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Ferrari Luce I



Hey Ihr Weltraumaffen, habt Ihr eigentlich in einigermaßen vollem Umfang begriffen, worum es Ferrari bei dem ersten E-Auto geht? Habt Ihr wenigstens einmal Fakten gesammelt, bevor Ihr Euer erstes negatives Urteil abgegeben habt?

Wir tun das gerade und wundern uns, holen diese z.B. aus einem Interview mit Jony Ive und Chefdesigner Flavio Manzoni. Habt Ihr gewusst, dass Ferrari 2025 13.640 Fahrzeuge ausgeliefert hat, davon 81 Prozent an Personen, die schon einen Ferrari besaßen?

Das muss doch aufhorchen lassen. Schon immer wieder zu betonen, dass der Luce der erste Fünfsitzer sei, ist irgendwie falsch. Es gibt ihn nämlich auch mit vier Sitzen und es gibt den Purosangue, der ziemlich exakt die gleiche Länge hat.

Ist Euch entgangen, dass der schon ziemlich viel vom Luce vorwegnimmt, z.B. die gegeneinander öffnenden Türen und, wie der ADAC schreibt, teurer als ein Rolls-Royce ist, ähnlich schnell wie der Luce und mit nur einem Zoll kleineren Felgendurchmessern?

Erstaunlich: Dessen Liste musste nach 3.000 Bestellungen geschlossen werden. 2025 war er das meistverkaufte Modell von Ferrari. Was habt ihr gedacht, wie ein rein elektrischer Nachfolger sein könnte, der deutlich mehr Leistung, allerdings weniger Reichweite haben würde?

Etwa billiger, leichter? Auf welchem Stern lebt Ihr denn? Habt Ihr Euch schon einmal den 296 GTB angeschaut und bei dem irgendeine Ecke oder scharfe Kante entdeckt? Zu dem würdet Ihr wohl niemals sagen, er sei 'rundgelutscht'. Vergleicht bitte zusätzlich das Front-End!

Was hätte man bei Ferrari denn tun sollen? Hinter den tiefen Sitzen alles mit Batterien vollballern, um nur ja die korrekte niedrige Höhe einzuhalten, vorne die Wahl zwischen zusätzlichem Frontantrieb oder Frunk? Denkt Ihr eigentlich nur an die Vergangenheit?

Ist Euch das Verhältnis von vermutlich 14.000 verkauften Ferrari-Verbrennern in diesem Jahr und, was wir so gehört haben, 1.000 E-Autos überhaupt klar, wenn das mit dem Produktionsanlauf denn überhaupt so klappt? Die sind sich selbst nicht ganz sicher.

Wie überhaupt Designer, die ein neues, in die Zukunft gerichtetes Produkt schaffen. Hätte man damals wissen können, dass man mit einem stilisierten, angebissenen Apfel dereinst einen so großen wirtschaftlichen Erfolg haben würde?

Muss der Wagen uns gefallen, die wir ihn uns niemals werden leisten können, denen, die schon mindestens einen Ferrari besitzen oder vielleicht einer ganz neuen, vielleicht auch jüngeren Klientel? Wer ist näher dran an dieser potentiellen Kundschaft, Jony Ive im Silicon Valley oder die Traditionellen z.B. in Italien?

Müssen demnächst die E-Autos nicht nur mit dem Sound, sondern auch noch mit den Vibrationen eines Verbrenners ausgestattet werden, nur weil die Kunden/innen sich nicht umgewöhnen können? Jony Ive weist darauf hin, dass Ferrari 'schon seit Jahrzehnten die fortschrittlichsten E-Motoren baut'. Ist denn Ferrari nicht mit noch viel größeren mutigen Taten entstanden, 1,5 Liter verteilt auf 12 Zylinder und das in der furchtbar armen Zeit kurz nach dem Krieg? Liegt nicht schon immer viel Innovation in der Luft in Verbindung mit der Marke Ferrari?







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