Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Buchladen
 F7 F9



Automatikgetriebe 2



kfz-tech.de/PME84

Man muss sie sorgsam von automatisierten Schaltgetrieben unterscheiden. Schon früh gab es hier Kupplungen, die durch einen Stellmotor ein- und ausgerückt wurden. So einer erhielt sein Signal durch Betätigung des Schalthebels. Beim VW-Käfer konnte es also passieren, dass der Motor aufjaulte, weil man mit dem Knie dem Schalthebel zu nahegekommen war.


kfz-tech.de/PME85

Die anfängliche, durch Fliehkraft geschlossene Anfahrkupplung war beim Käfer schon durch einen Drehmomentwandler ersetzt. 'Halbautomatik' war eigentlich die richtige Bezeichnung für die Konstruktion, während ein Doppelkupplungsgetriebe schon als automatisiertes Schaltgetriebe bzw. echte Automatik bezeichnet werden kann.

Davon strikt abgrenzen muss man die Wandlerautomatik, obwohl man den Unterschied beim Fahren eigentlich kaum bemerkt. Durch das Schließen der Kupplung nach dem Anfahren wirkt die bisweilen auch ein wenig ruckhaft wie das Doppelkupplungsgetriebe. Aber der Name täuscht, denn nicht nur in der Kupplungsglocke sieht die Wandlerautomatik völlig anders aus.


kfz-tech.de/PME86

Durch die im Getriebe zusätzlich eingebauten Lamellenkupplungen und die Planetensätze wirkt sie nach außen hin wie ein großer Zylinder. Allerdings ist unten noch eine Steuerung mit Ölwanne angeflanscht. Besonders wichtig hier die Ölpumpe, meist mit entsprechender Filterung. Das Öl kann im Betrieb sehr warm werden und hat deshalb Wechselintervalle, allerdings etwas längere als der Motor.


kfz-tech.de/PME87

Eines der Planetengetriebe in so einer Automatik besteht zumindest aus einem Sonnenrad in der Mitte und einem Hohlrad außen. Zwischen beiden und mit beiden kämmend, zwei bis vier Planetenräder. Deren Träger und die beiden anderen Räder sind in der Regel mit je einer Welle verbunden, wobei eine kompakte Anordnung bei mehr als zwei nötig ist (Bild oben).

Sie mögen sich jetzt bitte vorstellen, dass die Welle für das Sonnenrad von Motor kommt, die des Planetenradträger festgebremst und das Hohlrad mit dem Achsantrieb verbunden wird, Das wäre schon die Realisierung eines kleinen Ganges. Wenn dann der Planetenradträger statt festgebremst zu sein, mit dem Hohlrad verbunden würde, wäre die Übersetzung 1 : 1, also ein großer Gang.

Und wie ändert das Steuergerät die Verbindungen? Das Bild unten zeigt prinzipiell, wie es mit Öldruck zwischen zwei Lamellenkupplungen hin- und herschalten kann. Es gibt z.B. Druck auf die obere linke Leitung, die aus dem Gehäuse eine Verbindung zu einer umlaufenden Nut in der Getriebewelle hat. Natürlich erfolgt die Abdichtung platzsparend eher über O- als die hier gezeichneten Simmerringe.


kfz-tech.de/PME88

Sie sollen im Grunde auch nur verstehen, wie der Druck in eine Leitung der drehenden Welle gelangt. Ebenso müssen Sie sich die Betätigung der Lamellenkupplung als Ringkolben vorstellen. Da wird also die Verbindung durch die innere Kupplung und damit zu der entsprechenden Welle geschlossen. Wird die rechte Leitung oben links mit Druck beaufschlagt, existiert ab jetzt eine Verbindung zur äußeren Welle rechts.


kfz-tech.de/PME89

Hier wird es noch ein wenig komplizierter, weil man versucht, noch mehr Gänge in einem Planetensatz platzsparend unterzubringen. Dabei benötigen neuere Automatikgetriebe im Prinzip schon fast mehr Raum für Lamellenkupplungen als für Planetensätze, obwohl die ineinanderliegen. Hier gehen links drei Wellen über- bzw. untereinander ab. Mit so einer Anordnung kann man leicht 3 Vorwärts- und einen Rückwärtsgang realisieren.

Natürlich bringen mehr Gänge auch etwas mehr mögliche Antriebsleistung.

Früher hat das Ganze auch ohne Elektronik funktioniert, heute können noch ein paar Parameter mehr in die Steuerung eingehen. Nachholbedarf bestand bei einer Wandlerautomatik vor allem beim Verbrauch, wo sie inzwischen beeindruckende Ergebnisse liefert, allerdings immer noch leicht hinter dem Wechselgetriebe mit dem/der richtigen Fahrer/in zurückbleibt.


kfz-tech.de/YME45

Die Getriebespülung wird vermehrt empfohlen, seit die Werkstätten Spülgeräte schon für relativ kleines Geld erstehen können.


kfz-tech.de/YME46







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller