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Kfz-Technik - Zielkonflikte



Eigentlich sollte es die im Kfz-Bereich gar nicht geben. Zu sehr ist unter den Technikern/innen in aller Regel klar, wie die Reise in die Zukunft aussehen soll. Nehmen wir nur das Beispiel VW Anfang der siebziger Jahre.

Der Käfer hatte seinen Zenit längst überschritten. Wie der Nachfolger technisch aussehen sollte, hatten z.B. die Franzosen schon 1961 mit dem R4 und 1965 etwas eleganter und größer mit dem R16 vorgemacht.

Jedem war klar, die Zukunft für ein vielfach gekauftes Familienauto liegt so etwa bei dem, was z.B. später der erste Passat Variant (Bild oben) repräsentierte. Aber welche Konflikte hat es bis fast hinein in die Insolvenz gegeben, ehe VW den richtigen Weg fand.

Ja, da hat wohl geholfen, die ziemlich abwegigen Lösungen von Porsche und anderen loszuwerden. Der Golf stellte die Bereinigung der Lösungen in der Kompaktklasse dar. Verwirrung entstand bei VW lange Zeit nur noch beim Passat im Konflikt zwischen Quer- und Längsmotor.

Heutzutage haben wir ein ähnliches Problem. Ist doch klar, die Zukunft liegt beim batteriegetriebenen E-Auto. Aber es gibt noch viel Geschrei mit der Forderung nach 'Technologieoffenheit', aber die nüchternen Zahlen und Diagramme der Techniker/innen geben eine klaren Weg vor.

Zu lange währende Technologieoffenheit kann viel Entwicklungsgeld kosten.

Die Fahrzeugentwicklung der DDR, über die wir gerade ein Buch lesen, hatte lange vor ihrem Ende auch so etwas wie einen Einheits-Golf in Zusammenarbeit mit der CSSR im Blick, aber leider nicht die nötigen Finanzen. Bis man das bemerkte, waren Millionen in den Sand gesetzt.

In den dreißiger Jahren erblickte der Kreiskolbenmotor das Licht der Welt. Ende der Sechziger nahm dann auch die Lizenznahme so richtig Fahrt auf, bis dann irgendwann erhebliche Nachteile sichtbar wurden. Vermutlich mussten die Lizenznehmer die geleisteten Zahlungen abschreiben.

Trotzdem gibt es noch heute zumindest die Firma Mazda, die uns diesen Motor neuerdings über den Umweg der E-Mobiltät schmackhaft machen will. Kostspielige Seitwärts-Bewegungen, die man nach neueren Erkenntnissen verlassen sollte, wie leider die gesamte Verbrennungsmotor-Technologie.

Da wir die DDR schon erwähnt haben, könnten wir auch den Zweitaktmotor nennen als zunächst hilfreich zur Produktion günstiger Fahrzeuge. Der hat die Städte mit einem beißenden Geruch überzogen, war demnach immer präsent, dann aber nicht weiter tragbar bezüglich Abgas- und Verbrauchsverhalten.

Wie lange haben die Amerikaner in ihre großen Fahrzeuge die hintere starre, oder besser gesagt Trampel-Achse eingebaut. Eine andere Art von Entwicklung in der Kfz-Technik ähnlich der des VW-Käfers. Verkaufen, bis es nicht mehr geht und ein riesiger Schaden entsteht. Beispiel: Ford Edsel.

Es gibt Techniken, die von der Zeit einfach überrollt werden. Und wer das nicht zur Kenntnis nimmt, dem passiert das Gleiche. Man könnte solchen Leuten bestenfalls noch ein paar Audio- oder Videokassetten schenken. Weltberühmtes Beispiel: Nokia.


Abschließend: Man könnte meinen, die vermutlich dreifache Überschreitung der Nutzungsdauer z.B. des Trabant habe der DDR zumindest Geld gespart. Das krasse Gegenteil ist der Fall. Der Neubau der Karosserie erforderte nur 16 Prozent der Kosten wie deren vollständige, irgendwann nach Ende der Nutzungsdauer nötige Überarbeitung.

Außerdem wird die Produktion durch die massive Ersatzteilversorgung gestört. Da braucht man im Prinzip die Erforschung, was an einem solchen Auto nach 10 - 26 Jahren kaputt geht. Dabei ist es sogar ein Glücksfall, dass er so lange im Prinzip unverändert blieb. Zwischendurch massiv verändert worden, wäre die Versorgung noch schwieriger gewesen.







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