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Kfz-Technik - Langsamer Abschied



Was bin ich gerne Auto gefahren, von meinem 18. Lebensjahr an. Damals kostete der Führerschein noch 218 DM. Ich habe auch prompt den obligatorischen Unfall gebaut. Zum Glück ist niemand verletzt worden und mein Vater hat sich großartig verhalten.

Ich habe meine Autos hauptsächlich zum Reisen gekauft, die erste Hälfte meines Autofahrerlebens mit oft recht jungen Unfallwagen bestritten, die zweite Hälfte ausschließlich Neuwagen, gemeint sind hier noch bezahlbare Neuwagen.

Ja, gereist sind wir viel, wann immer sich die Gelegenheit bot. Gerne auch weit, Narvik, Helsinki, Algarve, Instanbul, Litauen, Rabat. Drei Reisen Nordamerika, die letzte mit 16.000 km Interstate, zur Arbeit eher mit Fahrrad, Bahn bzw. Fahrgemeinschaft.

Nur ein einziges Mal liegengeblieben, aber am nächsten Tag aus eigener Kraft wieder flott gekommen. Ich meine, mein Auto mit leichten Abstrichen noch ganz gut zu beherrschen, aber das glaubt wohl letztlich jede(r) von sich selbst.

Nun aber scheint Schluss mit lustig zu sein. Eine Art Mafia ist hinter mir her. Erst erlaubt mir mein Auto nicht mehr, mit offener Heckklappe zu fahren, dann wollen auf einmal staatliche Stellen immer wieder Geld von mir, wenig, aber es summiert sich langsam.

Die anderen Verkehrsteilnehmer haben vielleicht alle diese Geräte in hinterhältigen Fallen auswendig gelernt oder bedienen sich entsprechender Warn-Elektronik. Ich hingegen fahre energiesparend, senke meine Geschwindigkeit am Verbotsschild durch Leerlauf.

Vielleicht liegt es auch an den 150 kW (204 PS) des neuen Autos, Pflicht bei der Wahl der großen Batterie. Ich kann aber offenbar gar nicht schnell genug umlernen, wie diese unangenehmen Briefe ins Haus flattern. Ehrlich, die verleiden mir das Autofahren deutlich.

Im letzten Zettel war sogar das Bild falsch, keine Ahnung, wen die automatische Kamera im Zusammenhang mit meinem Auto aufgenommen hat. Hoffentlich muss ich mich jetzt nicht wieder um einen Anwalt bemühen. Ich habe vom letzten noch die Schnauze restlos voll.

Unser Kreis kommt auf deutlich über eine Million Einnahmen pro Monat. Kein Wunder, dass der Verkehr immer zähflüssiger wird, sogar die Abstände an den Ampeln immer größer und die Bereitschaft, doch endlich loszufahren, immer geringer.

Es ist wie bei den privaten Sonnenkollektoren auf dem Dach. Sie bringen vielleicht nicht viel, aber wenn man die Subventionen so radikal streicht wie Frau Reiche, riskiert man, dass die Bürger ihr Interesse am Kampf gegen den Klimawandel mehr und mehr verlieren.

Längst scheint das Hauptargument für die Installierung solcher Mess- und Fotografier-Einrichtungen obsolet zu sein, die Entschärfung von Unfallschwerpunkten. So viele von denen gibt es gar nicht, wie an solchen Geräten in der Landschaft verteilt sind.

Jetzt können Sie natürlich einwenden, dass solche Verkehrsflegel, wie ich es einer bin, diszipliniert gehören. Aber bitte, ich habe gerade meine jährliche Rechnung von der Versicherung erhalten. Danach bin ich bei der Haftpflicht- auf 40 und der Kaskoversicherung auf 46 schadensfreie Jahre eingestuft.







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