Einführung

Manchmal denken wir, dass wir den Modellbau nur deswegen betreiben, um uns digital einmal so richtig austoben zu können. Der Gedanke ist jetzt nicht von uns, aber manche Ämter würden denken, wenn sie
nur alles in pdf-Form statt auf Papier hätten, das sei schon 'digital'.
Das Problem, was wirklich 'digital' heißt, das haben wir vermutlich selbst noch nicht ganz erfasst. Denn im Prinzip sind es nur zwei Leitungen, deren Inhalt wir im Grunde noch nicht einmal mit Gleich- oder
Wechselstrom beschreiben können, die durch die gesamte Anlage verlaufen.
Also nach unseren Träumen noch nicht einmal als Kabel, sondern durch die Schienen. Und natürlich nicht nur für die Antriebe von Zügen und eventuell sogar individuell deren Beleuchtung. Nein, könnte sein
schlicht und einfach für alles.
Dazu würden Weichen, Signale und jedwede Beleuchtung einzelner Gebäude, womöglich sogar einzelner Zimmer gehören. Wir müssten jetzt nachschauen, wie viele Adressen unter DCC überhaupt möglich wären.
Natürlich sind noch die Gebäude mit den Schienen zu verbinden.
Natürlich geht das nicht mit einem einzigen Stromkreis. Wir brauchen mehrere und das kann u.U. schon einmal etwas Aufwand an der Hinführung der beiden Kabel bedeuten (Pole kann man eigentlich nicht
sagen). Wir lösen das noch mit Laborgeräten.
Aber natürlich kann man dies noch mit eigener Elektronik nachbauen und damit preiswerter machen. Es geht darum, den Stromverbrauch jeweils so zu senken, das zu viel Verbrauch oder ein Kurzschluss
durch Entgleisung sehr schnell erkannt und abgeschaltet wird.
Also kleine Einheiten mit wenig erlaubtem Verbrauch von allerhöchstens sagen wir drei Zügen gleichzeitig. Dazwischen darf dann auch schon einmal eine Weiche gestellt werden. Dann ist aber Schluss. Bei
zwei oder drei Ampere muss die Abschalteinrichtung zuschlagen.
Deshalb können wir auch keine Spannungsspitzen zulassen. Die Elektromagneten unserer Weichen bleiben unangetastet. Wir verstellen weich mit Stellmotoren. Das ist dann wenig zusätzliche Last. Und
natürlich wird immer nur eine Weichensteuerung zur gleichen Zeit beauftragt.
Wir arbeiten also mit einer Art dezentraler Versorgung, aber gleichzeitig einer einzigen Signalgebung für die ganze Anlage. Damit diese für die verschiedenen Stromkreise immer gleich ist, muss jede neue
Stromversorgung das Signal auslesen und auf sich selbst übertragen.
Es muss also ein und dasselbe Signal an jeder Stelle der zwei Leitungen abgreifbar sein. Wer es abgreift, z.B. ein Arduino, der für bis zu 50 Weichen und mehr zuständig ist, muss auch die Stromversorgung
mit übernehmen können.
Natürlich könnte das im Einzelfall auch von einer zusätzlichen Stromversorgung gemacht werden, weil dieser Arduino vielleicht nicht über das DCC-Signal verfügt, sondern eine USB-Verbindung mit der Zentralstation
sein kann, die in diesem Fall ein Rechner wäre.
Aber noch immer sind wir der Meinung, zunächst bis an die Grenzen einer Mobile Station 2 gehen zu müssen. Wie anfangs erwähnt, wir nutzen den Modellbau eigentlich nicht als Möglichkeit, bestimmte
Dinge auch digital erledigen zu können.
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