Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z


Formelsammlung
Alle Tests
 F7 F9






Fiat Croma



Modelle: 1600, 2000 CHT, 2000 i.e., 2000 Turbo i.e., 2500 D, 2500 Turbo D, Reihen-Vierzylinder, 1585 cm3 (84,0 mm * 71,5 mm), 1995 cm3 (84,0 mm * 90,0 mm), 1995 cm3 (84,0 mm * 90,0 mm), 1995 cm3 (84,0 mm * 90,0 mm), 2500 cm3 (93,0 mm * 92,0 mm), 2500 cm3 (93,0 mm * 92,0 mm), Verdichtung, 9,8 : 1 (Benzin), 9,5 : 1 (Benzin), 9,8 : 1 (Benzin), 8,0 : 1 (Benzin), 22,0 : 1 (Diesel), 22,0 : 1 (Diesel), Motorsteuerung OHC, 2V, DOHC, DOHC, DOHC, OHC, 2V, OHC, 2V, Zahnriemen, Doppelvergaser, Doppelvergaser, Benzineinspritzung, Benzineinspritzung, Vorkammereinspritzung, Vorkammereinspritzung, 128 Nm bei 2800/min, 169 Nm bei 2800/min, 167 Nm bei 3300/min, 235 Nm bei 2350/min, 235 Nm bei 2350/min, 172 Nm bei 2200/min, 217 Nm bei 2300/min, 61 kW (83 PS) bei 5600/min, 66 kW (90 PS) bei 5500/min, 88 kW (120 PS) bei 5250/min, 114 kW (155 PS) bei 5250/min, 55 kW (75 PS) bei 4200/min, 74 kW (101 PS) bei 4100/min, Quermotor mit Frontantrieb, 5-G, 5-G, 5-G, 3-A, 5-G, 5-G, Radstand 2660 mm, Aufhängung v/h, McPherson, Längs-/Querlenker, Zahnstangenlenkung, Servo, Bremsen v/h, Scheiben, innenbelüftet (Turbo), Räder, 185/65 R 14 bis 205/50 R 15, Tankinhalt, 70 Liter, Länge 4.495 mm, Breite 1.736 mm, Höhe 1.430 mm, cW-Wert, 0,32, Ladevolumen, 400 - 900 Liter, Leergewicht 1.090-1370 kg incl. Fahrer(in), 170 km/h, 180 km/h, 192/188* km/h, 211/205* km/h, 165 km/h, 185 km/h, 450.000 produziert 1985 - 1995, *Automatik.


Der Chroma wurde mit den etwas später vollständig zum Fiat-Konzern gehörenden Marken Alfa und Lancia sowie einem Joint-Venture mit Lancia entwickelt, was besonders mit Lancia und Saab für große Ähnlichkeit sorgte. Alfa ging in Bezug auf die Karosserie eigene Wege.

Eigentlich hätte der erste Fiat Chroma berühmt werden sollen, weil er ab 1987 als erster Pkw eine Diesel-Direkteinspritzung hatte, die man gemeinsam mit der Tochter Magneti Marelli entwickelt hatte. Der 2L- Motor hatte immerhin 68 kW (92 PS).

Leider hat man ihn anfangs nur für den italienischen Markt angeboten, weil man Kinderkrankheiten befürchtete. So konnte sich Audi als erster Hersteller direkteinspritzender Pkw-Motoren durchsetzen und die Ingenieurleistung von Fiat geriet leicht in Vergessenheit.

Man beschreibt ihn als besonders gut designt mit mehr als genügend Platz im Inneren und Gepäckraum. Es steht ausreichend Leistung für die Langstrecke zur Verfügung. Folgerichtig ist im Prospekt ein Stück Stoff direkt neben der Leistungs- und Drehmomentkurve abgebildet.

Es ist immerhin ein interessantes Auto, auf dem schmalen Grad zwischen konservativer Limousine und Hatchback balancierend. Gemeint ist hier ein deutlich angesetztes Heck, aber mit einer großen Heckklappe.

Karosserie von Giorgio Giugiaro (Italdesign).

Er gehört noch zu der alten Garde, bei der eben nicht nur die Sitzlehnen in einem Verhältnis wie auch immer klappbar waren, sondern vorher die Sitzbank desgleichen behandelt wurde, sodass eine wirklich ziemlich ebene Fläche entsteht.

Entsprechend war dann auch der Platz für den Fußraum der hinten Sitzenden. In Deutschland fingen Raumsuchende zu der Zeit schon an, vieles zurückzuweisen, was nicht direkt nach Kombi aussah, ohne z.B. den Luftwiderstand zu prüfen, der hier für die Zeit recht gut ausfällt.

Dazu passt natürlich die Aufteilung 60 zu 40 der Rücksitzbank und die Öffnung der Heckklappe so weit es nur geht, allerdings unter Berücksichtigung noch verbleibender Rückleuchten. Was nicht passt, aber gern hinzugenommen wird, ist ein sportlicher Motor.

Starke Beladung und viel abgerufene Motorleistung müssen ja nicht unbedingt zusammen stattfinden. Fiat begründet die fortgeschrittene Motorentechnik natürlich als familienfreundlich mit einem deutlich geminderten Spritverbrauch.

Nein, besonders auffällige Farben im Innenraum müssen Sie von einem italienischen Familienauto im Innern nicht erdulden, im Gegenteil, Sie werden von eher wollig aussehendem, mit geschmackvollem Streifenmuster versehenem Velour umschmeichelt. Nur die Kopfstützen scheinen artfremd aus dem Arsenal von Halloween entlehnt.

Auch das Armaturenbrett fügt sich gewollt nicht ganz harmonisch ein. Es hat seine betonte Eckigkeit wohl aus den Anfangszeit des Fiat Ritmo und besteht darauf auch in diesem behaglichen Umfeld. Und alles das mit entsprechender Ausstattung und 88 kW (120 PS) für eine Beschleunigung in knapp unter 10 Sekunden auf 100 km/h.

Auffällig nach außen sind die Wischer/Wascher für die Scheinwerfer und innen sowohl das elektrisch zu betätigende Glasdach wie das serienmäßige Radio, nicht nur mit dem Begriff 'stereo' belegt, sondern auch noch mit 'digital'. Die Zentralverriegelung umfasst auch Heck- und Tankklappe.

Mehrfach ist von der elektronischen Benzineinspritzung zu lesen, aber jetzt wenden wir uns so langsam der Turbo-Version mit Ladeluftkühler und für die damalige Zeit beeindruckenden Leistungswerten zu. Hier kommen zu dem serienmäßigen ABS noch innenbelüftete Bremsscheiben vorn.

Der Innenraum steigt noch einmal eine Stufe höher mit schalenartigen, elektrisch verstell- und beheizbaren Sitzen, mit üppigem Samtcord bezogen. Das Lenkrad war damals im Vergleich zu heute noch sehr schlicht, gibt aber den Blick auf so viele Anzeigen frei, dass der Tacho neben dem mittigen Drehzahlmesser fast zu kurz kommt.

Sehr wichtig sind die Dieselmotoren, und zwar nicht die oben angegebenen, sondern die zwei Jahre nach Serienbeginn erscheinenden Direkteinspritzer mit Turbolader und Ladeluftkühler. Die bringen dann ca. 200 Nm bei 2000/min und 68 kW (92 PS), obwohl sie nur 2 Liter statt 2,5 Liter Hubraum haben.


Das schlechte Ergebnis des oben im Video gezeigten Crash-Tests hat dem Croma sehr geschadet, wird aber nachträglich stark angezweifelt. Wikipedia dazu: 'Im Fall des Fiat Croma soll ein dubioses Fahrzeug aus der Vorserienfertigung Verwendung gefunden haben, ob aus vermeintlich böser Absicht der deutschen Tester oder auf Grund von Schlamperei bei Fiat, die das Fahrzeug zur Verfügung stellten, ist ungeklärt.'


Der Chroma 2 fällt schon in die Zeit der Zusammenarbeit mit GM, also Opel und Saab. Das hat ihm Benzinmotoren von Opel und das für Saab typische Zündschloss in der Mittelkonsole beschert. Es gibt zwei Benziner 103/108 kW (140/147 PS) und zwei Diesel 88/147 kW (120/200 PS).

Er ist 26 cm länger und deutlich flacher geworden mit nur leicht vergrößertem Radstand. Diesmal klappten die Crashtests und der Wagen erhielt 5 Sterne. Die Front ab 2008 erinnert ein wenig an die des Fiat Bravo. Schon beim Chroma 1 wollte das Gemurmel über das wohl nicht ganz der von Fiat gewohnten Qualität entsprechend nicht verstummen. Beim Chroma 2 bezog es sich viel mehr auf die Elektronik.








Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller