City Lenkung

So stark müsste man einlenken können. Man könnte Parkplätze nutzen, in die andere nicht im Traum hineinkämen. Für einen kompakten Wagen macht so eine Lenkung Sinn. Warum haben wir das nicht schon längst an
unseren Autos und wie funktioniert es?

Bei nicht zu großem Radstand verspricht der Hersteller einen Wendekreis bis hinunter zu sieben Meter. Statt maximal 45° sind bis zu 75° Lenkeinschlag möglich. Frontantrieb geht dann freilich nicht mehr, weil es
zumindest im Moment gar keine Antriebswellen mit so einem Beugungswinkel gibt.

Hier sehen Sie die Realisierung an der Vorderachse. Es ist eine Weiterentwicklung der doppelten Querlenker. Diese bleiben erhalten. Nur greifen die von der Zahnstange ausgehenden Spurstangen nicht direkt auf den
Hebel zum Schwenken des Rades, sondern dazwischen ist ein weiterer Hebel platziert, der um die Mittellage herum die aus dem Lenkgetriebe kommende Bewegung etwa 1 : 1 überträgt und zu den Endlagen hin deutlich
erhöht.
Durch diese variable Übersetzung müssen die 75° Lenkeinschlag nicht unbedingt viel mehr Lenkraddrehung bedeuten. Aber es gibt noch eine Bedingung für diese Lenkung. Denn auch die Hinterachse darf das Auto
nicht
einfach nur nach vorne bewegen wollen. Wie das Bild unten zeigt, sind hier zwei Radnabenmotoren am Werk, die durch unterschiedliche Antriebsdrehzahl den zusätzlichen Lenkeinschlag unterstützen.

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