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Hybride von Toyota



kfz-tech.de/YKfz11

Wie geschickt sind eigentlich die Japaner rund um Toyota. Wir können Ihnen sagen: 'Sehr geschickt.' Ob das so bleibt oder ob sie die Kurve zur echten E-Mobilität noch kriegen, bleibt allerdings abzuwarten. Aber bis hierher haben sie einen, aus ihrer Sicht, sehr guten Job gemacht.

Nein, wir wollen jetzt nicht wieder die ganze Geschichte erzählen, vermutlich beginnend mit dem Prius I. Der hat inzwischen mit den neusten Kreationen des Hauses nur noch den Namen gemeinsam. Wir bleiben auch ausdrücklich bei der Hybrid-Version ohne Plug-In.

Denn die zeigt auch, man möge es uns verzeihen, eine gewisse Schlitzohrigkeit. Uns kam der Gedanke für dieses Kapitel bei der Erfassung der Daten für die vorläufig letzte Corolla-Version, ein Auto mit sage und schreibe 70 kW elektrischer Leistung und nur einer kWh Batteriekapazität.

Und diese wird auch noch beworben als LiIo-Batterie. Als ob das bei so wenig nicht egal wäre. Übrigens muss man schon grundsätzlich bei japanischen Hybrid-Herstellern sehr suchen, um die Kapazität der Batterie zu erfahren. Aus gutem Grund, weil sie eben so klein ist.

Das bedeutet im Grunde eine enorme Kostenersparnis und trotzdem kann man den Wagen als eine Art E-Auto bewerben. Begriffe wie 'Brücken-Technologie', 'Vollhybrid' und 'selbstladend' tauchen da auf, noch nicht einmal von Toyota selbst, denn dafür gibt es bemühte YouTuber.

Zu diesem Teil der YouTuber kommen wir noch. Um zu begreifen, was der Hersteller mit einer so kleinen Batterie überhaupt anstellen kann, müssen wir uns die Nachteile des Verbrennungsmotors anschauen. Denn genau das haben die Ingenieure/innen von Toyota offenbar getan.

Beginnen wir mit Kreuzungen, genauer gesagt Ampeln. Die stehen jetzt bei uns für alle die Situationen, in denen der Ottomotor läuft, aber das Auto nicht fährt. Die kosten sinnlos Energie, die erspart einem der elektrische Antrieb.

Ein Toyota-Verbrenner muss also nicht etwa gestartet werden, er fährt elektrisch an und kuppelt sich irgendwann sanft hinzu. Schon die erste Aufgabe wie geschaffen für japanische Ingenieure/innen, denen wir die Eigenschaft zurechnen, etwas auszutüfteln, bis es hundertprozentig klappt.

Jetzt schauen Sie sich einmal einen jeglichen Vorgang der Beschleunigung an. Manche, auch Fachleute, haben bis heute nicht kapiert, dass dafür die Zuständigkeit von der Lambdasonde zum Luftmassenmesser wandert, aber eben nur dann.

Warum ist das so. Weil beim Tritt aufs Gaspedal dem Motor mehr Luft zugeführt würde, bis die Lambdasonde erst merkt, dass angefettet werden muss. Zudem muss überhaupt zusätzlich Kraftstoff eingespritzt werden, und genau für die Lösung dieser Probleme gibt es den Luftmassenmesser.

Vermutlich hat man die Anreicherung dem Toyota-Verbrenner abgewöhnt und überlässt die Beschleunigung dem E-Motor. Aber erklärt das die Frage, warum der E-Motor so stark sein muss? Kostenmäßig fällt der natürlich weniger ins Gewicht als eine größere Batterie, denn auch eine aufwendige Kühlung braucht er für die kurzen Momente nicht.

Sie meinen, das sei schon alles gewesen? Dann haben Sie einen der größten Fehler des Verbrenners nicht bedacht, nämlich seine Unfähigkeit, sich die Bewegungsenergie bei jeglicher Verzögerung zurückzuholen. Das kann nur der E-Anteil im Fahrzeug.

Wobei wieder die Genauigkeit der Erfassung der Zusammenhänge höchste Bedeutung erlangt. Es reicht einfach nicht, die Batterie stumpfsinnig immer kleiner zu machen. Denn die muss zur Aufnahme der Energie bereit sein, darf z.B. nicht für längere Zeit ganz vollgeladen sein.

Man braucht trotzdem immer genügend Energie zum sogenannten Boosten, also dem Verbrenner beim Beschleunigen zu helfen. Genau darin liegt die jahrelange Erfahrung von Toyota, die man wohl nicht aufgeben will und die Welt scheint das auch nicht zu wollen, wie die Verkaufszahlen begründen.

Und jetzt noch einmal zu den schlimmen YouTubern. Die erwähnen nicht, dass sich an den Verbräuchen auf der Autobahn kaum etwas ändert, weil auch der tollste Hybridantrieb machtlos ist, wenn immer schön gleichmäßig gefahren wird.

Da kann man nur hoffen, dass sich Toyota-Fahrer/innen eher dem japanischen Tempo von etwas über 100 km/h auf der Autobahn anpassen. Nein, solche YouTuber weisen mit Stolz auf den geringeren Verbrauch in der Stadt, als ob dies der Löwenanteil eines 4,65 m langen Sports Tourers sei.

Und wo kommen die tollen WLTP-Werte her? Natürlich in diesem Fall nicht von einer nicht mitgezählten Batterie wie bei den Plug-Ins. Aber schauen Sie sich einmal die WLTP-Kurven genau an. Die gehen rauf und runter und enthalten Standzeiten, wie geschaffen für ein Hybridauto.

Aber wenn wir die Handlungsweise der Firma als 'schlitzohrig' bezeichnen, dann reicht das bisher Gesagte nicht aus. Dann müssen wir uns den Verbrenner etwas genauer ansehen. Während besagte Youtuber von einem 'neuen' Motor reden, würden wir den eher als 'älteren' bezeichnen.

Man reibt sich verwundert die Augen, da steht wieder etwas von Saugrohr-Einspritzung. Man hat sich den direkten Weg des Kraftstoffs in den Brennraum mit seinen höheren Kosten gespart, d.h. der Motor ist gleichzeitig ineffektiver geworden.

Auch von der einstmals viel beworbenen Motorsteuerung VVT-i oder VVT-iE, ob nur für die Einlassseite oder 'Dual' ist keine Rede mehr. Kann es sein, dass die Entwicklung hin zu einem effizienteren Hybrid zu einem altmodischeren Verbrenner geführt hat?

Neuerdings hält sogar der Trend zur Zusammenfassung an:

Energieverbrauch in l/100km
Kombiniert4,4-4,8
Innenstadt (niedrig)3,6-4,1
Stadtrand (mittel)3,4-3,8
Landstraße (hoch)3,9-4,2
Autobahn (Höchstwert)5,7-6,1
CO2 kombiniert100-108 g/km

Das ist mit der Trennung von 'Innenstadt' und 'Stadtrand' und dem 'kombinierten' CO2-Verbrauch so geschickt aufgelistet, dass man den normalen Verbrenner-Verbrauch auf der Autobahn gar nicht wahrnimmt. Schauen Sie einmal, welche YouTuber darauf hinweisen.

Da stehen doch etwas zu sehr Kosten im Vordergrund und etwas weniger der Kampf gegen den Klimawandel. Und die Welt macht fröhlich mit. Besonders im konservativen Amerika scheint das Konzept locker aufzugehen. Nur die 'blöden' Deutschen, die scheinen das zu torpedieren.

Aber selbst die fängt man ein, indem man jetzt schon einen mehr als gesunden Preisnachlass offerieren, noch bevor die Bundesregierung sich geäußert hat. Das ist aber dann wieder Cleverness und nicht schlitzohrig. Es sei den Japanern zugestanden, wenn die anderen so lahm sind . . . .







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