Es ist vollbracht! (4)

Hier sehen Sie das, wovon wir diesmal ausgehen, eine 45°-Kurve. Eigentlich fehlt gar nicht mehr viel, nur noch die Löcher für die Pukos und Begrenzungen für die Verbinder. Eigentlich müsste man ja
'Bohrungen für die Pukos' heißen, aber es sind echt rechteckige Löcher.
Die müssen jetzt so verteilt werden, dass die Puko-Leiste von Märklin da genau reinpasst. Sie werden sehen, das ist eine kleine Herausforderung. Unten haben wir die Kreise für die Puko-Leisten eingetragen,
373 mm und 395 mm, 11 mm voneinander entfernt.

Wenn man einen Kreisbogen von 395 mm Durchmesser hat, wie viel ° von den 360° macht dann ein Stück des Durchmessers von 7.5 mm Länge aus? Eigentlich doch ganz einfach. Man rechnet wieder den
Umfang aus, der laut 'Es ist vollbracht (3)' 1240 mm betrug und teilt den durch 7,5 mm.
Das ergibt dann abgerundet 165. Kommt das denn hin, wenn jedes der acht Gleise eines Vollkreise 8 mal 21 Pukos hat. Nicht ganz, denn das ergibt 168 Pukos. Aber das hatten wir schon, denn am Ende
unserer geraden Stücke blieben auch nicht immer 7,5 mm geteilt durch 2 übrig, sondern weniger.
Von den Enden abgesehen sind also 360° geteilt durch 165 gleich 2,18° zu verteilen und zwar 160 Mal. Das macht aufgerundet 349°. Bleiben noch 11° übrig für 16 Enden. Das sind mit nur 0,7° verdammt
wenig. So einen Winkel können wir in Creo (noch) nicht darstellen.
Wieviel Millimeter wären das denn? 1240 mm durch 360° mal 0,7° ergeben 2,4 mm. Was hält uns davon ab, mit 2,4 mm zu beginnen und dann mit 7,5 mm weiter zu machen? Gesagt getan. Dadurch entsteht
die untere Öffnung auf dem Bild unten.

Und wie entsteht die obere? Wir haben einfach den Schnittpunkt zwischen oberer Kante und dem Kreis mit 395 mm Durchmesser als Mittelpunkt eines Kreises mit 2.75 mm (3.75 mm - 1 mm) genommen und
den oberen Schnittpunkt mit dem 395er Kreis mit dessen Mittelpunkt verbunden.
Diese Verbindung kann man direkt als Mittellinie ausführen und die ist dann die Achse, um die der schon vorhandene Puko geklappt wird. Der Rest wird Sie an das Verfahren beim graden Straßenstück
erinnern, nämlich die untere Öffnung über die Mittellinie hinweg nach oben klappen und damit kopieren.
Und genauso machen wir weiter, immer mit der Funktion 'Spiegeln'. Am Ende haben wir 16 Pukos und müssen dann nur noch 5 spiegeln. Das wäre also die äußere Reihe. Innen haben wir es mit einem
Durchmesser von 373 zu tun, ergibt 1710 mm Umfang.
Ein Achtel davon wären 146 mm. Wie viele Male kriegen wir darin 3,75 untergebracht? 39 sind die darin enthalten und zwar ziemlich glatt. Wir beginnen jetzt mit der Hälfte von 3,75 mm gleich 1,98 mm und
hoffen, dann nach 19 Löchern den gleichen Betrag übrig zu haben.

Können Sie die beiden kompletten Lochreihen erkennen. Es war am Ende doch viel Arbeit. Denken Sie daran: Löschen Sie immer so viel wie möglich und wählen Sie möglichst nicht 'Alle' beim Spiegeln. Was
da alles verdoppelt wird, das haben Sie bei komplexeren Zeichnungen nicht im Griff.

Was für ein Wahnsinn. Immerhin, wenn Sie einen Bogen haben, dann ergeben sich die anderen wie von selbst. Den Test, aus dem Skizzenmodus heraus zu kommen, hat die Zeichnung schon bestanden. Ob
auch die Poku-Leisten passen, sehen wir nach dem Druck morgen.

Unten noch einmal die Innenseite. Die Puko-Leiste wird also so lange angedrückt, bis sie auf den Blöcken zwischen den Löchern aufliegt. Dadurch müssten die Pukos dann um ein definiertes Maß überstehen
und für einen sicheren Kontakt sorgen.

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