3D-Druck 2

Nein, die Energie aus der Steckdose der neuen Solaranlage scheint nicht unendlich zu sein. Wir hatten schon gewartet, bis die Waschmaschine ihre Heizperiode hinter sich gebracht hatte, aber zusammen
mit dem 3D-Drucker wollte sie dann doch nicht unbeirrt weiterlaufen.
Immerhin sind wir froh, dass der 3D-Drucker den Strom-Wettbewerb gewonnen hat, denn hätte er abgebrochen, wäre ein Neubeginn des Druckes fällig geworden. Die Waschmaschine hat am Netz unbeirrt
weitergearbeitet. Wir werden also künftig beide getrennt voneinander arbeiten lassen müssen.
Wie ist denn momentan der Stand beim 3D-Druck? Neu gezeichnet haben wir noch nichts, sondern haben im Wesentlichen vorhandene Vorlagen mit PETG, dem härteren und mit höheren Temperaturen zu
bearbeitenden Filament auf Basis des Metall-Druckbetts noch einmal gedruckt.
Da war zunächst der gescheiterte Versuch, die breite Straße mit den Schienen für die Straßenbahn zu fertigen, was uns wegen der äußerst unstabilen Struktur nicht gefallen hat. Hier werden wir den Ansatz
mit zu verkleideten Schienen verfolgen. Es gibt übrigens selbstklebendes Gummiband, 15 mm breit und 2 mm dick.
Das bedeutet, nur noch die Ränder und der Raum zwischen den Schienen werden eventuell durch 3D-Drucke verkleidet. Wir haben uns daraufhin den schmalen (Einbahn-) Straßen zugewandt und ebenfalls einen
Dämpfer erfahren. Wird die Straße mit der Fahrbahn nach unten gedruckt, sieht die Oberfläche nicht besonders gut aus (Bild oben).
Ganz unten sehen Sie jetzt einen Druck mit der Unterseite nach unten, den wir allerdings durch mehr Rippen verstärken mussten, d.h. der Druck dauert noch etwas länger. Dafür ist die Fahrbahn aber
unglaublich stabil. Man könnte sie also schon mit den schmalen Stücken von Faller AMG vergleichen.
| Wir hatten allerdings schon bessere Oberflächen. |
Auch wenn Sie die Oberflächen vergleichen, kommt Letztere etwas besser weg. D.h. der Drucker beendet seine Arbeit mit einer glatteren Schicht, als er seine Arbeit im anderen Fall auf dem Metallbett
beginnt. Leider sind wir inzwischen bei über 8 mm Gesamtdicke angekommen, bei der anderen Straße sind es nur ca. 5 mm.
Es hilft aber nichts, allein die Leiste mit den Punktkontakten ist schon 5 mm dick und die wird ja durch die verbindenden Hülsen am Ende noch dicker. Unten sehen Sie die viele Arbeit, die auf
uns noch wegen der Entfernung der Puko-Leisten aus den Märklin C-Gleisen wartet.

Ehrlich gesagt warten wir da noch auf eine praktikablere Lösung als unsere bisherige, die nämlich z.T. die Weiterverwendung der C-Gleise als Zweileiter gefährdete. In unseren Straßen können sie durch den
Schraubstock gezwungen werden. Vielleicht hilft ja ein Versuch, auf ähnliche Art die Leisten von der Schienenseite her herauszudrücken.
Dann müssen wir uns aber eine Leiste fertigen, die durch eine entsprechend 4 cm breite Nut in der Mitte ein Auseinanderbrechen der C-Gleise verhindert. Leider konnten wir auch nicht dem Drucker die
unangenehme Betonung der Puko-Bohrungen austreiben. Vielleicht müssen wird doch die Oberfläche nachträglich bearbeiten.
Immerhin führt der 3D-Drucker seine mehrstündige Arbeit recht unbeeindruckt zu Ende. Es knackt zwar bisweilen, weil das Filament an den Rändern zu stramm aufgewickelt ist, aber immerhin, er hält nicht an
und er versetzt nicht. Es scheint so zu sein, dass unsere Klemmung des Deckels aus Plexiglas funktioniert.
Ob wir denn jetzt so langsam auf den tollen Ablauf kommen, dass wir in dem einen Raum mit der Veränderung der Konstruktion des Leitergerüsts und dem Bau des ersten Schattenbahnhofs beginnen können
und nebenan der 3D-Drucker uns so Stück für Stück die erste Straße für Fahrten mit Prototypen zusammenzimmert?

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