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Utopisten/innen


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Würden Sie, wenn Sie spät abends mit ihrem/r Partner/in aus der Oper oder dem Rock-Konzert nach Hause wollen, ein Robotaxi rufen. Wir gewiss nicht. Die Zeiten sind einfach nicht so friedlich, wie diese Frage auf den ersten Blick klingen mag.

Was ein Glück, dass man ja so wunderbar per Handy oder App wird bestellen können. Lassen Sie uns darauf wetten, dass es auch weiterhin (teurere) Taxen mit einem Menschen drin geben wird. Die meisten dieser Zukunftsmaler/innen liegen falsch.

Warum? Weil die von ihren Wunschvorstellungen ausgehen. Aber der durchschnittliche Mensch hat die Tendenz, die Gewohnheiten zu behalten, die er/sie sich im Laufe seines/ihres Lebens zugelegt hat. Die lassen sich von außen nur schwer ändern.

Und so ist das auch mit dem Auto. Das wünschen sich gewisse Utopisten/innen ganz weit weg aus der Stadt. Sie fragen sich unentwegt, was man mit den verbleibenden schönen Räumen in der Stadt machen kann. Nichts, wenn da keine Menschen mehr wohnen.

Das geht in Paris vielleicht, wo ein Fluss durchfließt, es viele historische Gebäude gibt, Museen, Kirchen und weiterhin Sehenswertes. Da lohnen sich entsprechend prächtige Hotels und Grünanlagen. Aber wie ist das beispielsweise in Posemuckel?

Nichts dergleichen. Und da jetzt auch noch parkende Auto aus der Innenstadt verbannen? Seid Ihr noch ganz? Die Geschäfte dort sind schon dezimiert, weil vieles eher online gekauft wird. Wer will sich denn da gemütlich hinsetzen und Kaffee trinken, wenn niemand sonst mehr flaniert?

Wir sagen Ihnen, sogar die E-Mobilität würde die Flucht aus der Innenstadt beschleunigen, wenn die parkenden Autos dort verschwinden müssten. Da fehlt dann endgültig die beste Zeit zum Laden, nämlich wenn der Mensch selbst schläft.

Alles andere ist verlorene Zeit, die niemals genau passt, noch nicht einmal beim Einkaufen. Apropos Einkaufen. Haben Sie schon einmal versucht, Ihren Wocheneinkauf mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu bekommen? Vergessen Sie es.

Oder mit dem Taxi, das dann vor dem Supermarkt mindestens eine halbe Stunde auf Sie wartet. Oder Sie tarieren genau aus, wann Sie es aus dem Supermarkt heraus wieder bestellen, was dann doch nicht klappt. Entweder ein(e) Taxifahrer/in irrt umher und sucht Sie, oder Sie stehen mit vollen Einkaufswagen rum.

Entvölkern Sie auf diese Weise die Stadt und Sie werden sehen, was Sie davon haben. 'High Noon' oder 'Zwölf Uhr mittags' mit Gary Cooper, erst tödliche Stille und dann Schießerei. Es ist zum Mäuse melken mit diesen Utopisten.

Vorschlag zur Güte:
Verbrenner-Fahrer/innen dürfen nur Tempo 100, E-Autos wegen der geringeren Umweltbelastung 130.

Sie fordern z.T. auch 100 km/h auf der Autobahn, 80 km/h auf der Landstraße und 30 km/h in der Stadt. Da zeigt sich wieder einmal, dass selbst solche Leute nicht für eine sterbefreie Zukunft im Verkehr sorgen können. Denn 80 km/h auf der Landstraße sind wahrhaftig nicht ungefährlich.

Da dürfen Lkws eigentlich nur 60 km/h fahren (und mache halten sich dran), die Sie dann begreiflicherweise überholen können möchten. Da wären dann auch nur 80 km/h erlaubt und damit echt gefährlich. Und frontal mit 160 km/h Differenz aufeinander treffen ist nun sehr wahrscheinlich tödlich.

Gefährlicher als die Autobahn ist eigentlich die Landstraße. Wenn dann auch noch Langeweile hinzukommt . . .

Utopisten können sich nur halten, weil das niemals ausprobiert wird, was sie vorschlagen. Dabei sind wir in der Realität schon auf einem guten Weg. Es gibt immer mehr Kreisverkehre, in denen nur Autos mit etwa der gleichen Fahrtrichtung kollidieren können.

Auf der Autobahn sind wir irgendwann die schnellen größeren Transporter los, weil die sich in elektrifizierter Form selber schaden, wenn sie 160 km/h fahren. Es wird, auch ohne die Utopisten/innen, auf Autobahnen inzwischen deutlich langsamer gefahren.

Sorge bereitet eigentlich nur noch, dass es Autos mit besonders hoher Ladekapazität gibt, die beim Schnellfahren nicht bestraft werden. Hoffentlich bleiben die dann auch so teuer, dass nur Leute mit Geld die fahren können, die dann hoffentlich etwas vernünftiger sind.

Es gibt eine unheilvolle Tendenz, etwas für alle zu verbieten, nur weil einige sich nicht an die Regeln halten. Dabei finanzieren sich doch Ordnungshüter/innen quasi selbt.








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