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Diesel oder Elektro?



Wie schon mehrfach erwähnt, kommen wir ja ursprünglich von der Kfz-Technik. Und dort wird zumindest im Moment kaum etwas heftiger diskutiert, als das Ende des Verbrenners doch bitteschön aufzuhalten, indem man sie weiterentwickelt und z.B. mit E-Fuels füttert.

Zum Glück ist die Frage bei der Bahn nicht so akut. Denn Dieselloks verkehren hier fast nur noch auf Nebenstrecken, das allerdings nicht zu knapp. Wenn auch nur ein kleines Stück der Strecke ohne Oberleitung ist, braucht man im Prinzip eine Diesellok, Es geht allerdings auch mit einem batteriegestützten E-Antrieb.

Wir nehmen die Frage etwas spielerischer auf, weil wir die Spezialitäten des Dieselantriebs schon in unseren Büchern geklärt haben. Wir fragen uns in diesem Kapitel nach dem Unterschied beim Fahren mit einem Verbrennungsmotor oder einem elektrischen Antrieb.

Eigentlich ist letzterer ja ideal für die Bahn. Es gibt ihn hier schon deutlich länger als den Dieselmotor und der größte Nachteil fällt weg, nämlich die schweren Batterien. Aber man muss die Kosten für die Elektrifizierung von Strecken in Relation zu der Nutzung setzen, und die ist auf Nebenstrecken oft deutlich höher.

Übrigens, man glaubt es kaum, durch die fehlenden Batterien ist eine E-Lok oder ein E-Triebzug in der Regel leichter als ein durch Verbrenner angetriebener. Das macht sich auch beim Fahren bemerkbar, nicht etwa so sehr bei Seitenwind, als vielmehr bei der Traktion zu bestimmten Jahreszeiten.

Das ist dann also der erste Pluspunkt für die Diesellok, aber vielleicht ein Nachteil für den Preis derselben. Überhaupt hat man den Eindruck, dass nur noch die heutzutage deutlich längeren Dieselloks für den Betrieb von Güterzügen neu entwickelt bzw. gebaut werden. Für Personenzüge haben wir noch keine Dieselloks neueren Typs ausmachen können.

Als Nachteil der durch Verbrennungsmotor angetriebenen Züge wird deren Geräusch genannt, es sei denn, der/die Lokführer/in ist ein ausgesprochener Fan. Das Geräusch von E-Loks bleibt dagegen in der Regel ohne jede Begeisterung, meist nach draußen dringt nur der Lärm von Ventilatoren.

Zum Geräusch passt die Schwerfälligkeit von Diesel-Zügen. Es ist hier wie im Auto. Beim Umstieg von Diesel auf Elektro muss man sich echt an die Spontanität des Anzugs gewöhnen, Überholen auf Straßen mit Gegenverkehr fällt wesentlich sicherer aus. Das Problem hat der/die Zugführer/in im elektrischen Zug nicht.

Aber man hört von anfänglichen Schwierigkeiten mit den rigiden Beschränkungen der Geschwindigkeit bei der Bahn, weil man schneller darüber hinausragt, z.B. über die 40 km/h im Bahnhofsbereich. Da war und ist der Dieselantrieb wesentlich gemütlicher, lässt mehr Zeit, sich zurecht zu finden.

Natürlich muss man auf die jeweilige Antriebsart in Kursen vorbereitet werden. Wer aber glaubt, man brauche bei der Diesellok keine Kenntnisse der E-Technik weil während der Fahrt nutzlos, der irrt gewaltig. Denn diese Loks bewegen sich auch oft genug unter Oberleitungen, und die will stets auf Fehler hin im Auge behalten werden.

Dieselloks fahren übrigens nicht immer nur mit Diesel, sondern es ist eine große Palette von Treibstoffen wie auch beim Pkw/Lkw möglich. Allerdings muss am Ende jeder Fahrt getankt werden, was vielleicht etwa gleich oder sogar kürzer als beim Lkw, aber mit Sicherheit nicht so schnell wie beim Pkw geht.

Und es gibt natürlich auch nicht so viele schöne Zapfsäulen wie an einer normalen Tankstelle. Und wenn da jemand vor einem ist, dann bedeutet das zusätzliche Wartezeit. Vergessen haben wir noch die Anfälligkeit von E-Fahrzeugen von den Wetterbedingungen. Eine Diesellok fährt halt auch bei vereister Oberleitung.









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