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3D-Druck 3



Leicht macht es uns der Qidi i-mate S nicht, ihn zu lieben. Wie lange doktern wir schon an dem herum. Ich kann ihn bald im Schlaf auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Das ist freilich etwas übertrieben angesichts des Druckkopfes.

Wir waren schon drauf und dran, einen neuen zu kaufen. Aber nach den neusten Versuchen ist es nicht nötig. Doch am besten erzählen wir der Reihe nach. Die besten Oberflächen haben wir eigentlich am Anfang erzielt, mit den Druckbetten, die mitgeliefert wurden.

Das Problematische am Qidi ist die Einstellung des Druckabstands. Vielleicht lag unser anfänglicher Erfolg auch an der großen Serie, die wir hintereinander durchgezogen haben, eine volles Oval Straße mit sogar einer Schleife an dem Bahnhof vorbei.

Es folgten die Versuche mit anderen Formen von Straßen, z.B. einer größeren Stabilität genügend. Dass der Qidi auf einmal unzuverlässig wurde bezüglich diesem Druckabstand, wir haben es einfach zu spät gemerkt. Zum ersten Mal wurde ein Druckbett beschädigt.

Es folgten Beschädigungen wegen erschwerter Ablösung am Ende des Druckvorgangs. Wir haben trotzdem munter weitergemacht, diesmal sogar mit PETG und höheren Temperaturen und noch unbeschädigte Stellen auf den beiden Pads gesucht.

Dass man aber am besten jedes Mal die Druckhöhe kontrolliert, haben wir immer noch nicht realisiert. War uns auch zu viel Strom, erst hochheizen, anlaufen lassen, stoppen, einstellen und dann wieder neu ansetzen, denn das Druckbett hat schnell wieder 20°C weniger.

Und das zusammen mit der Umstellung auf PETG. Aber dieses Filament versprach eben mehr Stabilität, schließlich waren wir ja im Straßenbau tätig und hatten zum Vergleich alte AMS-Straßenstücke von Faller gekauft, übrigens so günstig, dass wir schon fast auf die umgestiegen wären.

Dann ergab sich die wunderbare Möglichkeit mit der zusätzlichen Photovoltaik. Die hat zwar viel Arbeit gemacht und tut das auch immer noch, aber jetzt sind wir frei in unseren Versuchen mit dem 3D-Drucker zumindest bis zum Spätherbst.

Wir machen jetzt Teilversuche auf dem Weg zu einem zuverlässig funktionierenden Drucker. Gerade heute haben wir den Druckkopf erneut auseinandergenommen und wieder zusammengebaut, diesmal auch auf Dinge geachtet, die sonst in der Eile vergessen wurden.

Wir haben unser Ersatz-Heizsystem eingebaut und auch auf die notwendigen Isolationen geachtet. Zusätzlich haben wir durch sorgfältigen Vergleich alle Schrauben wieder an ihren ursprünglichen Platz gebracht, Vertauschungen revidiert.

Es war ein sehr vorsichtiger Test heute. Es ging darum, zu erfahren, ob das Filament (PETG) genügend aufgeheizt und noch ohne Düse transportiert wird. Das hat funktioniert, so dass jetzt die Düse einer genaueren Untersuchung unterzogen wird.

Investiert haben wir nicht viel, wie es so unsere Art ist. Eben nicht den Druckkopf neu gekauft, bevor er nicht ausführlich bewiesen hat, dass er nicht mehr zu retten ist. Denn nicht alle seine Teile werden bei Qidi zusätzlich mitgeliefert, das Transportsystem jedenfalls nicht.

Auch die Düse wird nicht ausgetauscht, sondern einer Wärme-Kur mit einem starken Föhn unterzogen. Gekauft haben wir dafür verschiedene Nadeln, die helfen können, neben dem Äußeren auch den Druckkanal wieder in Ordnung zu bringen.








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