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Motorrad fahren 1



Zwar hat das Auto derzeit aus verschiedenen Gründen keine Konjunktur, aber das Motorrad schon viel länger. Jetzt wollen wir die Gründe dafür nicht analysieren, aber vielleicht konstatieren, dass eine wachsende Zahl von Autofahrern/innen vom Motorrad keine Ahnung hat.

Genau für die ist dieses Kapitel bestimmt und als Einstieg das Video oben von einem Motorradrennen. Es ist mit einem Autorennen nicht zu vergleichen. Man geht dort deutlich höhere Risiken ein. Und während die Todesrate z.B. in der Formel 1 deutlich gesunken ist, nimmt sie zeitweise im Motorrad-GP zu.

Das sieht immer so harmlos aus, wenn Fahrer und Maschine beim Abflug aus Tempo 200 in verschiedene Richtungen fliegen und ersterer danach aufsteht und zu den Boxen eilt, aber er kommt eben nicht immer so glimpflich davon. Dagegen sind F1-Fahrer durch eine Carbonzelle optimal geschützt, auch wenn das Heck mit Antrieb abreißt.

Ein Motorrad verfügt über keinerlei Knautschzone. Bei einem Unfall trennen sich meist Maschine und Fahrer/in voneinander, ungewiss wo letzterer verbleibt. Die Wendigkeit des Motorrads wird durch höhere Geschwindigkeiten deutlich gemindert. Dann verengt sich die Straße zu einem Tunnel.

Das Motorrad ist deutlich leichter als ein Pkw, hat die kleinere Querschnittsfläche, aber einen höheren cW-Wert. Schwer zu sagen, wer bei gleicher Motorleistung schneller ist. In der Beschleunigung allemal, wenn die Schwierigkeiten überwunden sind, das Drehmoment auf die Straße zu bringen.

Man unterstellt dem Motorrad eine geringere Haltbarkeit. Auch ist die Versorgung mit Ersatzteilen zumindest zeitlich ein Problem. Das alles macht es zum Spaßmobil mit der Möglichkeit, das Fahrerlebnis von einer ganz anderen Seite kennenzulernen, auch mit einem Cabrio

Allrad-Motorräder gibt es nicht, Frontantrieb außer bei einem französischen Mofa, dem deutschen Oldtimer Megola und manchen E-Nachrüstungen ebenfalls nicht. Fast immer bäumt sich also ein Motorrad beim Beschleunigen auf, verlagert seinen Schwerpunkt deutlich. Es wird in die Kurve gezwungen, indem man (meist unbewusst) nach außen lenkt und damit eine Schräglage erzielt, die einen durch die Kurve bringt.

Zweiräder sind so leicht, dass man sie als Schutz vor Diebstahl festketten muss. Zusätzlich leistet auch noch eine Blockade der Bremsscheibe gute Dienste. Motorräder fahren bis auf verschwindend wenige Ausnahmen auf Benzin. Drehmoment untenherum ist weniger gefragt als Leistung bei in der Regel deutlich höheren Drehzahlen als beim Auto.

Hier muss man die großen Cruiser z.B. von Harley ausnehmen, obwohl auch diese Firma inzwischen ausgesprochen sportliche Bikes liefert. Nein, besser bremsen können Superbikes im Vergleich zu Super- Sportwagen nicht. Auch kommen sie keineswegs schneller durch Kurven. Leichte Chancen haben sie beim Beschleunigen.

Die Zylinderzahlen sind im Durchschnitt geringer als beim Pkw. Bei der Zahl 6 ist ohnehin Schluss. Eine Wandlerautomatik gibt es beim Motorrad nicht, höchstens ein Doppelkupplungsgetriebe. Schaltgetriebe können durchaus noch unsynchronisiert sein. Geschaltet wird mit dem Fuß. Die Handhebel für Kupplung und Bremse haben sich erhalten.

Da die Hubräume geringer und die Drehzahlen höher sind, schlägt sich das auch auf die Literleistungen nieder. Das niedrigere Gewicht könnte auf geringeren Verbrauch deuten, aber da macht die Fahrweise oft einen Strich durch die Rechnung. Das bedeutet bei einem deutlich kleineren Tank natürlich eine geringere Reichweite.

Für die Praxis ist nicht nur der begrenzte Stauraum, sondern auch die geringere Zuladung ein Problem. Auch erweist sich ein Motorrad trotz angedeuteten Windschutzscheiben als wenig für lange Strecken geeignet. Und wer nicht gerade in Paris wohnt und Räume zwischen den Autoschlangen benutzt, hat beim Stau schlechte Karten.











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