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  Elektronik - HUD AR



Falls Sie mit dieser skurrilen Buchstabenkombination nichts anzufangen wissen, hier die Auflösung: Head-up-Display Augmented Reality (augmented = erweitert). Bei VW gibt es ersteres beim Golf für 700 €. Letzteres zusätzlich aber nur beim ID.3 und ID.4 in den beiden größten Ausstattungspaketen. Ist das nun schon wieder eine weitere Zurücksetzung des guten alten Golf?

Jetzt könnten Sie sagen: Nö, das ist mir zu teuer, denn immerhin kann ich alles im HUD auch etwas tiefer im normalen Display ablesen. Und in Ausstattungspaketen eingebundene Extras habe ich noch nie gemocht, weil ich meist nicht alles brauche, was darin enthalten ist. Bleibt nur noch die Frage, was man denn mit der AR überhaupt anfangen kann?

Man sagt, HUD spiele sich etwa 3 m über der Straße und AR 10 m darüber ab. Also eine Art Film, der auf die Straße projiziert wird. Stimmt gar nicht, denn der untere Streifen bleibt immer gleich, nur seine Anzeigen auf festen Plätzen ändern sich. Also wirklich das, was man auch darunter im Armaturenbrett sieht. Nur, man muss den Blick nicht von der Straße nehmen. In der Regel sind die Systeme auch höhenverstellbar.

Wird es darüber dann spannender? Urteilen Sie selbst, denn eigentlich sehen Sie nur plötzlich auftauchende Einzel- oder Mehrfachpfeile, waagerechte Balken oder senkrechte Linien links und rechts, bei besonderem Handlungsbedarf auch in Orange und Rot. Das eigentlich Spannende ist der elektronische Hintergrund, vor dem das alles abläuft, denn diese Zeichen sind meist der Darstellung der Realität angepasst.

Nein, wir widerstehen jetzt dem Versuch, AR zu definieren. Damit Sie aber die Chance haben, zu verstehen, was da im Hintergrund alles abläuft und wie unheimlich viele Komponenten an dem Vorgang beteiligt sind, sollten Sie sich zunächst das Video unten ansehen. Das ist schon der halbe Weg zum Autonomen Fahren. Danach sehen wir weiter:


Lassen Sie uns kurz abschweifen. Haben Sie sich auch schon einmal über dieses Schild unten geärgert? Nein, nicht das obere, das darunter. Wie soll man das abschätzen? Gleichmäßig bis 8 zählen, kurz warten und dann Gas geben? Und wenn jemand über die Straße läuft, ist alles umsonst. Wenn der Gesetzgeber Einhaltungen mit Strafe belegt, muss er sie auch nachvollziehbar definieren.


Verkehrszeichenerkennung kann hier vielleicht auch die 100 m exakt bestimmen. Der gleiche Fall im Navi. In einer total fremden Gegend sagt das, man müsse in 100 m rechts abbiegen. Da sind aber zwei Straßen dicht hintereinander. So etwas gibt es auch an Autobahnauffahrten, zumindest im Ausland. Welche nehmen und wie gravierend ist hier ein Fehler?

Das ist jetzt ein Fall für AR. Der oder die Pfeile werden so prägnant in die Realität gepflanzt, dass Sie sich wirklich nicht mehr vertuen können. Übersehen können Sie diese nicht, denn je näher Sie dem Ort der Entscheidung kommen, desto größer werden diese. Und erst recht müssen Sie nicht anhalten, verlieren Zeit und bilden womöglich auch noch eine Gefahr für andere.

Man hat sich zusätzlich zu der Höhenverstellung der Gesamtanzeige sogar noch Gedanken gemacht, nicht zu viel von der Realität zu überdecken. Wenn also die Anzeigen von AR größer werden, kann es sein, dass andere Teile der Anzeige verblassen. Wie jeder Computer übertreibt es das System bisweilen ein wenig mit der Vorsorge. Also ohne den Blinker zu setzen hart am linken Rand der Spur zu fahren geht nicht, wird mit Wechsel zur Farbe Orange bestraft.

Wobei der Warnbalken für zu dichtes Auffahren schon wieder OK ist, das grundsätzliche Markieren des vorausfahrenden Fahrzeugs bei eingeschalteten Autopilot-Funktionen vielleicht weniger. Geht man hier davon aus, den/die Fahrer/in etwas mehr nerven zu dürfen, weil der/die vielleicht weniger aufpasst? Jedenfalls bekommt der/die Beifahrer/in von alledem nichts mit, seine/ihre Aussicht bleibt über die gesamte Windschutzscheibe frei.

Und was hat es mit dem schwarzen Kasten ganz oben im Bild auf sich? Der steckt vorne in dem Bereich zwischen Display hinterm Lenkrad und Windschutzscheibe. Ein Audi-Ingenieur beziffert in einem Interview in der ct 21/15 dessen Größe mit 14 Litern und vergleicht ihn mit einem Bierkasten. Die haben allerdings alle ein mehr als doppeltes Volumen. Trotzdem ist enorm, wie das Ding da reinpassen kann und wie VW es sogar noch in der Kompaktklasse unterbringt.








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