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Geht's noch?



kfz-tech.de/YM122

Warum ärgern wir uns eigentlich über solche Leute? Sollen Sie doch in ihren Kellern oder auf ihren Dachböden machen, was sie wollen. Ist doch deren Sache. Wären da nicht diese Videos mit diesen völlig 'overdressten' Modellbahnen, die YouTube überfluten.

Haben Schreinereien zu wenig zu tun, oder warum wenden sie sich mit solcher Vehemenz dem Modellbau zu, übrigens ein Hobby, das sich aus vielen Bereichen zusammensetzt, nicht nur dem Umgang mit Holz, und eigentlich sehr die Phantasie fördert.

Es mag ja sein, dass wir im Modellbau nicht nur Handel mit neuen Teilen, sondern auch mit gebrauchtem Material brauchen, aber auch Produktion von ganzen Anlagen? Ist das zu viel verlangt, den eigenen Wald Bäumchen für Bäumchen selbst zusammenzustellen?

170 kg Holz sind, auch wenn nicht alles hier verwendet wird, für eine Anlage von 2,60 m x 1,40 m einfach zu viel, Tischlerplatten und solches aus feinsten Multiplex-Lagen. Und dann muss bei der Konstruktion auch noch eine Teilung berücksichtigt werden.

Ist das noch in irgendeiner Weise normal oder schon wieder typisch übertrieben? Was für ein Aufwand und dann auch noch acht statt vier Rollen. Nun kosten die nicht die Welt, aber ist hier noch der Nutzen im Verhältnis zum Aufwand gegeben?

Das ist das berühmte Überdimensionieren von Fachleuten, von uns im Moment auch bei Elektrikern zu beobachten. Es kommt von hohen Stundenlöhnen im Vergleich zu den Materialkosten und führt oft genug zu Verschwendung.

Kleinste Anlagen auch noch aufwendig teilen, damit man sie besser transportieren kann. Warum muss so etwas in einer Schreinerei mit besonders kleinen Lieferwagen entstehen? Wer dient hier wem, der Handwerker dem Kunden oder umgekehrt?

Durch die Zweiteilung: Beine mit Rollen direkt nebeneinander.

Gegen den Untertisch kann man wenig einwenden, außer vielleicht, dass er auch zum Gießen einer Betondecke dienen könnte. Man will eben zu einer stabilen geraden Fläche kommen. Immerhin ist es die Ebene des Schattenbahnhofs und nicht die der Präsentation.

Wäre sie allerdings teilweise schräg, dann hätte man schon direkt eine Auffahrt. Nein, die wird noch einmal zusätzlich aufgelegt. So denkt der Mensch: Erst einmal die Grundstruktur und dann noch eine zweite oben drauf. Wie bei sehr alten Autos: Leiterrahmen und Karosserie extra.

Üppig, um nicht zu sagen bräsig ist dieser sogenannte Schattenbahnhof. Ziehen Sie die unbedingt nötige Rundumfahrt und die toten Gleise ab, bleiben gerade einmal Abstellplätze für vier Züge übrig. Der Rest kommt in die Vitrine, die eine Schreinerei vielleicht auch liefern kann.

Jetzt schon mehr tote Gleise als solche mit Durchfahrt.

Moosgummi, wohin das Auge blickt. Unklar, wie die Schienen darauf befestigt werden, wenn durchgeschraubt, dann entbehrt das Ganze jeglichen Sinnes. Inzwischen ist aus der Modellbahn mit Holz- Unterstützung ein Holzlandschaft entstanden, durch die mit Mühe gerade noch eine Modellbahn ihren Weg finden kann.

Unterschätzt haben wir allerdings die Fähigkeiten eines 'Holzwurms' als Elektriker. Unglaublich, was da an Elektrik eingebaut wird. Wenn man bedenkt, dass bei Blöcken dazwischen vielleicht vier Züge gleichzeitig fahren können.

U.a. eingebaut:

4 LoDi-Operator ab je 160 €
1 LoDi S88 Commander ab 160 €

Der große Gag kommt aber noch bei der Probefahrt. Obwohl man mit dem Abstand zwischen den Gleisen (durch Märklin bedingt) nicht gespart hat, können auf der Anlage trotzdem keine längeren Personenwagen gefahren werden, weil da irgendeine Brücke so platziert ist, dass es dort eine Kollision geben würde.







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