Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Buchladen
F7   F9



 Zusatzheizung 2



VW begründet die Zusatzheizung mit 100 Tagen, an denen angeblich die Temperatur in vielen Gegenden unter 5°C sinkt. Erstaunlicherweise gibt es das hier 'Zuheizer' genannte System nur bei Dieselmotoren. Der gute Wirkungsgrad dieses Motors würde durch die Zuheizung unterstützt. Allerdings bleibt es dabei, der Dieselmotor kann das nicht mehr hereinholen, was durch den Zuheizer verbraucht wurde.

Ein Sofortstart ist in der Bedieneinheit oben im Untermenü der Klimaanlage möglich. Dabei kann natürlich auch eine bestimmte Startzeit festgelegt werden. Außerdem gibt es eine vom Fahrzeugschlüssel unabhängige Funkfernbedienung, die über eine zusätzliche Antenne in der Heckscheibe Kontakt mit dem Auto aufnimmt und last but not least geht das heutzutage auch über eine App per Smartphone. Dann entfällt auch die Codierung.

Die Zusatzheizung verteilt sich in diesem Fall relativ gleichmäßig unter der Motorhaube, z.B. die Pumpenventileinheit im Wasserkasten auf der Beifahrerseite, das eigentliche Heizgerät diagonal gegenüber unterhalb des Scheinwerfers, das Absperrventil für Kühlmittel etwas weiter hinten auf der gleichen Seite und die Kraftstoffpumpe in der Nähe des Tanks. Die Dosierpumpe zur Umwälzung des Kühlmittels ist in diesem Fall an das Heizgerät angeflanscht.

Die Zusatzheizung hat, wie ihr Name schon sagt, ja besondere Funktionsberechtigung, wenn der Verbrennungsmotor gerade nicht läuft. Also reicht es nicht, an einer bestimmten Stelle im Motorraum Kühlmittel zu erwärmen, sondern dieses muss auch sinnvoll verteilt werden, z.B. den Motor durchströmen. Für den Innenraum ist dann auch noch das Starten von Gebläsen nötig. Das separate Steuergerät oben auf dem Heizgerät muss also mit der Steuerung im Fahrzeug kooperieren.

Zu seinen speziellen Aufgaben gehört zunächst einmal die Steuerung der Kraftstoffpumpe. Die läuft z.B. bei neu installierter bzw. entleerter Anlage eine ganze Zeitlang, bevor im Heizgerät irgendwelche Funktionen gestartet werden. Sinnlose Startversuche gilt es wegen Stromsparens zu vermeiden. Man hört sie dann besonders deutlich arbeiten, was aber nachlässt, wenn die Einheit erst einmal tüchtig Wärme erzeugt.

Bei dem geringen Verbrauch einer solchen Anlage transportiert die Pumpe natürlich auch entsprechend weniger Kraftstoff, ist also mit einer herkömmlichen elektrischen Kraftstoffpumpe nicht zu vergleichen. Sobald Dieselkraftstoff ankommt, kann das Steuergerät die Erwärmung des Innenraums durch den Glühstift einleiten. So eine Anlage muss natürlich ständig überwacht werden. Signalisiert der Temperaturfühler 125°C, dann wird nicht nur abgeschaltet, sondern muss nach Fehlerbehebung auch noch entriegelt werden, um neu starten zu können.

Und dann gibt es da noch einen Flammwächter. Der verhindert, dass unverbrannter Dieselkraftstoff durch den Auspuff der Anlage entweicht. Umfangreich ist die Strategie, wann der Glühstift an- bzw. abgeschaltet wird und/oder der Flammwärter für eine komplette Abschaltung sorgt. Bei dem die Brennkammer umgebenden Kühlmittelmantel kommt es auf möglichst viel Fläche zur Übertragung der Wärme an.

Ein gewisser Mehrverbrauch lässt sich auch nahtlos in eine stärkere Emission von CO2 umrechnen. Dafür spart der vorgewärmte gegenüber dem kalten Dieselmotor deutlich Kohlenwasserstoff (HC) und Kohlenmonoxid (CO) ein, die aber, wenn überhaupt, eher in den Abgasen des Benziners als des Diesels gehören. Kritisch wird es allerdings bei den Partikeln, weil hier ein entsprechender Filter fehlt. Die Anlagen werden nach den Richtlinien für Kleinfeuerungsanlage zugelassen.








Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller