Straßenbau - Ergebnis

Wir hätten schon viel früher einen Probedruck machen sollen. Der Verbrauch von Filament hätte uns egal sein müssen. So haben sich seit vorgestern alle Probleme der Reihe nach gemeldet, und das waren
einige.
Zunächst hat Creo im Profilmodus Aussetzer gehabt. Immer, wenn wir in den Skizzenmodus wollten, kam so eine seltsame Meldung, man soll die Alt-Taste drücken. Mehr als einmal haben wir komplett neu
gezeichnet. Inzwischen sind wir fit und wissen manche Hilfe bei Creo zu schätzen.
Dann wollte der neue Qidi-Slicer nicht so wie wir. Wenn man nicht importiert, sondern direkt lädt, behauptet er, das Teil sei zu groß und fragt, ob er es verkleinern kann. Natürlich nicht, denn dann sind alle
Maße dahin. Auch beim Importieren muss man die richtige der zwei Optionen wählen.

Beim Slicen fängt er das Meckern an. Er will Stützen einbauen, obwohl wir wirklich waagerechte Überdachungen vermieden haben, wo wir nur konnten, wie man auf dem Bild oben sieht. Im Verbund damit
verweigerte sich dann auch der 3D-Drucker.
Erst das Hervorkramen des vorigen Computers mit einer entsprechend alten Qidi-Version ließ uns eine Datei hervorbringen, die dann zu einem Druck führte. Aber nicht lange genug, dann versiegte der Strom an
Filament, aber der Drucker machte fröhlich weiter.
Da wir das viel zu spät bemerkten, weil er ja anfangs einwandfrei funktioniert hatte, war eine Nachtschicht angesagt, denn wir wollten Sie nicht wieder mit einer schönen 3D-Zeichnung abspeisen. Leider
aber hatten wir schwarzes Filament eingespannt, was dann nicht funktionierte.
Jetzt war das Druckbett teilweise mit einer relativ dünnen Schicht von Filament bedeckt und auch noch erkaltet. Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Man kann es nicht lassen, weil wir jetzt mit Grau
arbeiten wollten. Man kriegt es aber auch nicht zu fassen. Es reißt immer wieder ab.
Schließlich haben wir das Druckbett immer wieder in den Drucker platziert, angeheizt und dann schnell die schwarzen Stellen bearbeitet. Aber es erkaltete relativ schnell. Sie sehen auf dem Bild oben immer
noch dunkle Flächen.
Aber auch das graue Filament machte uns keine rechte Freude, denn nach kurzer Zeit drangen Rattergeräusche aus dem Druckkopf. Erst der Durchlauf von genügend flüssigem Filament ins Freie brachte
etwas Linderung. Zusätzlich haben wir während des Drucks am Druckkopf nachgeschoben.
Da war es dann auch schon 11.30 Uhr. Es half nichts anderes als vorzuschlafen, um 2.30 noch einmal nachzuschauen und jetzt sind es 6.30 Uhr. Wenn man etwas will, dann muss man da durch. Für 5 ½
Stunden Druckzeit ist uns aber das Straßenstück noch nicht stabil genug.
Auch die Ränder sind noch nicht so, dass sie uns Nacharbeit gänzlich ersparen. Die noch nicht verschraubten Schienen passen zwar in die Nuten, aber dann geht die Lok, stellvertretend für die spätere
Straßenbahn, nicht wirklich leicht in die Schienen, sondern nur mit Gewürge.
Immerhin, die Verbinder von Faller AMS tun ihren Dienst, sind aber noch so hoch, dass sie die Lok über deren Spurkränze anheben. Nein, als zufriedenstellend können wir das Ergebnis noch nicht bezeichnen.
|