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Reparatur



kfz-tech.de/PME104

Die Hersteller haben das inzwischen schon geschickt eingefädelt. Sie vergeben großzügig eine Mobilitätsgarantie, um die Kunden/innen zunächst einmal an ihre Werkstätten zu binden. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil in der Regel an einem neuen Auto keine besonderen Mängel zu erwarten sind. Ist das nicht der Fall, hat man es ohnehin mit der Werkstatt zu tun.

Hier gilt, immer wieder hinfahren, bis der Schaden behoben ist. Kluge Leute lassen das Auto vor Ablauf der Garantie noch einmal durchchecken. Von wem? Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich ohnehin eine Werkstatt gesucht haben. Hier ist das Fragen im Bekanntenkreis und weitere Recherche besonders hilfreich.

Nein, man muss nicht unbedingt die Werkstatt wechseln. Das bestimmt die Erfahrung, die man bisher gemacht hat. Wenn sich aber umgekehrt die Werkstatt mehrmals als unfähig erweist, Mängel zu beseitigen, dann sollte man Konsequenzen ziehen. Nach vier bis fünf vergeblichen Reparaturversuchen gravierender Mängel ist eine Wandlung des Kaufvertrages in Betracht zu ziehen. Voraussetzung wäre allerdings dann auch eine möglichst lückenlose Dokumentation.

Vielfach praktiziert wird der Wechsel der Werkstatt nach Ablauf der Garantie. Was unbedingt absolviert werden muss, ist natürlich die zweijährige TÜV-Vorführung. Da war der TÜV selbst früher am günstigsten. Das hat sich inzwischen geändert. So können Werkstätten günstiger sein. Also beim Wechsel in eine andere auch diesen Punkt berücksichtigen.

Zusätzlicher Vorteil hier, Mängel, die einem Erfolg der Prüfung im Wege stehen, können noch am gleichen Tag und ohne Mehrkosten erledigt werden. Aber Vorsicht, Werkstätten mit gutem Ruf haben zurzeit einen mehr als vollen Terminkalender. Ganz korrekt handelnde weisen sogar noch ihren Anteil an den TÜV-Gebühren aus.

Eine besondere Vorbereitung zur TÜV-Prüfung ist nicht sinnvoll und notwendig. Man kontrolliert (auch sonst regelmäßig) die Lichtanlage und die Reifen samt Druck. Messies sollten den Innenraum aufräumen und vielleicht saugen, Unterbodenwäsche nur nach besonderen Vorfällen. Was einem sonst beim Fahren Relevantes auffällt, hat man ja ohnehin schon reparieren lassen.

Ein genereller Auftrag zur Inspektion kommt einer Aufforderung nahe, das eigene Bankkonto zu sprengen. Grundsätzlich sollte man über das private Auto ein wenig Buch führen. Natürlich legt man die Termine für einen Werkstattbesuch so, dass möglichst viele Arbeiten zusammenfallen. Dabei sollte man sich keineswegs sklavisch an Werksvorgaben oder Serviceanzeigen halten.

Als Beispiel möge der Wechsel des Motoröls dienen. Schlägt der bordeigene Computer das vor, sollte man trotzdem noch berücksichtigen, ob man denn grundsätzlich das Öl durch heiße Ritte über die Autobahn oder viele Kaltstarts im Winter belastet oder eher nicht. Dann kann man hier ein wenig schieben.

Noch interessanter ist der Service der Klimaanlage, der z.B. von VW überhaupt nicht vorgeschrieben ist. Vorsichtige Leute nehmen für das erste Mal drei Jahre, normale fünf und etwas mutigere sieben. Aber alle checken dann anhand der nötigen Beifüllmenge von Kältemittel, wie nötig denn dieser Service war und korrigieren ggfls. ihre Intervalle. Wenn bis zu einem Drittel gefehlt hat, ist damit der Kompressor noch nicht in Gefahr gewesen.

Bei der Bremsflüssigkeit ist es schwieriger, denn die Prüfung, natürlich am Radbremszylinder, ist zwar möglich, aber auch der Austausch. Jährlich ist auf jeden Fall zu kurz, alle drei Jahre vielleicht angemessen. Wer prüfen lässt, erhält natürlich auch hier einen Überblick, wie nötig es denn war.

Also, gezielt in Auftrag geben und sich durch Dokumentation das Auto langsam 'erarbeiten'. Man erhält ein Gefühl dafür, was das eigene Auto braucht und was übertrieben ist und nur Kosten verursacht. Schwierig ist allerdings eine solche Beurteilung von Filtern. Der Schwärzungsgrad ist nicht immer ein Maß für den nötigen Austausch. Allerdings kann man hier auch etwas öfter wechseln, indem man Innenraum- und Luftfilter kostensparend selbst austauscht.

Und dann kommt noch der mögliche schonende Betrieb eines Kfz hinzu, der wohl am meisten Geld spart. Frühzeitig in den nächst höheren Gang, vorausschauend ausrollen lassen. Kupplung beim Schalten ganz durchdrücken und nicht zu lange im Druckpunkt betreiben. Kaltstarts durch Zusammenlegung von Fahrten vermeiden.

Nicht nur Elektroautos brauchen wenig Bremsbelag, auch Verbrenner können durchaus 100.000 km ohne Wechsel auskommen. Weniger hektisches Gebaren am Steuer soll auch Vorteile bei der weiteren Entwicklung der Persönlichkeit haben. Und die Sicherheit vor einem teuren selbstverschuldeten Unfall wächst ebenfalls.

Ja, ein nicht sorgfältig ausgefülltes Scheckheft soll Abzug beim Wiederverkauf bringen. Mag sein, wenn man sein Auto alle drei bis vier Jahre wechselt. Wird das Auto älter, erhält man ohnehin nicht den Preis, den es einem eigentlich wert wäre. Vielleicht zeigt man dann die eigene Dokumentation, die ja für den/die Käufer/in eigentlich noch wertvoller sein kann.


kfz-tech.de/YME57







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