Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z


Formelsammlung
Alle Tests
 F7 F9




Magnorail 4



kfz-tech.de/YM109

Das erste Beispiel ist ja noch einfach. Es geht um die Tatsache, dass man mit dem System auch rückwärtsfahren kann. Eigentlich ist das nur mit einem Auto möglich und selbst bei dem Landrover oben sieht das noch etwas seltsam aus, wenn man die Sequenz nicht genügend einkürzt.

Schon in Modellbau 9 haben wir uns im Kapitel 'Bewegte Figuren' damit beschäftigt, wie das denn verwirklicht werden könnte, vor dem Einbruch der Nacht die ganzen Figuren vom Bahnsteig zu entfernen, wenn dessen Ende unmittelbar an einem Berg enden würde.

Das ist dann auch eine Hin- und Rückwärts-Bewegung. Sinnvollerweise sollte die aber unglaublich langsam erfolgen, weil wir noch eine Gehbewegung erzeugen können. Vielleicht wäre das mit zwei verkleinerten Magnorail-Systemen nebeneinander möglich.


Wir haben allerdings eine Anwendung vor, die ein schon länger schwelendes Problem löst. Was Sie oben sehen, ist der in jedem der acht halben Schattenbahnhöfe immer wieder vorkommende Einfahrbereich. Neun Weichen splitten zu zehn Gleisen.

Wir zeigen bewusst den Einfahrbereich, weil der für die Ausfahrt mit ungesteuerten Weichen realisiert wird. Also im Eingangsbereich sind dann wirklich neun Weichenantriebe nötig. Diese sollen mit E-Motoren chinesischer Produktion realisiert werden.

Warum das? Weil die von einem einzigen Ausgang eines Arduino Mega direkt angesteuert werden können, also nur eine Signalleitung brauchen statt zwei bei Elektromagneten und weil hier dann auch keine Spannungsspitzen wie bei E-Magneten auftreten.

Blieb aber immer die Frage, wo zum Teufel sollen die hin. Den Boden öffnen und die Motoren nach unten durchhängen lassen, geht nicht. Der Boden des einen Bahnhofs ist die Decke von dem darunter. Und die soll glatt wie ein Kinderpopo bleiben, falls ein Pantograph aus Versehen oder sogar absichtlich dagegen kommt.

Also aufrecht montieren. Und jetzt schauen Sie sich das Gewirr von Weichen an. Womit wir beim Problem angekommen wären. Wo sollen die Motoren hin und wie werden sie mit den Weichen verbunden? Dazu müssen wir aber jetzt über Maße reden.

Für die äußeren drei Weichen ist genügend Platz vorhanden. Bei allen anderen wollen wir jeweils auf die gleiche Art vorgehen, also Motoren zwischen den Gleisen aufstellen und zwar weit genug von den Kurven weg, wo alle Waggons sich gerade auf ihren Gleisen bewegen oder stehenbleiben.

Geht das überhaupt? Rein netto sind die Motoren 1,3 cm und das Fahrmaterial 3,2 cm breit. Für 10 Gleise ergeben sich (1,3 cm + 3,2 cm) mal 10 gleich 45 cm. Drei Lamellenbretter ergeben 19,5 cm mal 3 gleich 58,5 cm. Es wäre also noch die Differenz von 13,5 cm zu verteilen.

Sie merken schon, es wären auch 11 Gleise möglich gewesen, wie ursprünglich angedacht und trotzdem bräuchten wir an den Laminatbrettern keine Längsschnitte. Und bei 60 cm Platz ist es auch kein Problem, diese zu montieren. Aber wir bleiben jetzt bei 10 Gleisen.

Und wie können Motoren fernab von ihren Weichen deren Zungen bewegen? Ganz einfach durch die Technik von Magnorail. Wieder das umgedrehte 'U' und der Boden mit Streifen von Folie ausgelegt, an der Weichenzunge und am Stellhebel des Motors befestigt.

Ob es immer nur geradeaus oder leicht bzw. deutlich um die Kurve geht, mit dieser Konstruktion sollte es klappen. In der Mitte sind sogar zwei Motoren im gleichen Zwischenraum zu montieren. Da muss dann die Kette des weiter entfernten an dem näheren Motor vorbeigeführt werden.

Magnorail als Weichenantrieb, wer hätte das gedacht?







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller