Das Ende planen?

Natürlich hat man als Besitzer einer Modellbahn größte Bedenken, wenn man das Motto des obigen Videos sieht und wenn man es gesehen hat, weiß man, es ist als eine Art Warnung gemeint. Das man
Bargeld erhält, sagt ja nichts darüber aus, wie viel oder eher wie wenig.
Man hat fast das Gefühl, man stirbt eher, bevor die Anlage auch nur annähernd fertig wird. Dann ist es einfacher, sie in Teilen zu verticken, aber eben nur für diese sogenannten Profis mit den Dollarzeichen in
den Augen. Was für abstruse Gedanken!
Lebt man für die Erben oder eben in allererster Linie für sich selbst? Kann man nicht bei einem so wenig lebensbeherrschenden Thema wie 'Modellbau' einfach sagen: Nach mir die Sintflut? Es war schön mit
Dir (gemeint ist die Anlage, kein Mensch), aber jetzt ist es Zeit zu gehen.
Brauchen die Erben die durch den Verkauf zu erzielenden Beträge, tut man ihnen überhaupt einen Gefallen damit? Vielleicht nicht, aber diese Geier sollen es jedenfalls nicht haben, wofür man viel Zeit
investiert, oft lange recherchiert und am Ende auch noch gefeilscht hat.
Das Video erörtert die Möglichkeit der Tabellierung, sogar mit Gestehungspreisen. Da müssten wir uns beeilen, denn die Buchführung der eigenen Käufe bei Ebay reicht nicht ewig weit. Ist das eine gute
Methode, die Erben zumindest an ein paar Fakten zu binden?
Es reicht uns hier bei weitem die Vorstellung, das bei unserer Anlage zu machen, wobei wir ja noch nicht einmal wissen, ob wir alles behalten, was wir im Moment besitzen. Im Video werden zwei Eurokisten
mit Fahrzeugmodellen erwähnt, für deren Erfassung 5 ½ Stunden draufgegangen sind.
Nein danke, für uns hört sich das nach einer Katastrophe an, obwohl wir ja immerhin die Spalte sparen könnten, wo sich die originalen Verpackungen befinden. Und wirklich, würden Sie auch nur annähernd
wissen wollen, wie viel Sie für Ihr Hobby insgesamt ausgegeben haben?
Stattdessen sollten wir den Blick in die Zukunft richten. Wenn wir überlegen, was wir alleine schon seit unserem späten Beginn des Neuanfangs dazugelernt haben, im Moment z.B. durch eine Anlage, uns
nach gewissen Investitionen kostenlos Strom zu beschaffen.
Also vollzieht sich der Prozess unseres Neuanfangs innerlich, zum Teil einer Entwicklung zu werden, mitmachen zu können. Ob das z.B. mit KI noch weiter so geht? Die früher übliche Verkabelung haben wir
ja schon zu einem großen Teil abgeschafft.
Auch an der möglichen Virtualität haben wir schon gearbeitet, indem wir Züge aus der Wirklichkeit herausfahren lassen. Wer jemals so eine seltsame Brille aufgesetzt und auf einem simplen Stuhl Platz
genommen hat, weiß, was es heißt, sich danach im Innenraum und am Steuer eines Autos zu fühlen.
Vielleicht löst sich ja die mühsam erstellte Anlage auf einmal von alleine auf. Dann können wir den realen Teil ja auch selbst noch Stück für Stück verkaufen. Für Sie kein tröstlicher Gedanke, auch wenn Sie
ihre Lieblingslok behalten dürften? Sie hätten den Leuten mit den Dollarzeichen in den Augen ein Schnippchen geschlagen.
Sie glauben nicht an eine solche Zukunft? Wir haben anfangs auch nicht geglaubt, dass im Prinzip die beiden Schienen als Verkabelung und ein Smartphone zur Steuerung reichen. Als Trost hier noch ein
letzter Tipp: Vererben Sie Ihre Anlage an möglichst viele junge Verwandte gleichzeitig.
| Was wird aus diesen vielen, wunderschönen Anlagen werden? |
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