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Kfz-Technik - Amerikanische Lkw



. . . aber schöne Bilder

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die sind schwerer und größer als europäische. Länger ja, weil die amerikanischen Behörden nur die Länge des Aufliegers festlegen. Allerdings sind sie damit moderner unterwegs, als man vermuten würde.

Denn im Zuge der Elektrifizierung wird auch europäischen Lkws etwas mehr Schnauze zugebilligt, um sie windschnittiger und damit effizienter zu machen. Auch scheint man, in die elektrische Zukunft blickend, zur Dreiachser-Sattelzugmaschine zu tendieren wie in Amerika.

Ja, diese werden mit Batterien halt deutlich schwerer. Überhaupt, schon seit Jahrzehnten nähern sich amerikanische Lastwagen den europäischen an. Das liegt vielleicht auch an der mehrfachen Übernahme durch europäische Firmen.

Die übergroßen amerikanischen Dieselmotoren sind durch die europäische Norm von sechs Zylindern und zwölf Liter Hubraum ersetzt, begleitet auch von bis zu 16 Litern. Die äußerst komplexen amerikanischen Handschaltungen sind nahezu verschwunden.

Nur bei den Bremsen scheint es noch Unterschiede zu geben. Dies ist umso erstaunlicher, als die Geschwindigkeiten dort wesentlich höher sind. Gemeint sind hier die tatsächlichen, die in Europa wohl bei maximal 90 km/h, in USA aber bei über 113 km/h (70 m/h) liegen.

Nein, man kann nicht sagen, dass alle amerikanischen Lkw nur mit Trommelbremsen ausgerüstet sind, aber sie scheinen noch vorzuherrschen. Und genau die sind natürlich gerade bei höheren Geschwindigkeiten nicht gerade das geeignetere Mittel der Abbremsung.

Auch scheinen die Prüfzyklen mit einem halben Jahr z.B. in Deutschland und durchschnittlich einem Jahr in USA unterschiedlich zu sein. Hierzulande ist es selbstverständlich auch einen beladenen Lkw zu simulieren, in Amerika offensichtlich nicht immer.

Auch die Elektronik hinkt ein wenig hinterher. Während die Entwicklung europäischer Lkw schon in Richtung EBS und elektronische Steuerung geht, scheint man sich in Amerika mit der Einführung von ABS zufrieden zu geben. Die Sicherheitssysteme für die Bremsanlage sind allerdings identisch.

Die Anzahl der Achsen außer Acht lassend, scheint es bei vergleichbarer Länge keine großen Gewichtsunterschiede zwischen einem amerikanischen und einem europäischen Lkw zu geben. Man merkt das an der z.T. äußerst windigen Verkleidung der vorgeschobenen Schnauze.

Gleichzeitig beginnen amerikanische Lkw-Fahrer/innen, die Übersicht von Frontlenkern zu schätzen. Wenn dann auch bei elektrisch betriebenen der Geräuschkomfort ihrer weiter entfernten Motoren sogar noch gesteigert wird, sind sie regelrecht begeistert.

Tesla scheint also von vornherein manches richtig gemacht zu haben mit seinem Semi Truck mit aerodynamischer Nase. Dort sind im Zusammenhang mit der beim Lkw noch viel wichtigeren Rekuperation Scheibenbremsen eingebaut.

Was die hiesigen Lkw-Betreiber allerdings von dem Fahrzeug abhält, ist das fehlende Bett. Und im Moment scheint die Firma Entwicklungskosten zu scheuen. Man hat es offensichtlich geschafft, mit minimalen Änderungen eine Homologation für Europa zu erreichen.







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