Aufräumen

Es ist eigentlich unglaublich, was man irgendwann einmal in großen Kisten wiederfindet, wenn man sie längere Zeit zugelassen hat. Das ist besonders zu merken, wenn man zu den sogenannten Aufkäufern/innen
von Konvoluten gehört.
Wir haben das eigentlich nur einmal gemacht, nach Hause gekommen einmal in die großen Kisten reingeschaut, das offensichtlich Wertvollste entnommen, uns daran riesig gefreut, aber dann irgendwann
wieder zurückgelegt wegen Schwierigkeiten bei der Zuordnung.
Leert man solche Kisten wirklich komplett, dann sind die Schwierigkeiten, die man dabei hat, nichts gegen die Dramen, die sich in den Kisten wiederfinden. Da braucht man eine geschlagene Stunde, um z.B.
von einer Seilbahn auch nur die Teile ohne Verluste voneinander zu trennen.
Das spiegelt so ein wenig das Ende einer Partnerschaft zwischen Anwender/in und gedemütigter Praxis wider. Einfach alles irgendwie in das so wichtige Seil eingewickelt, Knoten, egal, Hauptsache
verpackt, aus den Augen aus dem Sinn.
Irgendwelche sinnvolle Zuordnungen sind nicht mehr zu erkennen. Und je weiter man kommt, umso mehr nähert man sich den Kleinteilen auf dem Grund der Kiste. Die Kleinteiligkeit bei deren Sortierung nagt
beflissentlich an der Motivation.
Wie lange dauert es, bis man überhaupt eine große Kiste frei bekommt, um diese dann als Teil eines Neubeginns nutzen zu können. Man muss schon sehr große Räume haben, weil sich die verschiedenen
Häufchen oder Kartons vermehren.
Wir würden zum Wohnzimmer raten. Warum? Weil das hier echt wehtut, wenn das Chaos hier länger als ein oder zwei Tage anhält. Verlegt man das Ordnen in einen unwichtigeren Raum, ist die Gefahr sehr
groß, dass dessen Zustand für längere Zeit anhält.
Dabei haben wir noch gar nicht über die Schwierigkeiten bei der Integration in die bestehende Ordnung gesprochen. Ist die zugekaufte Sammlung ordentlich groß, dann bringt sie die bestehende ziemlich
durcheinander, besonders, wenn diese sehr wohlgeordnet war.
Da verschieben sich dann die Systemgrenzen, z.B. die zwischen den Dampf- und E-Loks oder den Personen- und Güterwagen. Man kann ja schlecht auf zwei zusätzlichen Regalbrettern die gleiche Ordnung
noch einmal haben wollen.
Im besten Fall fällt auch für die Anordnung vor dem Kauf des Konvoluts etwas ab. Z.B. eine bessere Trennung zwischen funktionierenden und noch zu reparierenden Teilen, stärkere Konzentration, mehr
Stauraum mit besserer Übersicht.
Damit sind wir bei den schlimmsten Problemen angelangt, am besten zu zeigen bei den Bauwerken, an denen mit größter Wahrscheinlichkeit immer etwas fehlt. Das sind halt die Tücken der einfachen Fast-Entsorgung
in einer großen Kiste.
Und dann kommt die große Frage? Findet man die fehlenden Teile in vernünftiger Zeit oder soll man besser vorsorglich noch Platz für Halbfertiges schaffen, der, wenn man vielleicht etwas warten und
fertigstellen würde, vielleicht gar nicht gebraucht würde?
Schauen Sie sich die beiden oben im Bild an. Die Freude des einen ist des anderen Leid, wohl hauptsächlich, weil diese Trennung wohl endgültig ist, vielleicht aber auch, dass er den dafür erzielten Betrag so
niedrig wohl nicht erwartet hätte.
Versuche, das Konvolut an einen Händler zu verkaufen, sind allesamt gescheitert, weil er auf deren Fragen ehrlich geantwortet hat. Andererseits hat uns ChatGPT die Freude des anderen übertrieben, denn wer
etwas Anstand im Leib hat, wird diese so vor der Abfahrt nicht zeigen.
| Die Versteigerungen bei Ebay ergeben bisweilen Resultate, mit denen selbst der/die Käufer/in nicht
gerechnet hätte. |
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