Alles beisammen, nix fertig!
Nein, die Neuheiten der verschiedenen Hersteller schauen wir uns zum einen nur teilweise an, weil wir soweit noch nicht sind und zum anderen, weil wir es vielleicht als Idee nehmen, so etwas einmal selbst zu
gestalten. Wer eine Dreh-/Fräsmaschine, einen 3D-Drucker, eine kleine Lackierkabine und einen Farb-Laserdrucker hat, erspart sich diese Preise.
Hinzu kommt, dass wir schon früh mit dem Zukauf von Altmaterial begonnen haben, eigentlich bei den Lokomotiven unser Kontingent von maximal achtzig Zügen schon fast erreicht haben. Bei den Waggons
ist noch Luft nach oben, aber da wollen wir unbedingt noch selbsttätig und schöpferisch vorgehen.
Allerdings haben die breit angelegten Käufe auch viel Reparaturgut mit sich gebracht, sodass uns in den nächsten Jahren außer dem Aufbau der Anlage die Arbeit nicht ausgehen wird. Es ist sogar so, dass
inzwischen gewisse Zuordnungen von Teilen demontierter Loks durcheinandergekommen sind.
Das hat einen Plan und mehrere Buchkapitel ins Leben gerufen, hier eine gewisse Ordnung hineinzubringen. Es erfordert allerdings viel Disziplin, beim Aufräumen nicht wieder in die Rettung einzelner Objekte
zu verfallen, was zwangsläufig noch mehr Teile hervorbringt.
Denn immer zerschneiden die praktischen Geschehnisse den Plan erheblich und lassen Unwägbarkeiten zurück. Ergebnis: Die Lok wird einfach nicht fertig. Dabei haben wir zurzeit, da unser Lokdecoder noch
nicht einsatzbereit ist, uns nur die einfache analoge Funktion zum Ziel gesetzt.
Hinzu kommen äußere Faktoren. So hat es uns die Planung, der Kauf, der Bau und die Inbetriebnahme unserer zweiten Solaranlage als sinnvoll erscheinen lassen, unseren 3D-Drucker während der Dauer
nicht zu benutzen. Erst jetzt wären da wieder Möglichkeiten.
Das würden wir aber gerne mit neueren Versuchen in 3D-CAD kombinieren, müssen allerdings laufend überlegen, wie ging das auch noch. Die Hoffnung ist, dass es ist wie beim kreativen Texten sein wird.
Wird man unterbrochen und macht dann irgendwann weiter, wird der Text eher besser als schlechter.
Und unserem Ausgabenbudget hat die ganze Situation bis heute erst recht nicht geschadet. Denn hat sich die Solaranlage amortisiert, drucken wir auch das härtere Zeug wie PLEG umsonst. Außerdem sind
uns in der Zwischenzeit eine Menge neuer Ideen gekommen.
Wir hatten zuletzt das Gefühl, mehr Versuche zu brauchen, um mit einem Prototypen z.B. einer der beiden Straßen in die Serie zu gehen. Das schien uns aber wegen des Verbrauchs des 3D-Drucker als zu
kostspielig und wenig umweltfreundlich. Es bleibt es auch hinsichtlich des Verbrauchs an Filament, wenn uns nicht auch da etwas einfällt.
Immerhin sind wir eine Sorge los und Filament haben wir schon vor einiger Zeit in größerer Menge und damit preiswerter gekauft. Es sind Farben dabei, deren Verwendung wir leicht anzweifeln, aber für genau
die Zwecke des Probedrucks sind sie wunderbar geeignet.
Wie nennt man so Leute, die vor lauter Planänderungen nie fertig werden? ChatGPT meint:
· Projekt-Sammler - sammeln Projekte statt Ergebnisse.
· Daueroptimierer - finden immer noch eine Verbesserung.
· Konzeptmodellbauer - bauen vor allem Konzepte.
· Planungsweltmeister - der Bauzustand bleibt knapp dahinter.
· Baustellenverwalter - verwalten mehr Baustellen als fertige Modelle.
· Ideen-Ingenieure - produzieren Ideen schneller als Ergebnisse.
· Anlagenplaner im Vorserienstadium - seit Jahren.
· Perfektionisten mit Langzeitperspektive.
· Modellbahnarchitekten - bauen überwiegend auf Papier.
· Revisionsfreunde - jede Fertigstellung löst sofort eine neue Revision aus.
Etwas bissiger:
· Chronische Neustarter
· Anlagen-Abbrecher mit Wiederaufnahmegarantie
· Meister der Version 17.3
· Fertigstellungsvermeider
· Umbau-Süchtige
· Prokrastinierende Modellbauer
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