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Ferrari Luce II


Deutsche Untertitel sind möglich . . .


kfz-tech.de/YKfz12

Jetzt hätten wir an dieser Stelle so gerne ein Beispiel gebracht, dass riskant innovative Fahrzeuge auch als Oldtimer die höchsten Wertzuwächse erreichen. Aber das ist leider nicht der Fall, wenn man in die Geschichte von Ferrari schaut.

Technische 'Revolutionen' gingen vielleicht von Modellen wie dem F40, F50 oder 288 GTO aus. Man denke nur an das Geschrei, als der F80 herauskam und 'nur' noch acht Zylinder hatte, obwohl er schneller war als der Zwölfzylinder.

Nein, die höchsten Auktionspreise erzielte bekanntlich der Ferrari 250 GTO, eher eine Evolution, entwickelt mit viel Erfahrung aus dem Motorsport, einem weiterentwickelten V12, gelungener Abstimmung und guter Ausnutzung der Homologationsregeln.

Wer also heute einen Ferrari Luce kauft, und damit auf eine enorme Wertsteigerung des ersten Ferrari-Elektroautos hofft, könnte böse auf die Nase fallen. Aus dieser Gruppe von Interessenten kann sich die neue Käuferschicht wohl nicht zusammensetzen.

Verrückt: Fast immer bei der Vorstellung eines neuen Modells heißt es, man habe mit einem leeren Blatt Papier begonnen, tut das aber eine Firma zumindest annähernd wirklich, dann haben die Menschen anscheinend Schwierigkeiten damit.

Das ist das erste Auto, das Jony Ive bzw. seine Firma konzipiert hat und von Ferrari anscheinend bewusst so gewollt. Und das passt so schön. Unsereiner hat Apple immer wegen der hohen Preise gemieden. Das zweifellos z.T. schöne Design war es uns nicht wert.

Wir haben jedoch auch unser Budget bezüglich des Kaufs von Fahrzeugen nie ausgenutzt. Gleichzeitig gibt es aber bestimmt Menschen, die das für den Kauf z.B. eines iPhones getan haben. Jetzt muss man nur noch ähnliche in Bezug auf das Auto finden?

Wohl eher nicht. Wir stellen uns da Väter oder Mütter mit einem sehr guten Job vor, die gleichzeitig ihre Familie beherbergen wollen, aber auf gewisse Fahrleistungen eines Sportwagen nicht verzichten wollen, sozusagen Besitzer/innen eines Golf GTI der Neuzeit.

Damit sich der enorme Preis auch lohnt, ist der Wagen gleichsam wie ein Mantel mit dem Pelz nach innen. Da hat man ja auch eigentlich mehr von, weil man eher stundenlang im Auto sitzt, als es ebenso lange von außen zu betrachten.

Und da ist wirklich viel Gehirnschmalz investiert worden. Man hat das Gefühl, hier ist vom herkömmlichen Ferrari her kein Stein auf dem anderen geblieben. Da kommt die Meinung von Jony Ive durch, dass es vieles gibt, das nicht produziert werden sollte, weil Ressourcen kostbar sind.

Sein Innenraum sollte produziert werden, weil auch jemand etwas davon hat, der/die das Auto nicht kauft. Schwierige Abwägung, ob nicht vielleicht Luxusautos mit das nachhaltigste sind, was es gibt, vergleichbar vielleicht mit einem Rolls Royce, der vom Vater dem Sohn vererbt wurde.

Ferrari spricht von einer „Forever“-Philosophie: Die Batterie besteht aus Modulen, die sich leeren, überarbeiten und mit neueren Zelltypen bestücken lassen sollen. Ziel ist, dass ein Luce in 15 oder 20 Jahren nicht wegen veralteter Batterietechnik technisch abgeschrieben ist.








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