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 1993 Maserati -> Fiat

kfz-tech.de/YFi239
Ist man mal wieder in Schwierigkeiten? Die begleiten diese Firma seit ihrer Geburt 1914. Aus diesem Grund hat sie zusammen mit ihren Gründern, ursprünglich fünf, später noch verbleibende vier
Maserati-Brüder existiert.
Nein, hier ist kein Platz, um in die bewegende Geschichte dieser Marke vollständig einzusteigen. Da es hier um die Marke Fiat geht, steigen wir erst im Jahr 1993 ein, in dem man nach dem Tod von Alejandro
De Tomaso die letzten verbliebenen Anteile von Maserati übernimmt.
Maserati wird Ferrari zugeordnet, allerdings mit einer gewisse Distanz. Als Glücksfall für die Marke stellt sich Ferrari-Chef Luca di Montezemolo heraus. Für das Design bleibt Marcello Ghandini mit dem
Maserati Quattroporte Evoluzione von 1998 noch verantwortlich. Es bleibt bei der leicht angedeuteten Keilform.
Aus der Zeit der Volumenmodelle mit zweifelhaftem Ruf verabschiedet man sich. Am Doppel-Turbo hält man allerdings fest, durch den Vorgänger besonders protegiert. 1998 folgt der schon von Giugiaro
(Italdesign) entworfene, viel rundere 3200 GT mit den berühmten LED-Bumerang-Rückleuchten (Video unten).
Für das Innendesign ist Enrico Fumia verantwortlich, bei Fiat mehr für Lancia zuständig. Beide Designer scheinen zu der Zeit unter besonderer Aufsicht von Montezemolo gestanden zu sein. Erst 2001
erscheint der Spyder. Inzwischen sind auch die Produktion und Qualitätskontrolle vollständig überarbeitet.
Man will Nordamerika erneut erobern, dass man vor 15 Jahren verlassen hat. Helfen kann da die Verbindung mit Ferrari. Also immer mindestens einen Maserati mit in den Showroom. Der Spyder zeigt auch die
endgültige Abkehr von der Turbo-Aufladung.
Ab jetzt werden die Motoren von Maserati denen von Ferrari immer ähnlicher, vermutlich in ihrer Leistungsbeschränkung gleich mitentwickelt. Hubraum und Verdichtung nehmen deutlich zu, die Leistung ein
wenig und das Drehmoment wird geringer, die schädlichen Abgase allerdings auch.
Diese Motorisierung kommt dann auch für das Coupé von 2002 und den Quattroporte von 2003. Es geht Maserati so gut, dass man mit dem MC12 wieder am Motorsport teilnimmt. Der Spyder von 2005 wird
noch von Giugiaro, der GrandTurismo (2007) allerdings schon von Pininfarina entwickelt (Bild unten)
Quattroporte Diesel (V6), Quattroporte S (V6), Quattroporte GtS (V8), Quattroporte S Q4, (V6), 2.987 cm3 (83,0 mm * 92,0 mm), 2.979 cm3 (86,5 mm * 84,5 mm), 3.798 cm3
(86,5 mm * 80,8 mm), 2.979 cm3 (86,5 mm * 84,5 mm), Verdichtung 16,5 : 1 (Diesel), 9,7 : 1 (Benzin), 9,5 : 1 (Benzin), 9,7 : 1 (Benzin), Gemischbildung Direkteinspritzung, Saugrohreinspritzung,
Direkteinspritzung, Saugrohreinspritzung, Aufladung Turbo, Twin-Turbo, 2 * Twin-Turbo, Twin-Turbo, Motorsteuerung 2 * DOHC, Kette, 4 Ventile je Zylinder, Drehmoment, 600 Nm bei 2000-2600/min, 550 Nm bei 1750-
5000/min, 650 Nm bei 2000-4000/min, 550 Nm bei 1750-5000/min, Leistung 202 kW (275 PS) bei 4000/min, 302 kW (410 PS) bei 5000/min, 390 kW (530 PS) bei 5000/min, 302 kW (410 PS) bei 5000/min, CO2
-Emission 163 g/km, 242 g/km, 278 g/km, Frontmotor, Hinterradantrieb, Hinterradantrieb, Hinterradantrieb, Allradantrieb, 8G-Automatik, 8G-Automatik, 6G-Automatik, 8G-Automatik, Radstand 3.171 mm, Wendekreis
11.800 mm, Aufhängung v/h, Doppelquerlenker, Bremsen v/h Scheiben, innenbelüftet, Reifen v/h, 235/50 R 18 / 275/45 R 18 bis 245/35 R 21 / 285/35 R 20, Karosserie, 4-türig, Stufenheck, Länge 5.262 mm, Breite
1.948/2.100 mm, Höhe 1.481 mm, Gepäckraum, 530 Liter, Tankinhalt, 70 L, 80 L, 80 L, 80 L, Leergewicht 1885 kg, 1860 kg, 1900 kg, Bauzeit, ab 2013, 250 km/h , 285 km/h , 307 km/h , 283 km/h , Kaufpreis ab 67.280 €, ab
66.880 €, ab 147.370 €, ab 107.600 €.
Im Quattroporte gibt es jetzt wahlweise Benziner mit sechs und acht Zylindern. Sogar ein V6 mit 3-Liter-Diesel ist dabei. Zusammen mit dem Levante von 2016 (unten der von 2018) ist sogar eine Version mit Allradantrieb
lieferbar. Danach wird es allerdings still um den Achtzylinder.
Schon der wunderschöne MC 20 von 2020 lässt diesen vermissen. Das 'C' ist die Abkürzung für 'Corse', was im Italienischen auf den Rennsport hindeutet. Die Presse feiert den Wagen als das erste Supercar von
Maserati seit mehr als 16 Jahren.
Mit der Zylinderzahl geht es noch weiter bergab. Der Ghibli Hybrid hat nur noch deren vier. Man beruhigt bange Fragen mit der Auslegung als Mildhybrid, wobei die elektrische Leistung und die Kapazität der Batterie
ausgespart bleiben.
Batterie (brutto/netto) 800 V, 93/83 kWh, Reichweite (WLTP) 433-455 km (Hersteller), Laden (AC) 11 kW, 22 kW optional, Laden (DC) bis zu 270 kW, Drehmoment 1350 Nm, 3 * 300 kW (408 PS), zusammen
560 kW (761* PS), 1 Front-, 2 Heckmotoren, Torque Vectoring, Radstand 2.929 mm, Aufhängung v/h, Doppelquer-/Mehrlenker, Bremsen v/h, 4-Kolben-Fest-/Schwimmsattel, innenbelüftet, Räder v/h, 265/35 ZR 20 / 295/30
ZR 21, Länge 4,960 mm, Breite 1.957/2.113 mm, Höhe 1.350 mm, Gepäckraum, 270 Liter, Leergewicht ca. 2.335 kg incl. Fahrer/in, 325 km/h, Beschleunigung, 0-100/200km/h in 2,7/8,8 s, Kaufpreis, ca. 240.000 €, Bauzeit,
ab 2024, *Booten mit über 882 kW (1.200 PS) möglich.
Nein, von einem Plug-In-Hybrid will man nichts wissen, kommt lieber gleich, wenn auch etwas verspätet 2024 mit dem vollelektrischen Fulgore. E-Motoren vorn und hinten, sogar gedrosselt, um für die Reichweite zu
sparen, denn 83 kWh netto reichen nun mal nicht für den Premium-Anspruch.
Der erfährt auch als erster eine Reaktion auf die katastrophalen Verkaufszahlen 2024/25. Man liefert ihn künftig auch mit nur Hinterradantrieb aus. Die Vermutung liegt nahe, dass Stellantis zu viel zu tun hatte, um sich um
Maserati zu kümmern. Allein im Frühjahr 2025 hat man die Mittel für Maserati um 1,5 Milliarden Euro gekürzt.
| Ist denn zwischen Ferrari und Alfa überhaupt noch Raum für Maserati? |
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