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 Geschichte 1:

Auto - offensichtlich unverzichtbar.



Sie kriegen das Auto nicht weg. Das sagen wir nicht, weil wir eine Auto-Site sind. Sorry, aber es ist echt eine Tatsache. Und da nützt auch das Gerede vom Nicht-besitzen-wollen eines Autos bei der Jugend nichts.

Die mag eine Zeitlang unbedingt in der Stadt wohnen wollen, aber irgendwann, wenn es denn beruflich möglich ist, zieht es vielleicht junge Familien aufs Land. Das ist nicht nur besser für die Kinder, sondern auch erschwinglicher.

Nein, auf die mangelnde Anbindung der ländlichen Gebiete an den ÖPNV wollen wir jetzt nicht hinaus, sondern etwas völlig anderes. Man könnte es nennen: Wäre es nicht das, dann wäre es etwas anderes.

Schon abgenutzt der Satz, dass das neue Auto für viele die größte Investition ihres Lebens ist. Zumal ein eigenes Haus nachgerade aus den Möglichkeiten von Normalbürgern zu entschwinden scheint. Aber das ist es auch nicht.

Vielleicht sind es Beobachtungen aus der Zeit der Pandemie, die daran erinnern, dass der moderne Mensch bei der doch vielen Freizeit, die er hat, etwas braucht, was ihn beschäftigt, bisweilen sogar fesselt. Aber das ist auch schon wieder übertrieben.

Denn für die meisten Leute hat ein Auto vielleicht den Stellenwert von Toilettenpapier, das zu Beginn der Pandemie als erstes Produkt vergriffen war. Offenbar wurden sich bei der Gelegenheit viele Menschen seines Wertes für unseren Alltag plötzlich bewusst.

Uns droht gerade so eine Situation, weil im Verlauf unseres Prozesses gegen VW unser Auto abhandenkommt und leider die von uns gewünschten Nachfolger mindestens ein halbes Jahr nicht verfügbar sein werden. Die Betonung liegt auf 'mindestens'.

Natürlich braucht man nicht unbedingt ein Auto, wenn man es nicht beruflich braucht. Aber nur wegen einer 2,5 m langen Stange einen Leihwagen nehmen? Oder ein Taxi, das dann auf den Wochenendeinkauf wartet. Oder deren zwei.

Es gibt eben nicht nur die sogenannte Liebe zum Auto, früher durch Putzen und kleinere Wartungsarbeiten dokumentiert, heute bisweilen in viel Geld für Tuning ausgeartet. Oder, etwas seltener, die Freude an Fernreisen wie bei uns früher.

Nein, man benutzt es einfach, denkt nicht darüber nach. Es ist wie Kleidung, die man morgens an- und abends auszieht. Hat ja auch Ähnlichkeit, denn manche Leute legen darauf großen Wert, Klamotten oder eben schicke Autos oder beides.

Da muss erst eine Pandemie kommen und uns Home Office oder generell zuhause bleiben vorschreiben, um uns die in der Regel uneingeschränkte Bewegungsfreiheit mit dem Auto in Erinnerung zu rufen.

Ist man vom Fach, fällt auf, dass über Autos jede(r) etwas sagen kann, sachverständig natürlich, ähnlich wie beim Fußball. Nur dass Unverstand vielleicht wegen der größeren Nähe zur Physik hier mehr auffällt.

Nein, wir lassen die Menschen in ihrem Glauben. Wer lesen will, kann dies tun, wer nicht, es bleiben lassen. Die Menschen werden leicht grantig, wenn man sie zu belehren versucht. Bewusstmachung ist gar nicht unbedingt erwünscht, ebenso vielleicht wie bei der Abhängigkeit vom Auto.

So treten wir ein in die Geschichte, die uns zur weltweiten Fertigung eines so komplexen Produkts geführt hat.


kfz-tech.de/YG13







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