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Alle zwei Jahre?


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Wenn wir uns das vorstellen, wir hätten in unserem Leben alle zwei Jahre ein neues Auto gehabt, würde ich gerne die Frage stellen, warum man sich das antut. Wir versuchen gerade, uns in die Situation zu versetzen und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Unser Auto ist jetzt gerade etwas älter als zwei Jahre. Bis auf eine Kleinigkeit haben wir unsere Zufriedenheit mit ihm gefunden und diese Kleinigkeit wird sich nach unserem festen Willen auch noch beheben lassen. Aber jetzt den ganzen Prozess von Neuem beginnen?

Das ist doch verrückt. Wie schwer ist es heutzutage, Zufriedenheit mit einem Produkt zu erlangen. Immer fällt einem später noch etwas ein, was man beim Kauf hätte anders machen können, besonders, wenn man später unter Freunden/innen andere Meinungen hört.

Wir sind nicht grundsätzlich gegen zweijähriges Leasing, wenn die Option ist, das Auto zu behalten, wenn es sich denn bewährt hat. Aber es gibt eben Leute, die wollen das Kauferlebnis immer wieder haben, ohne zu bedenken, dass es sich vielleicht abschleißen könnte.

Über zehn Jahre sind die Autos der Deutschen im Durchschnitt alt. Aber viele davon noch älter, weil immer mehr geleaste Fahrzeuge hinzukommen, angeblich die Hälfte der Neuwagen. Eigentlich ist das nichts anderes als eine gigantische Geldverschwendung.

Warum denn das, Leasing ist doch oft genug günstiger als Barzahlung? Das ist sicher richtig, aber denken Sie die Sache doch einmal weiter. Je mehr Leute leasen, desto mehr kommt auch das in die Nähe der wahren Kosten. Wenn nicht gehen die Leasinggeber pleite.

Niemand macht etwas sehr lange und verliert dabei laufend Geld. Und die Kurve der Wertminderung ist nun einmal exponentiell. D.h. der Wert fällt zunächst rasend schnell und danach immer langsamer. Ein Auto ist im Schnitt nach 3 Jahren und 50.000 km nur noch die Hälfte wert.

Würde die Kurve linear weiter fallen, dann wäre der Wert nach 6 Jahren und 100.000 km Null. Wenn aber die Autos im Durchschnitt 10 Jahre alt werden, muss es zu jedem Zweijährigen auch ein Achtzehnjähriges geben, das einen Wert hat, solange es fährt.

Gewinner an diesen Zuständen sind die Käufer/innen von Gebrauchten. Die lassen die Leasingnehmer/innen erst bezahlen und schöpfen dann den Rest ab. Wie die Hersteller bzw. Leasinggeber das machen, wissen wir nicht. Arm werden sie vermutlich nicht dabei.

Bei den (wenigen) Neuwagen, alle mit Barzahlung gekauft, haben wir schon tolle Rabatte erlebt, sind aber fast immer ausgelacht worden, wenn wir das gegenüber Kennern auf diesem Gebiet erwähnten. Trotzdem bleiben wir bei unserem Prinzip: Einmalige Kosten: ja, laufende Kosten: möglichst klein halten.

Und dann dieser Aufwand. Internet-Recherche geht ja noch, aber Händler abklappern, Lieferzeiten abfragen und festzurren, Probe fahren im fast nie genau passenden Auto. Sonderangebote, Extras zwischen Wünschen und Verzicht.

Dann die Diskussion im Familienkreis mit Unsachlichkeiten und abweichenden Meinungen. Lieber in der Zeit etwas basteln, oder wandern oder ins Theater. Immer schlimmsten Fall würde sich das Ganze für den Zweitwagen wiederholen.

Es gibt Leute, die finden das schön, ins Autohaus zu fahren, sich als Kunde/in behandeln zu lassen, vom neuen Auto zu träumen. Ist ja auch schön, aber eben nicht alle zwei Jahre. Ja, das neue Auto ist sauber, riecht auch gut, wertet die nächsten Tage und vielleicht auch Wochen auf.

Aber man muss auch es irgendwann wieder abgeben. Es wird vermutlich streng auf jede kleine Verletzung hin kontrolliert. Kein langer Zeitraum mit freiem Gebrauch, so mit Kontrolle alle zwei Jahre. Der TÜV lässt einem mehr Zeit, zumindest bei einem Neuwagen.

Einmal: vielleicht ja, immer wieder: auf keinen Fall.







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