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  Geschichte - Einführung 1



Wir haben schon weit in die Geschichte zurückgegriffen, vielleicht die über 2000 Jahre alte Geschichte der Kutsche noch zu sehr vernachlässigt. Sie ist zwar eindeutig kein Automobil, aber auf ihre Technik wurde in den Anfängen vielfach zurückgegriffen. Da reicht es vermutlich nicht, auf die Römer mit ihren vom Chassis über Lederriemen getrennten Aufbauten zu sprechen. Übrigens ist deren Federung deutlich weiter entwickelt als ihre Bremsen. Den Berg hinunter muss ein Balken quer durch die Speichenräder einer Achse geschoben werden, um die wertvollen Zugpferde vor dem Überrollen zu schützen.


Leonardo da Vinci, der Name verrät schon, woher er stammt. 1461 geboren, zieht es ihn schon in jugendlichem Alter nach Florenz, die Stadt der Medici, die man für damals als 'weltläufig' bezeichnen kann. Ohne eine ausreichende Schulbildung werden ihm hier mindestens drei Jahre Ausbildung zum Künstler zuteil, was eine umfangreiche technische Praxis und Einführung in die damals führenden Wissenschaften einschließt. Einer sich ergebenden Nachfrage gemäß kann Leonardo später vom Maler zum Erfinder wechseln.

Der selbstfahrende Wagen ist eigentlich als Gefährt für Theater-Szenen am Mailänder Hof konzipiert. Deshalb der raumsparende Antrieb, auf dem mit einer Abdeckung vielleicht ein Kind oder jedenfalls ein leichter Mensch sitzen kann. Es ist ein Dreirad mit feststellbar lenkbarem Vorderrad. Zwei große und jeweils von Spiralfedern beaufschlagte Zahnräder treiben das Vehikel an. Diese müssen vor jeder Fahrt einzeln aufgezogen werden. Das Drehmoment geht über weitere Zahnräder aus Holz auf die Hinterräder, so, dass der Wagen auch fest eingestellte Kurven durchfahren kann.


Um die Wucht und die unterschiedliche Kraft der Federn im mehr oder weniger gespannten Zustand nicht auf die Fahrgeschwindigkeit zu übertragen, ist eine Art Bremssystem mit Hilfe von je zwei Hebeln und Seilen installiert. Es ist sogar einstellbar. Die Hebel wirken in ihrer Verlängerung auf Noppen auf der Oberseite der beiden großen Zahnräder. Davon können mehr oder weniger eingesetzt werden. Man bezeichnet das als weithin 'programmierbaren' Bremseffekt.

Wie alle Erfindungen beruht auch diese, für den einfachen Zweck ziemlich aufwendig ausgeführte, auf Vorbildern, die z.T. in die Antike zurückreichen. Dabei kommt da Vinci der beginnende Buchdruck sehr gelegen, der ihm die Kenntnis darüber erleichtert. Man könnte diese Möglichkeiten vielleicht mit dem Internet heutiger Tage vergleichen. Zusätzlich illustriert er Bücher schon berühmter Erfinder und lernt dadurch zusätzlich.


Das ist ein auf jeden Fall mechanisch angetriebener Prunkwagen von dem Zirkusschmied und Erfinder Jakob Hautsch 1649 in Nürnberg. Die Literatur darüber ist sich nicht einig. Einserseits wird behauptet, vier verborgene Männer hätten den Wagen mit Hilfe von Kurbeln vorwärts bewegt, andererseits geht man von vorgespannten Federn wie bei da Vinci aus. Vielleicht trifft ja sogar beides zu.

Mit Muskelkraft betriebene Fahrzeuge hatten da schon eine lange Tradition. Sie wurden z.B. für militärische Operationen verwendet. Man denke auch an Schiffe der Römer bzw. Galeeren oder an Dreiräder für Gichtkranke, die über eine Kurbel das einzige Vorderrad antrieben. Berühmt sind auch die ersten U-Boote, die solcherart angetrieben wurden.


Oben dann im Bild die in dieser Zeit wesentlich wichtigere Windkraft, hier aber ausnahmsweise nicht für ein Schiff, sondern ein Landfahrzeug. Erstaunlich, dass durch die Reaktion auf den Klimawandel wieder Segelschiffe entstehen, z.B. Viermaster, bei denen per Knopfdruck riesige Segel gesetzt werden können.


Kurzer Schlenker zurück zur Muskelkraft: Hier die Laufmaschine, 1818 von Karl von Drais zum Patent angemeldet, ein Nachbau, bis auf die Achsen ganz aus Holz. Dass es auch heute noch Fortbewegung vieler Menschen gleichzeitig per Muskelkraft gibt, beweist das Bild unten, allerdings eher aus dem Freizeitbereich.








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