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Buchprojekte - Lenkradschaltung



1939er Plymouth Convertible Coupé

Nein, mit sechs Gängen hat es die Lenkradschaltung nie gegeben. Nach unserem Wissen mit fünf auch nicht, aber wir sollten vorsichtig sein, denn drei Schaltgassen waren später durchaus normal.


kfz-tech.de/PGt5

Allerdings begonnen hat die Lenkradschaltung ihre Karriere mit zwei Schaltgassen, nämlich bei zur Wahl stehenden drei Gängen. Dann war der erste nahe dem Lenkrad nach unten und der zweite in der gleichen Ebene nach oben der R-Gang.


Schaltanzeige im Armaturenbrett - Ford Edsel

Bei drei Schaltebenen blieb der R-Gang allein in seiner Ebene übrig. Viel einfacher war die Bedienung von automatischen Getrieben, weil alle Wahlmöglichkeiten in einer Ebene hintereinander lagen. Aber auch bei Schaltgetrieben reicht eine im Vergleich zur Lenksäule etwas dünner dimensionierte Welle, die vom Schalthebel zwischen den verschiedenen Schaltgassen in Längsrichtung verschoben und für die Gangwahl entsprechend verdreht wird.

Hier eine Anbindung an das Getriebe über Gestänge . . .


Am unteren Ende werden beide Bewegungen meist auf ein Gestänge oder seltener auf Bowdenzüge übertragen. Das funktioniert eigentlich recht präzise, wären da nicht gegenüber einer sportlichen Mittelschaltung die längeren Schaltwege. Der wichtigste Vorteil war wohl die Möglichkeit einer Sitzbank für drei Personen vorn. Auch konnten die Plätze etwas leichter gewechselt werden. Das alles verschwand spätestens mit dem Aufkommen von Dreipunkt-Sicherheitsgurten.


Durch das Verschwinden der Sitzbank wurde auch die Lenkradschaltung seltener. Spätestens die mehrfachen Verstell-Möglichkeiten heutiger Lenkungen hätten ihr ohnehin den Garaus gemacht.


Bleibt noch die sogenannte Krückstockschaltung. Sie sehen es am Bild oben, die ist ebenfalls dem Lenkrad sehr nahe. Eigentlich jedenfalls beim 2CV und hier beim R4 nach dem H-Schema funktionierend, hat sie bisweilen doch Ratlosigkeit hervorgerufen. Dabei ist sie genial einfach konstruiert.


Beim R4 ist nämlich das Getriebe vor dem Motor positioniert. Aus ihm ragt der hier im Bild von unten kommende Schalthebel. Der Krückstock greift jetzt über den Motor hinweg auf diesen zu. Übrigens wurden die ersten R4 mit nur drei Gängen trotz des Getriebes vorn über eine Kurbel durch ein Loch in der Stoßstange angeworfen.


Hier eine Art Krückstock noch älteren Ursprungs, nämlich aus DKW-Zeiten. Das Bild stammt natürlich von einem Trabant von Sachsenring. Gegenüber der Renault-Schaltung gibt es zwar auch hier ein H-Schema, nur ist zum Armaturenbrett hin unten der erste, oben der zweite und zum Lenkrad hin gezogen ebenso der dritte und und vierte Gang. Für Rückwärts muss man wegen einer Sperre kräftig drücken und ebenfalls nach unten.

Video 1: kfz-tech.de/YGt1

Video 2: kfz-tech.de/YGt2







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