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Geräuschdämmung 1



Irgendwann müssen wir dieses schwierige Thema ansprechen, besonders wo wir unmittelbar vor dem Wiederaufbau unserer Anlage stehen. Aber keine Sorge, wir beginnen erst einmal mit den Märklin-Gleisen, von denen wir auch welche im Vordergrund der Anlage verbauen werden.

Nein, das alte M-Gleis ist damit nicht gemeint. Hier ist vermutlich jegliche Geräuschdämmung verloren. Außerdem wäre das auch nun wirklich nicht sinnvoll auf Zweileiter-System umstellbar gewesen. Also, wir kümmern uns jetzt um das C-Gleis.

Warum kann man es durchaus als laut empfinden? Da ist zunächst der umbaute Hohlraum. Zu prüfen wäre, ob es etwas bringt, die durch Demontieren der Puko-Leiste entstandenen Öffnungen zunächst einmal offen zu lassen.

Während der Hohlraum wie ein Resonanzkörper wirkt, überträgt die Gleisbettung den sogenannten Körperschall (hat nichts mit dem menschlichen Körper zu tun) auf das Holz darunter, wobei wir den Kunststoff des C-Gleises sogar noch als einigermaßen flexibel empfinden.

Wie schon erwähnt, haben wir das C-Gleis im Laufe unserer Versuche lieben gelernt. Gut ist allerdings, dass wir es nur für Geradeaus und Kurven verwenden, denn der integrierte Weichenmotor ist nicht nur teuer, er verstärkt anscheinend noch die Übertragung von Körperschall.

Das wird ja bei uns ein entfernt arbeitender Motor sein, weit weg vom Krach, den ein Elektromagnet macht, wenn auch nur kurz. Wir führen eventuell Kabel durch den Hohlraum, müssen uns also überlegen, ob wir ihn noch zusätzlich füllen.

Es folgt bei uns die Todsünde jeglicher Schallisolierung, das Festschrauben. Es steht an erster Stelle bei den Tipps, was man nicht machen soll. Es soll sogar Leute geben, die Gleise festnageln, hoffentlich mit einer Art Dorn, um die Schienen nicht möglicherweise zu demolieren.

Nein, wir sind vom Festschrauben nicht abzubringen. Zum Kleben wird geraten, wenn man die Gleise nicht wiederverwenden will. Wie bitte, hat da niemand auf den Preis auch gebrauchter C-Gleise geschaut? Wir verschrauben sogar noch unsere alten Pappschienen im Schattenbahnhof.

Wenn wir uns die ganzen, zu diesem Thema vorgeschlagenen Dämmmaterialien anschauen, dann finden wir die Pappe der alten Gleise gar nicht so schlecht. Das Bild oben zeigt noch einmal etwas genauer unsere Idee des Festschraubens.

Sie sehen zwei wirklich alte Gleise, sogar noch mit Mittelleiter. Da diese Gleise nur in den Schattenbahnhöfen verlegt werden, kümmern wir uns nicht darum, entfernen diese aber auch nicht. Wir sorgen sogar für eine Verbindung, sollten wir sie irgendwann brauchen.

So, und jetzt müssen Sie genau aufpassen. Die Verbindungen zwischen den Schienen werden versetzt angeordnet, oben hier z.B. um eine halbe Schiene nach links. Egal wie viel, das Versetzen ist wichtig. Die Scheiben haben ein runde und eine abgeschnittene Seite.

Wir haben noch kein Gerät, wie wir die vermutlich 1.000 Scheiben möglichst schnell abschneiden können. Das sehr stabile Schneidegerät für die Lamellen des Laminats ist jedenfalls ungeeignet. Notfalls schaffen wir da noch etwas an.

Bitte schauen Sie genau hin. Bei der linken Scheibe ist die abgeschnittene Seite oben, weil dort die beiden Schienen zusammenkommen. Das Gleiche nach unten hin mit der rechten Scheibe. Der Grund, durch mitgeführten Klingeldraht wird hier die Stromversorgung sichergestellt.

Da man aber nicht die beiden inneren Schienen miteinander verbinden darf, kommt die jeweils andere Seite der Scheiben nur auf Pappe und berührt das Gleis nicht. Und genau das, so bilden wir uns jedenfalls ein, ist unsere Geräuschdämmung im Schattenbahnhof.

Zusätzlich sind die Befestigungsschrauben der Scheiben so klein, dass sie zwar den durchgezogenen und an diesen Stellen isolierten Klingeldraht mit den Scheiben verbinden, sich selbst aber nicht. Freilich gehört dazu noch eine gut isolierende Unterlagscheibe aus Gummi.







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