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Es ist entschieden . . .



Im Kapitel 'Soweit die Geduld reicht.' haben wir geschildert, warum und wie wir mit den alten Leerkartons umgegangen sind. Auch haben wir begründet, warum wir uns diesen Mühen ausgerechnet am ersten Weihnachtstag unterziehen.

Jetzt, noch nicht einmal eine Woche nach Neujahr, können wir sogar so etwas wie eine Abrechnung vorlegen. Doch der Weg dahin war etwas länger und beschwerlicher als erwartet, wobei noch die unmittelbare Kontrolle, wer denn überhaupt etwas kauft, von uns relativ relaxt aufgefasst wurde.

Ja, es gab schon zwei Tage nach dem Einstellen der immerhin 20 (!) Angebote. Nein, jeden Tag haben wir nicht nach den Geboten geschaut, vor allem am Ende haben wir den Überblick verloren. Es wird sich noch zeigen, dass bei den Angeboten weniger mehr gewesen wäre.

Immerhin, nur 3 Angebote blieben ohne Akzeptanz. Das war weniger, als wir gedacht hatten. Sogar der lange schmale Karton der VEB PREFO in Dresden hatte einen Liebhaber gefunden, wenn auch nur für den einen Euro. Es hätte einen zweiten geben müssen. Wir kommen noch auf ihn zurück.

Noch bevor die letzte Auktion gelaufen war, kamen die ersten E-Mails mit der Frage: 'Ich habe zwei Angebote wahrgenommen, muss ich jetzt auch zwei Mal den Versand bezahlen. Wir zurück: Nein, müssen Sie natürlich nicht, höchstens, wenn der Versand dann etwas teurer wird.

Zwei Stunden später schon wieder: Der Kunde hat trotzdem den vollen Betrag zahlen müssen. Als Lösung haben wir für uns beschlossen, den zu viel bezahlten Betrag in Form von Münzen im Paket zu verkleben, natürlich mit begleitender E-Mail.

Das war jetzt das Problem Nr. 1, diesmal noch nicht von uns verursacht. Andere mit dem Problem des Mehrfachkaufs waren cleverer. Sie haben uns einfach um eine Rechnung gebeten. Wir waren erst erstaunt, weil wir bei Ebay nicht als Gewerbetreibende auftreten.

Es war aber gar keine richtige Rechnung, die verlangt wurde, sondern nur eine Aufstellung der Kosten, auf der wir dann den entsprechend geringeren Versand angeben konnten. Vor der kommenden Schlacht des Verpackens war dann noch ein kleiner Einkauf im Supermarkt fällig.

Und dann der etwas größere Knall. Wir hatten von vornherein vor, nicht über Ebay zu versenden, so viel einfacher das auch ist. Besonders für kleinere Pakete ist Hermes billiger und im Gegensatz zur DHL auch immer mit Haftung und Sendungsverfolgung.

Allerdings haben wir uns nur die erste Seite von Hermes angeschaut und in den Angeboten die moderateren Preise angesetzt. Wenn man aber weiterblättert, merkt man, die gelten nur für die Zustellung an einen Paketshop, für uns inakzeptabel.

Das bedeutete einen Verlust bei jeder der jetzt nötigen 13 Pakete von einem Euro oder mehr, denn wir haben offenkundig zu wenig verlangt und müssen den Verlust jetzt abschreiben, oder? Das Problem hat uns auf eine neue Idee gebracht.

Es gibt nämlich zwei Methoden, solche schwierigen Güter wie Leerkartons zu verpacken, entweder ihnen viel Raum geben mit entsprechendem Stopfvolumen, oder, was uns dann besser gefiel, ganz eng mit größerer Stabilität für das Gesamtpaket.

Die zweite Methode hat dann auch geholfen, bei Hermes in eine günstigere Kategorie zu kommen. Also ein paar Euro weniger Verlust. Nur der lange dürre Karton von VEB PREFO war weit über 50 cm lang und bedingte ein besonders zusammengesetztes Paket mit höchsten Kosten.

Ehrlich, insgesamt haben wir für den Versand mehr bezahlt, als wir vom Verkäufer einschließlich Verpackung erhalten haben. Es sei ihm gegönnt. In der Gesamtbilanz ist dieser Minusposten kaum relevant, ebenso wie eine weitere Eselei von uns.

Wenn man bedenkt, dass wir am ersten Weihnachtstag über fünf Stunden Angebote ins Internet gesetzt haben, dann kann das schon einmal vorkommen, was uns passiert ist. Wir haben ein und denselben Leerkarton zwei Mal hochgeladen.

Auch das ist letztlich glimpflich verlaufen, da der Käufer (übrigens alles Männer) noch ein anderes Objekt ersteigert hatte. Er hat das dann alleine erhalten, aber ohne das entsprechende Porto dafür bezahlen zu müssen. Erst geschwitzt, dann sich entschuldigt und Glück gehabt.

Kommen wir zur Abrechnung: Die Kosten für 13 verschickte Pakete haben ca. 70 € betragen. 28 Leerkartons wurden verschickt. Gezahlt wurden insgesamt 166 €. So beläuft sich der Gewinn auf 94 € plus Platzgewinn an Leerkartons und Versandboxen.

Übrigens, die Rolle Paketband, die wir extra hinzugekauft hatten, wurde nicht gebraucht. Man unterschätzt die Menge an Paketband auf einer Rolle.







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