es bildet sich natürlich trotzdem Staub, der eigentlich uns nur stört, wenn er sich auf die Schienen legt. Um dies zu bekämpfen, haben wir schon einmal ein Konzept der Stromaufnahme durch den kompletten
Zug vorgelegt.
Wir wollen im Prinzip nur einen Zug so konzipieren. Dazu gehören als wichtigstes Merkmal stromführende Magnetkupplungen, die wir möglich bald mit gekauften Magneten selbst herzustellen hoffen. Damit
kann der Strom schon einmal durch den kompletten Zug geleitet werden.
Zweites Merkmal sollen die Metallräder an jedem Waggon sein. Stellen Sie sich jetzt vor, jeder der beiden von den Schienen aufzunehmenden Pole wandert durch Umwickeln und vorsichtiges In-sich-Verlöten
an mindestens eine Achse der Waggons.
Danach wird er weitergegeben zum nächsten Anhänger. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Personen- oder einen Güterzug handelt. Es gilt das Prinzip, je länger desto besser. Und genau dieser Zug wird
nach längerem Nichtbesuch der Anlage über alle Streckenteile losgeschickt.
Der könnte natürlich zusätzlich mit Kondensatoren und einem Reinigungswagen ausgerüstet werden, aber das wird alles noch Teil der Erprobung sein. Wichtig ist, dass er nicht irgendwo angeschoben werden
muss.
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